Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 13 (7.11.1925)
- Date
- 1925-11-07
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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-HITT1EIILTN GKV Zu (lunstcn der Mittclstaudskiichc* Knrtnrstcnd^niin li,' fiml.it -um .imi,ii' .i.ti iS. November, nachmittags 5 l’lir, in den k'aumcn des Brudcrvcreius. kiiriurstenstr. 115. ein Test mit niisdilielJendem linllstatt. Im Pallium dieser \ craiistaltimg wild abends 71 j l lir. d.is Lustspiel ..k'ctintss.uicc \>m! ranz \<»n Schoiithaii und Koppel-1 Ilfeld in der Ins/eiiierung von Alfred Halm /urAufführung gebracht, mit den Damen I llen Bohin-t iadiel. I rna l eid. I llini»r (inniaii. I'llda Lchdorti. den Herren Dr. Philipp Mamiing. I ran/. Konrad lindert, Palpii Nordeck und I ritz Wnlff in den I lanptrollcn. Karten zum Preise \«m d.5u M. einsdil. Kaffee und Kuchen sind zu haben bei I ran Dora Krause. Halensee I laiberst.ultet Strallc -I (Pialzburg _VX>) und an der Abendkasse. —-E4nte4ung zwrrVortrambefHl am Donnerstag. den IQ.November abend* ' ,N Vhr in den Hunnen des VffUy;»s der /cittvhrill -1>,» |tkiji'<^ Triu' " ' ' Eltlcbrarr tlrtfce IT (N«drH Herr Dr. Bcrndt Goctz psli v ( ti i dt r im-h ei Herdtir ,dr» I uxnmldMl ' K Apr n it k spfnhl ubrr } „Dos schwer erziehbare Kind" Ansihlu-Ocnd freie /liiuprachc u Fragcbcantwortung Der Zutritt ist frei! (i.i\tr. Damen und Hrrren »illtmmmrn 1)1 K l)ISI4 l'SSIOiV Am 21. Oktober d. .1. bc-ga.rnm wir mit tniseiein Vortrags-Zyklus. den l'iaulein l’ora Silbermann. Dezeriientin des W olfahrtsamtes der Jini, (iemeinde. als erste \ ornagc-nde mit dem Thema: ...i n g e n d f ii r s o r g e eniffnete. Alt dem interessierten \ erlauf des.Abends sahen wir. dalf das Thema ctiinstivr gewühlt war. denn das Dehorte loste bei den weiblichen und mämilicbeii Zuhörern lebhaften W iderltall ans. der sich in reget Diskussion zeigte. Tis war für uns ehrend, gleich am eisten Abend eine stattliche Zahl unserer Abonnenten bei uns zu sehen und recht erfreulich, da 1.1 diese Veranstaltung uns weitere Treunde schenkte. Damen wie Herren folgten den vvcitvollen, in flüssigen, stets warmen Worten gebrachten Ausführungen der sehr gesehätztun KVierentin. die auf ’ erschiedene Anregung aus dem Zuhorerkreise. weitere Vortrage m Aussicht stellte. Auch von dieser Melle aus sagen w ir Traiilcin Silber m a n n uiisern Dank ftir diesen inhalireieheii Abend. Wir lassen nun ein Pesumc des Vortrages folgen- Die Erziehung der dem indischen Wohlfahrtsamt unterstellten Kinder ist privater Natur, nicht städtisch. Kinderärzte stellen den Muttern in besonderen Sprechstunden zur Verfügung. I.s ergeben 'ich Widerstande, bei der Hcliandluiig der Kleinen, weil die Mütter der modernen Triialirung schwer 'zugänglich sind. Die Bekämpfung der englischen Krankheit und der luherkulose finde! in städtischen Anstalten statt, da es indische I uherkulosenheime noch nicht gibt. ...Indische Hilfe für das indische Kind", eine Zweigorgauisatioii der Wohlfuhrtspilcgc. eie sich die Verschickung der erholungsbedürftigen Kinder zur Aufgabe stellt, weil sie in der Vcrschikkniig ein < ilied in der Kette zur T'rltieliligiing erblickt. Ls wird den Kindern Aufenthalt an der See. im t iebirge und auf dem Lande gewählt, l eider stellen noch nicht genügend l nteikunftsorte und Mittel zur \ erftigung, um allen Hcdiiritigcn gerecht werden zu!.nimen: z Zt. liegen etwa -1 <'«Hi Anträge vor. Weiter fuhrt die k'eduerin aus. dall nach dem I I Lebensjahre wenn das Kind die Schule verladt, und dem Arzte entzogen wird und sich dem Herufsleheii widmet, sich die Aufsicht über die körperliche l nt - v\ ickhmg sclivv ieriger gestaltet. Zur geistigen I orderuiig der Jugendlichen vermag die I amilie mehr ..u tun. aber leider versagt sie in den meisten l allen. v in diesen Kindern dav I Itemhaus etwas zu ei setzen und in ihnen die Hcziclumgr zu iluciii Juden tum wach zu halten, werden die indischen I este ge ineiusam geieiett. da solche I mdtticke hatte n bleiben. wodurch die liehe zur k'cligiou erhobt wird Ls wird besonders darauf Wert gelegt, dall bei Me scherimgeii. z. H. zu Chaiiukalia. die n schenke den Liter» imergeben werden, damit die Kinder mir diesen zu dunkeu, haben und ihnen alle.s He schämende erspart bleibt. Hei den Tcst-\eraiist.iltungen linden die Kinder liebevolle Bewirtung und heitere \b wcchslnng. Line grolle Sorge ist. wie man diesen Knulern. z. H. die Lrcitug- und Scdcrubciidc n.ihei Dringt, da die Litern sich oft nicht mehr niifruttcii koniieu. frohe Abende zu gestalten I s wird gLoilci Vv ert auf Verbesserung des Pcligioiis-I nterrichts und auf die \ erv ollst.iudigunider t les.uiillnlduiig geiegt. damit den Kindern die Zugehörigkeit zu den besseren I iesellsehaltsscliichteii ermöglicht wird. In der Auguststralle ist eine Beratungsstelle im alle I »erufsfragen eingerichtet. Auch den Madelchen wud Ktzt vielfach geraten. K.inflenli und llnudvv et ki r in reu zu werden. Dann geht die k’clcicntin mehl aut Mlgmimics über. Wer die lugend hat. hat die /ukiinll' Ne ral die liigcudhcheu nicht zu früh sich politisch betätigen zu lassen. Nur wer ihr Positives. Hegeisterndes gibt!i.11 ein k'eclit sie an sich zu ziehen Das I,nk ntnm bat in den letzten luhrcii die lügend gewonnen. Die I amilie hatte leider gänzlich versagt, und die < ic meinschaft muhte an ihre Melle treten Trautem S i I I) e r m a im betont, dall hier nicht von dem uor iiiulcii Tauulieukiude die Peile M sondern vom .heimloseii" Kinde, über das Pcf.crcutin bereits in der Zeitschrift ..Die indische I tau" gcsdir.ic beit hat. Selbst das k’eichs-lugend-W ohltahrtsgev11/ proklamiert als k'cchte des Kindes. korpcrliJic. gustrge und ggscllsdialtlichc liichtigke.it. I ie k'eduerin sdilol! um dun Hinweis aut die schon bestehenden M.ulcheiigrnppeii. l-esonikis im Norden und Zentrum w o die am I age tätigen Hingen Mädchen abends geinulliv.il ziis.iuuiieu kommen und so den t icf. ihren det Sti.ilte eiit/ogen wer dm Wir bitten innere t lnvlertel/abr»- Jtbonnenten, Öen netrau tUr da» mnelte Quartal gefl. elnmumenden. Der l'erlag. II