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Die jüdische Frau · 1926-03-15 · 3 (15.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
3 (15.3.1926)
Date
1926-03-15
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Die 'ccli*>ihc Situation dieser Juden ist also in folgendem Satze zu präzisieren: l>iese Juden stehen in ihrer t'eher- Ze ugung, in ihrem < iyiyhi n^f a-,,r. ur» v..|Kn t mrlmh itl iiiitten^driti. empfinden ihr Judentum als «M»- higenart. die lii>^irris!ru hullurcll und religiös hereorgettwi und gehunden iv,. und rtJtfrgh die sie ihren Wert erhalten hat ohne dali es etwas gäbe, das ihnen dir /ugehorntJretrAewuUtsein zum deutschen''!ulke nehmen konnte 1^'. Miese JUmstellung der anderen ergilitfvsuVelHiisu geltihls. mallig auvidem Ideal, eine hleiiaissan>,e>e!xjÜtz!Wdis>,heii Meuutitseills herhei/utuhretl. und gkiuht dem^iadi^y.ien l*.isein die Moghehkeit eine!—Kutw lekltiiTg gehep /u JhfTiue» dureil ( in. uertung <Jes ijdi'elleli Wensvhen und a&L iiielisgli-n.itinii.ilit I irundlage. In dieser tirundlage sieht sie d&'.ijU'inigc Wogluhkeit lyner ungetrübten falletleklung de< «ifuhs^heii flaseins Migse Juden sind eriullt von dem lfe']lfoUt4ciii selbst enieiii 1 iesehleehf^des leberganges un/ugehorvn',jJifc ab et durvh sein Wirken dej kommenden (ietieration die Trnjv bereitet Mn dem \er<ifvh. dieses Ziel /u erreuheii. >:* der Zionismus die .« . - lebendigen Kräfte dfs’./udctltgnis neu Sc«e-skl. und cs ergibt sieh als scclisehr? Slluati-m .tirgyA Indian .1 l.-l,.lil il. ■ I. >ems. eines >elns das alles andere-atf'crtagt und breinlluB’ und darüber hinaus he uguBt ^»eeinllffVsen will. bis zur >ar»a nalisier ung der luden dita so geyed^n nur e m liasi\ok bei il.re in W ir tse ulk sind k ns dein I ics.igten er gii»! s.*h die se e Iis^ ile f istzhuiig nui .nie h des einzelnen luden m I iei;lsk hlaml / mihi I in»eil und zu seinen, fudenluirr' Mer Zior/Isi steht dm iiasistaale >>v.it und neutral un A er hallnis u setzen adis. i>> - ite i ge gegeimbe r d> r and, a.—l.ilill n.li ■jjrul'i 1 ‘.mal.«-d't s, t-il will so eollig IniH lüge stelll. d.il) ilini die I ml..g-, g /„m, >t;b>: e e istandlisheii I nissein lim ihr in (Achten und Mt I Irr» n and unu duh er eine Zur Us kstrlluiig Ille hl imlir als 11, m.mg.mg sonder» als i nreeht sghleslithin eint’lmdel. gegen das e an kainntl t r Ist g|vli hierbei des W erlas seine' ludan'um |»e wullt und tritt datur ein und kehrt so die Iragk >ue!e zu se II. in das l letuhl des liliiskes Mt I u t! h - II jinbui g MoritzcQens Tagebucf). Milgetcilt \on Karl I. I I I i n g e r U« undh( hrr trUuhnt* <1» \ \«rlr^er> I nui\ 1 «mm. IWrlin. -ttf i t c I. Kindheit. Ligcntlich hat mei Lehen mit meiner (ielmrt uligefangen. Aber ottcngcstauelcu. ich erinner' nneli nicht mehr so genau dran, es is schon a Itibchen lang her un ich,war nebbfcli damals nicbl viel grober wie a Schabbesklnlb Mei Mumme hat oft zu mer gesagt ...Mbritzehe." hat se gesagt. ..dn hist hei deiner <iehurt sehr hrav gewesen!" Warum hall icli n i c h i brav sein sollen? Mal) ich vielleicht gevvubt. in was ior a (ieseires von ere Welt ich ereikomm? Matt icli’s gevvubt. ober war' ich so hrav gewesen! < iesträuht hall' ich mich mit Hand un I ul! im halt' gcmacht. dal! ich schleunigst wieder hinkomm, wo ich hergekummen hin! Nun. ich halt*g nicht gevvubt. icii halt mich nicht gesträubt. ich hin brav gewesen, tln hin gehören worden als der älteste nn einzige Sohn von meint late Meier Silberstock. Pferdehändler der Kreis- und Residenzstadt Hattersheim. UM von meiner Wamme Rebekka. Me sonders von der letzteren! Matt' ich die Wahl gehabt. so hall' ich mer vielleicht ausgesucht den Herrn Huron'Von Rothschild als Vater, oder den Herrn \ anderlulteles oder den deutschen Kaiser, und es war vielleicht a grober Bankier aus mer geworden oder a grober Redner wie der Cicero selig', wo bei de alten < trteclieti so schone Spruch gemacht hat. fielt halt se. unter uns < ilaubensgenossen gesagt. .nicht gelesen Heim die paar Spruch, wo ie h notu; halt, mach ich mer seihst.) Alter ich hin auch so ganz zufrieden gewesen mit dem Storch: denn wenn er mich auch gebracht hat zu bescheidene l.ettt. so hat er mich doch celtracht zu eilte Leut, zu rechtschaffene Leut, tut ich wünsch mer (iott vveib keine anderen besseren I Item, als ich se gehabt hablt. Nim ja. tuet late war kei Philosoph, er war geistig ket Licht, so grob wie die elektrischen Hogelampcn. wo mer jetzt hat. sondern höchstens n bescheidenes (lelfnn/elche .'her es hat gelangt für den Pferdehandel. Mtib jeder lud a (ioethe sein? Ich weit, der Hoethc hat mehl me h r vom Pferdehandel verstanden, vv.ie mei enter l ate von der I •rumutikerei Hie llaujitsach is. Jab jeder in sehn Heschäft was leistet, un meim late sein tiesehaft war miM-nmal der Pferdehandel, wie dem (ioethe sein tiesehaft die Hiehterei war. kli bin sogar der Ansicht, dab die W eit die t iatil n o t t ■ gcr hat. wie die (iedichte. Hie Leut m Hattersheim wenigstens bestimmt. Alis meine ersten I ebensj.dnen kamt teil nullt _mei beruhtem -leie huun-wef abemdettkert; d.tll 'ich't gemacht hablt wie die anderen kleinen VmJer. dal! ich betrunken lialtb. wenn nneli gedtirsTeY bat. dab leb geschlafen habt', wenn muh ges». hlufert hat. un dal! tgh tut. das können >e s,g 1, denken' Wenn teil m nette Windeln gewukelt woideii bm. so vverd leb nicht mit Kolmsgh Wasser parfumeriert gewesen sein, ini wenn ich gesungen li.ibb sn \unl ' night ganz so sghou ge klungen haben w ie de i catusn Mit Iv'uhrimg erinner igli mich nogii d.n.ni wie um M.imme mer als et zahlt hat die sglumsten iiesghigh ■ teil, un wie se nie-r v orgesimgen hat mit ihrer /arten hellen Stimm die lieben Liede i -ms eie-1 H.iggadali Igli li.ibb am ilirin >cliob gesessen un li.ibb mein Kopp geleimt au ihr Hrust und liabb gel.ui'glit mit a Sp.inmmg und Xiitregung. als hing <mtt beluii' mein l eben davon ab l u igli liabb sgesehen leibhaftig mit meine Xiigen wie der Ingel is gekommen’ mit a feurigen >abel nn lut e r.nisgi sglunis seit den Adam un ehe I vaus ein P.iiadie s se eil ss gegessen haben vmi eie v e ibiiieiie,n Neplel l n kii hablt gesehen den Moses, wie ei ge sgliw ninnie u is in a kleines NuhknrhgIn n auf e in Nil e rum un wie die agvptisgbe Koingsloghle r gekommen is w e i| se Bad notig gehabt li.rl nn hat en gesehen un hat eil erausgefisght un hat en ihr in late miigebr.ig hl Wird de r a I retnl gehabt haben’ Ln igli liabb ge uibelt. wie der Pharao is eetsoften un Roten Mee i mit seiner gau/en Kilje und igli liabb geliort se u die' Mirjam die Pauk gehmnhert hat un kIi liabti in die Band geklatscht \«»r lauter I teud un I ut/iigken l n ich weil! night, "b dein Rotltsghild in dein \ an deibilteles sein Sirlm erlebt haben sn kosthglie' '‘tiin den als I1eindenm.it/ Has sgbonste aber w.it an Schabbes Xltend wenn mei late die liebtet alige /linde t bat. un w eint e r gesungen hat sn me t k w ur Jig. I leder. dab ei in ganz sonderbar um s Her/ ge wurde ' is. als wenn da drin in der Brust einer sii/.en tat um a groben M.imme r nn sghlagt imme r an die W md su well is ei ui geworden, un dogh wieder so wobt dabei, mer hat nigtit gewiibt. soll tuet highen oder soll liier Tieuleii Igli liabb damals rmtter v er stände n. was das alles bedeut . igJi li.ibb imr die I mpliudiiiig gehabt, dab es sigli da handelt um ebbes Vilnius Ilirwurdiges wenn uh migh .uigli gewunden >ialil> i'ab mei late dabei gefleiml li.tt uu .i Kleines K ln I WeruN dogh die ,meiste 1 eut nullt begreifen Jab ., Pferdehändle r fleiiften kann Igli freiluh li.ibb night Jüdbckc Lrancn. »erbt für „IMe MIk'Im Frau**! 1

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