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Die jüdische Frau · 1925-12-13 · 14 (13.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
14 (13.12.1925)
Date
1925-12-13
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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\ •*91112 DISKINWIOIV* _l User Vortrairsabn'mf lu Mm omhnr ,» U— .in dem Herr Dr. ßvrndt (ioctz »her ..I) a s s e li w e r -—WZ i e h l> a r c K t n d“ spraeliTuar stark besiichtT!>as Thema erwies sieh als zne;kriiftiv; mid waren die /»hörenden Dame» mid Herren dem Herrn- U'eierenten dankbar, dal! er es verstand, seihst daN Schwierige dieses Prolilcitis so /» erhiiiternrdali es ihnen möglich witfüe. in der I Hskussion immer und immer wieder Soruenfiaetn \or/ntraxen. die IleYr Ih. (ioet/ in seiner ein/ie dastehenden w issensclwft- Iklien und nienseliliclien \ii bKnw Kleinste wortete.- Zn später Stunde konnte da-ser hochinteressante Ahend geschlossen w erden, für die allernächste Zeit wurde die l ortset/nm; dieser hochwichtigen I raeeii \ on dem eesehat/ten Referenten rneesael. I>er He rieht folgt in der nächsten Nummer mir sei er Zeitschrift. KV I AUS ALLKH WK1/I Anregung /ii einer jüdisch-rcligioscn *\ eltlunfcren/. liertio. November. l'ntcr iler I cbcrschrn: .Jüdische A\ clikoniercHzcn" \ croiicnilielH Rabbiner l*r. I iieiieiii.iiin. * llleub.ieh a. M.. in der letzten Nummer de, ..Judra.li biwr.ile» Zeitung' einen Aiiis.il/., in welchem er. .inkniiplcud an die Mir km/.ein in Stockholm .thgelinltcuc Kirchen-AA elikonierer/. die Anregung /a einer A\ cltkoiilcrcn/ der indischen Religion gibt. Her \ erfasser fuhrt nngciulir aus: .Nicht ohne einen s:,.rken Neid, /um mindesten ein <ieliilil si.irKer Schaut konnte man als Jude die A erliundliinccii auf der Stockholmer A er riisialinm; vcri'olgcn. > i', wirksam oder nie>u. ob erfolgreich ouer nicht, es wurde dort ein Versuch gciu.ielii. als oiii/ielle Ayrlrctung des Cliristennmis die gegenwärtige >ieliiuuu de. Well, \\ iriseliaii. Politik. soziales Leben an den Lordci ungen des Christentums zu messen und die l'ordcrimgeil deutlich za ‘'cuienncn, die von seilen der Religion erhoben werden müssen. iiii diji- Ordnung der Well unter religiösen (icsiehispuuktcii zu regeln. . . . I nd mm stund man als Jude beobachtend und horchend dabei, und eine brennende Scham nackte einen an. daII nie und nirgends \crtreler des liidciiliims m ihrer (ie-_ -s.imilieli; atu X'CTircler der .indischen Rebeion. als Sun,Ille des Jiidenlnms den A ersuch machen unsere" < icgciiw.iri kiiiiscb ..ii beurieilen, ihr Richtung und (iesetz zu ecl'eii. . . . AA ir sind doch stolz daraui, eine AA cltrcligioii zu sein, mein bloli 'siammesrelieion. . . . Mallen mr iiar nichts zu sage» zu der i raue des l'riedenv. des Rechtes und Nichtreclues aiii Krieg, wir. die wir in unseren i’ioplietcii Jesaja und Wie ha dw ersten Aerkunder eines ewigen t riedens waren? Nichts zu s.igc-n zum Aolkerbund. wir. die das erste liebet geprägt, da 11 „alle bilden sol'en einen Mund den AA dien (lotles zu tun?" Wate von uns nielits zu sauen über den /usamiucnklairg so» nationalem l.mpfinden und einem rechten Internationalismus? Malten wu nichts zu sauen zu der I 'aue der Modellserteiltmu. wir. die wir ii der blblischiu Aururueset/ucbimu das klassische Meispiel des Modenueselzes besitzen? AAäre von Seiten des Judentums nichts, zu sauen zu der äliuemcinen Auseinanderseizunu /wischen Individualismus und Sozialismus?" Her Verfasser zahlt eine Reihe weiterer Probleme .tut. die ein AA ellkonureli der indischen h’ehuion zu ewiricru hatte, und uiln der Ansicht •Ausdruck, dali ein rcliuioscr Kulturell der Indenheil sich nicbi daran wauen durfte, Lanzelheite» der jitdisgli-rcllgioscii Praxis zu diskutieren oder reulemenliereu: auch konnten alluememe t»olitiselie’ i rauen, die die luden betreffen, niclit erörtert werden: auch ist zur Zeit ein AA ellkonureli »bei l'alastm.i kaum tnoulich. weil diese braue noch zu sehr ins Politische hincinr.igt; möglich und notwendig wäre mich heute eine allucmcinc Aussprache aller ludisclien t iruatusaiioucu aber Answunderunus- und Hcriifsiimsvhichtüiiusfr.iueii: aucli AN eitlolls. konicreuzeu der Juden zum /wecke der wllucmciucu Millvleistiinu au die notleidenden < il.iubenscenosscii hat es ueuebea und muH es in einem noeh umussciidvrett Made als bereits bisher gehen. Aber all dies ist nicht die Stimme des luden. Unis, der iiulisehcii Religion. Her A erfasser kommt zum Schlüsse, dali nicht nur Rabbiner diese Konferenz der jüdischen Religion bilden durften. uber es itrulite Hcdlnguue sein, dali die feilnehiiicr bcsinnm: i werden wegen iliics indischen religiösen Interesses nrd ab suchende und nnuciidc Juden. I>er Auisjtz schlitUi: I tre Pflicht. dem Judentum in - r itten der l'robleine unserer /eit zu lauter Stimme ze eer- Lilien i'l ciuelwn. Me lolul aus der ''ciid.mg Israel*, aus di m Au*piiicil und der latsachv. AA eltrebutoii zu sein. Sie nivhl e,lullen, ist sündhafter A erzieh. AV'ie aber koinnil ir.m z u I rniliuiiu de! I’lhslit AVelcher W eu kann gegangen werden. wo ist der A\ eu "" IHr ( ntcrgjng des jüdischen Mittelstandes In Heuliciiland. Herlin IS. ,No\einher. Mm Ih. Kurl /n.lenziuer stellt in der Ict/tcii Numtnei der . C A -/eilunu die Meh.itiplunu auf. dali dir mdis.lie Miilelst.md mir dl den Krieu und die NaJikrlegs. e. svheimmueii dem l nleiuanue ui weiht zu sein scheinl. I i s.hreibi wiuthdi ..Ihudi du- Arbeit unJ den Hell! inelnerei t lener.ilionni liatleii es die Juden m I K'dlsdiland zu einer gewissen AA ohlhalienheil gebracht der jüdische Kaufo..miss!,nid trug zu dem Aulbiuheu Heulstlilamls bei und spielte lll Meien /uligiii bei der -t.ilkeii Aiilellnahllic der t adelt am Mandel eine bei wir rage mit Rolle Is soll gar nicht geleugnet werden, daII. die luden ee'standen hallen, eine doi m.eiende Slellnug nn Metall-. I ic-trcldc- 11 vlilliandi-l ns» l1' /lUiellllli-ll. Hei hneg und die J.w.mgswirischatt lorderten zwar die Industrie, legten aber Jen Mandel lahm. Hie wirkte hen Kiiegsliclei.mlin und Kricgsv crdicncr finden wir in der Schwerindustrie' und der t irolil.mdwirischall Ihe In- ,i.iUno schien neue A eidienstmoghchkeMcn fnr alle Kreise zu I rönnen aber sie brachte den l nlerg.mg derjenigen Schuhten t>es indischen Mittelstandes und nicht der schlechtesten elic nicht die. I lucht in die Sachwerte unternehmen konnten, i'imlisli dei treicu lienile. Ihe Stabilisierung und die Hellntion beendeten die K.ti.i-tro|)he. Ihe A ermogen sorgsam in patriotischem Stinte m ili.i Anleihen des Reiches und den I ander oder ln tlliligwtloiien und IMumlhiiclcii angelegl. waieii mit einem Schlage vers.liwuudeu. die Kaiille'ule '.ilieti .ml ihren AA areneoirUten und ki'UMtcu ihre llliuuidit.it dard, den Aerhist ihres Vermögen’ i'ulil belieben, he will sind dies I rscheiuiiligeii die alle Schichte 11 Heutsclil.inds beliotieii haben, sw lasten aber besonders schwel uul deiiiemgeii K leisen, lur die die Sshuclligkeit des t .cldiimlautes ein integrierender llesi.uidleil ihrer wirtschaltz li.l.eu I iislenz war Im M.indelsst.md ohne Metriel<ska|iital i' eine w irlsi lialllu he I nmogluhkeil. Ihr indische Ifutiktcr i'i 1 \oi dem Kriege der f tenind und Me raten seines Kunden w.o. hat seine I xisteiiz verloren, der indische Morsianer unter nein Ulan sich Ir 11 he 1 einen reichen Mann vorslellle. ist heute n: einer Karikatur geworden. Ihe Zusammenbruche in der Konfektion. 1111 Mel.nl- und < teileidehaiidel und vielen anderen lii.ilichen li.ihen .diangesehene indische < reschaftshaujser verhülltet die. nach soliden < lesclialtspnu/ipien aufgebaul. den Kre-dilschwierigkeilen'infolge ihier A irinogensv e r luvte titeln g. wachsen waren Ihese Kriselte 1 sehetmmgen m der AVnischatl besonders in, Mandel und llankwesfii haben unzählige indische Angestellte bioilos gemacht I nter der erschreckend zunehmenden Zahl der Selbstmorde stellen die von Juden einen besonderv grollen I',ozeilts.it/ dar " Ihr A erfasse 1 sdiliefit mit lolgenden Ausspruch dev Hrufen goudeiihovv-Kale-rgi. des Schöpfers de» paneur,-patschen llcwegiing ..Kein A olk hat unter dem Kriege und seinen folgen mehr zu leiden gehabt . Is das judi-.che durch ihn hat da> urdisclu I It-od siarkir /ugi iiomiuen als der indische Reichtum. ' 4

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