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Die jüdische Frau · 1926-03-15 · 3 (15.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
3 (15.3.1926)
Date
1926-03-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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hie Antwort des Vaters auf die vier .Kranen“ sunes Kindes nimmt den nmUten Teil der Manadali ein. hie ll.in-id.ili mreift auf den biblische» Mericbt - •.um Aiis/un aus Aee'Vpten /.'.'nick, -und sie findet-, dal! die I liora vierfach ihre Sprache wechsele wenn -Mt die letzte < it schic hie vom Aufenthalt der Kinder Israels tr/ahlt. um dainil dm v ier Arten von fragenden Meiiswhe?i. entsprechend ihrem Wesen und Charakter.’ z u antw orten, in vier t iruppcn lassen sieh die Meii'elieii scheiden, die lunneii und die alten, die an den Miheltev» und an das l’essachtest heran* Ueteii ha kommt I der Weise I r vveil! viel, doch mochte er Alles wissen, er ist auch seines Wissens sieh luwiilJt. er kennt Vorschriften, t iesft/e und h't Jitc für dieses I est. er will erfahren, was es mit .dien diesen /u Um hat. was es auf sich hat. dal! ein so teieher < iestt/tskrau/ dieses l est umgibt, her Vater, der himmlische Vater, auch die lofali weist ihn mellt fort, er soll Alles erfahren, auch das letzte für diesen Vhend naeli dt’m < icuiil! des l'essach- > pfers. heut.- nach naeli dein < leiml! der Maz/oli. darf man keinen Nachtisch mehr halten Was im Mittcl- 1 umkt des Abends steht, soll wörtlich und bildlich;’enominell, aut unserer /unec. m unserem t itsehmaek bleiben her letzte Sinn des Sz.ederabends ist. dal! du ihn :11c v ermesst s>. mein Sohn, also muH der V ater sprechen. I s ist schon, dal! du so V leies von ihm. weil!«, es ist noch schöner, dal! du Alles wissen willst virul* aber aiiv.li n iv. h t das (ian/e. l'essach ner Hi ireiuiic’sctilanke. null! stets m dir wohnen, du inulit st illen t iesv.hm.ick immer spuren Mast du das <1.111/1 erlaltt. das 1 m/elnc wird dir bald deutlich werden her I revler 1 r spricht, ir.Kt nicht aus W iltbecleide, ihn siliert das I’cssache'cset/ iiicll». ihm ist det S/edcr ein J heust. eine l ast die < iott für die aiidtreti Israeliten befohlen hat. er zahlt sich nicht mehr zu den Minen. zu den luden, vv einesteils ui diesen huicvn. wenn er letzt dabei ist. er tut es nur. um zu spotten, den Anderen wehe zu tun. Auf seine Heincrkunc' soll man car nicht erst eincehen. man höre ihn 111 Jit an. lasse ihn nielit weiter reden, nur man s.,ci ihm heinescleichen sind aus Aeev pten i ivlit ci/oceu. die I revler hatten dort bleiben mpsseii. uuiei Israels befreiten Scharen hat man itrcihheh einen iv'osch" gesucht. ..<. her I infaltice. Ii ist ein Muiseh ohne I alten und Mliliche. ohne I istin und h’unke Wissen mochte auch er cern Maiitlus ahit ir vetstthl kaum zu tracern er kann nie hl uniit senil n 1 r.Kiii wählen, et kann auch keine l>e somit ti n Worte suchen In sehhchltm I mie fr.Kl 11. was soll das Alles bevli Uten ' Das* 1 l in) dabei /eiet et so ubir den can/iii lisch Inn. denn Alles zusainimn ist ilun das has seiner I r.Kc I s. ist. wenn man so s.icm dar i eint <ii-ner.ilfr.Ke. die er stellt, und so muH ntiv.li du Antwort ausfallen. die er ith.dt Mit st.itki t Hand hat uns det I w Ke aus Aicvpli' di m Hause di t >k!ai eusv.li.ift herausc’i - tulirt het Nutz ist kurz aber it enthalt den kerii- .. rund ili s >/tdt r und dis IVts.uli Wird vier I intaltKi vviitit Ir.Ktu mm so kan ihm die einzelne l eht'HK d. s Munds itklart vv irden, ist n zufrieden. st. hat du Antwort seinen Wissensdurst ci stillt, er wiill was has hedeuti t und das cemic't ihm l het dis | t.icins 1 idntiKc \iiv.h sokhe Menschen Cibt is sie können nieht fr.Kin weil sie niehts he* -h.ieIden un.iulme rks.nn stinl oder atieli weil sie eleu lic'ultK sind I -eil t alle h well sie n>>eh. vielleicht alle h überhaupt zu dumm sind I nun solclu u Menseln II el.tt! Illall Hiebt so neben steh, all se inem I isehe 'it/eii haben Ilun muH man den Mund oftm n mit ihm das besprach beginnen. Auf ihn ist vielleicht am ehesten die Pflicht gemünzt: ..hu sollst deinem Sohne erzählen'. Krzälden. so lamic nur seine Aufmerksamkeit anlialt. erz;rhlen. um sie stets neu zu wecken, um ihn zu eigenem Kragen, zu beweiten. Denkt man an diese vier Charaktere unter den .Menschen, man liest die biblischen He richte mit canz neuen Amten, man fühlt die Schönheit des wechselnden Ausdruckes, die- Herechtiitutfit mancher Wieder holt,,Ken. man bewundert den (jeist dieses Huches, dal! der Menschen Art seit ehedem durchschaut hat. denn wie damals so ist es noch heute, wir haben weise luden und frev lerische, einfaltiite lind des Kra*s -.'t»s unkunditte. hie Malt iiischtanoh mit ihren vier Kraiten gehörte dem Kinde, von Jen \ ier. Charakteren spricht der Vater. I'.ines ist aber vierfach am S/edci". v.ovoi, I.-der cenieltt. die vier Hcclier! Vier Heclier Weines soll Jeder heim Szeder trinken, her Wein fiir diesen Abend itehoten. soll die l’estesfreude erhöhen. Kr ist auf die Vierzahl beschränkt. weil die biblische VerheiHuiiit. mit der dem Moses die Ikfreiumt aus der äitvptischen Sklavere 1 vorausktesaitt wird, vier verschiedene Worte wählt, denn sie saut: I. ..Ich werde die Israeliten herausfuhren"-, d. i.. das loch dieser Sklaverei wird ein _ I nde haben, es wird ein Monte» der Kreiheit nahen, an dem Israel das Joch und die Kessel» ahschüttelü wird. J. ..Ich werde erretten", d. i.. es wird nicht 1 in Wechsel von einem Herrn zum anderen sein, sondern Israel kann sich einer Krrettuiut treuen, die beispiellos in der beschichte ist. denn V ..ich werde Israel erlösen”, erlösen von jeder hnterdriiekumt. von jeder Kiiechtuiui. freilich unter der Hediiutumt des J. ..Ich werde mir dieses Volk zum Volke nehmen", unter der Hediiutumt. dall Israel ein bottesvolk werden will, dal! es mir anhämten will als 'einem alleiniiteii Herrn in beliorsam und Treue, in vorbildlicher < inte und Kolitsamkeit. Jedes dieser vier /.eitvvorte wird mit einem Heclier Weines bedacht. ist aber der vierte Heclier getrunken, dann sei es des VV eines cc-iuk. I.s bleibe hei dieser Pflichtzahl, damit der Sinn dcsSv mhols nicht verloren itehe. In der S/edi-ruaclit ist einstens der Hefreiumtsruf. der körperliche, ertönt, aber in ihr ist auch der (irundstein iur das vtlauhiite. itoltitelichte Israel iteleitt. dem die Ibhtl tnld des Himmels Seiten für alle /eiten geschenkt sind. I nd schlietllich beitennet die V ier/.ahl noch in dun vorletzten Stuck der Hai'adali. sie wird dort i.urz .ibitet.iii. aber nicht weil sie minderbedeutend wart- Im beitcuteil. man konnte in ihr den l rspruiK aller anderen vier sehen. Das vorletzte Stuck der H.madali brimtt ein Z.aliltnspiel. in I ravte- und Antwortform. Dort Iteillt o: ..Vier, was hat das wohl zu bedeuten' Vier, ich vv ul! es wohl, vier das sind die vier Stammutter". hie vier Stammutter, ihrer muH der lüde auch am S/eiltr cttlenktn. >iud sie nicht im wahrsten >miie dis Wortes die Mutter der Kinder Israels.-' Milltcii sie mehl du- Vorbilder der Solme sein, die .-ns Aeitvpteu heraus zu einem Volke wurden, das unsterblich eebluhcii ist bis auf den lieutiiten J.K I s ist ein stboiit r Sthlul! der Vit r/alil in der M.i s'adali. vv t un ihrer Cv d.itbk-vv ird. Als Schöpfer, als •.bulle. als l rspruiK werden sie zuletzt genannt. . Ist •Jot.li dasI ct/te nach indischer AuffassiiiKdasMeste!" IihIi st he Mutter, freuet euch auch dieses Vor- ./1KCs am Pt ss.iclift sie ' 2 Judbcb« Krauen, werbt für „Dte fbdbcbc Frau“!

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