Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 13 (7.11.1925)
- Date
- 1925-11-07
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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"WIR INI) DIE ANDERN _\|ii li »in M illll l> ■ »rl \ mH Hynii j Vv HrCSli»1 ' ~~ _In 4.K i Irl /Ii li SimimiT ili-f Indischen I Mil" e~m stlm.il um Nriikel .. Ninisunitjsk.ln. r Ii *\ ki»tt und in- J.stlit >tllt-1lullt . der mitli /1: iolcciidcii /.eilen veraiilalit. die .einen ILitr.u /» dieser I race. durchaus ■iIh r ki iin- I nit-i emii'.' .ml ileii .iii;e/iiyeiiem-Ar4iKt4 ein Millen her helii nieste lind leidet hniifinstc fehler linst i e r /.eil In <1 la hck.iniiflii.li darin, da II wir alle hei —- ■niseif n Mnmt nselie n die kleinen and kleinsien I eilier heim rke n. aber v iel /u vv eiiin S e I h s i k r i I i k uheii. Wie stellt es mit dein iic scllschuithchcu Hovk>>Il. den gewisse Kreise Seelen indische Mitbtir.icr .nisiiheii. linden wir nielit in unserer .Milte litt .iljnlitlie /iisi.mde. -ibl es nielit in unseren Kreisen icnueciid l’ersuiien. die den Xndersedauhieteii als sturend cinplmdcii? <ieretlif. betrachtet, ist dieses I miniiidui aiitli ein ccscllschnithchcr Hovkntt. Hier .uillen wii einset/eti mit /ielhe w tiliter Arbeit, lind ..et.nie die I lall mit ihrem grobe re» und inteiisivei iiisee pr.oiteii I euieeliilil hat liier eine w eite Stätte hre-1 Wirksamkeit, imleiri sie m der Lr/ichumi uml im l iiu'.ni.,' erhöhten Wert daran! levjt. das reine Menseln iituin /ii wiirdi^e-n. ohne l ntersehied der I onlessiun has iudisehe Kind ui der Schule: dies lhcm.i intet allem smn mr einen caii/cn hisknssimisabeiid. i-.li will mieli daher iiioehclist kur/ fassen. Nielleicht!-t all elas l.eiel uml ehe /uruckset/unc'. ehe so maii- ‘ he s Kind ui seiner Schul/.eit erfahren muH. eine .ute >> e li ii I e i u r s | eben, es lernt schon liier zu ■.a 1111*fe ii. V e IUI aieh oft die kleine See le im I lällkefie » eie s Kaiii|iies /umrunde /II liehen droht, hie l*ai UatisUie Schule ist ccm il! erfreulich, ich habe abei elie I riahrunc gemacht, elalt ihre Hesueher im konfessionellen Kan:;)ie des | ebeiis oft versauen, im '. eieleish zu elei eii. die als ein kleines J laufehell sJion truli/e nie um ihre Sache kamtifeii lernten. Aie sieht es nun mit unserer I instelluiui zu. den verschiedenen I »ineeii eie s taclicheii Lebens; dürfen eit wnklieh alles uui unter dem < icsiclitspunktc be- 11av.Ilten, ob es 1.11 das luelentiim schädlich oder iiii't/.- i:Jl Wal oele I IS|. elurie II w ir SI> e coislisell sein, olllle labe i elas MuisJieiiliiin /,! vc/lct/cn? .Mit "iJum -e IIh a le’echt oelu I nreJit. mit dein wir (nach dem Artikel) unserer .Imiend die prachtiec (icsehiclitsschilderumi *1 rcilsehhcs voreiithalleii sollen, konnten wir sauen: /.um I annhäuser dürft ihr nicht liehen, denn Wagner war kein .ludenfreund. iMir dünkt, die deren (iesichts|>iiiikten eineeschät/t als danach wie sie sich /um Judentum stellt. Dürfen wir an einem christlichen Woliltäitekeitsfest nicht teiliiehmeii. weil es nicht dem Judentum /u Nutze kommt? .Mir ist von einem solchen (ieliciLi in der bihel nichts bekamt. daß wir nur uns selbst helfen sollen, dafür liest man aber im d. Much Möse, wenige \erse hinter dem (iebot der Nächstenliebe (Kap. l‘>. ers .Ml. man solle den frcnidliun lieben w ie sich selbst. ~ Im übriiieii bin ich natürlich der letzte, der die (ietaljren verkennt, welche uns vom Antisemitismus drohen: aller es ist immerhin nanz nut. auch einmal aiii eiiiene fehler zu achten, ehe man an die Abwehr anderer heramieht. Wir wollen etwas auf uns achten. nicht deshalb, dal! wir bei den Antisemiten keinen Anstoß errenen. dies wäre unwiirdii:. — sondern weil wir es uns selbst scluildin sind. — und denen, die nach uns kommen. — In dem Kampfe aber kann jeder, wie es auch in dem Artikel der voriiicu Nummer heißt, an seiner Stelle mithelfen. direkt und indirekt: direkt indem er Aufklärung iiiht über die Ansclmldiiiuiuieiic die immer wieder iieircn Juden und Judentum erhoben werden, und zwar nicht erst dann, wenn er darum neheten wird, sondern unaufgefordert. avrnressiv. wir brauchen nanz und nar mclit nur die (ieduldeten zu spielen, wir können auf unser Judentum stolz sein. aber dazu'müssen wir erst voll und nanz luden sein, ein h e i I i n e s Volk, das sieh seiner Pirol!,- daöurmh ImwoKt W ird. daß CS seine hohen Aufnaben erfüllt, und das nenne ich indirekt. I.s nibt noch mizählin viel mehr, was zu diesem son. indirekten Kampfe neliört. als das heute hier Anneiiihrte: vielleicht bietet sich ein anderes Mal (ielenenheit. darauf zurückzukommen. — Jedenfalls dürfen wir im Kampfe nenen andere nicht die Selbstkritik vemessen, mit der Meruinnn auf unsere •nrolle Yernannenheit haben wir noch laime kein /.eiinnis unserer einenen (irolle und K’echtlichkeit ibnelent! i BERDÄNliE Das I i Ih m i^i iekh aa solchen Nationen und >>hl di in. ilei die l ein rg.n.'ge />> meistern versteht > iei au bist heil biiuulet sieh die Mei sehheit illi All i ul im buh' iiluelk n vei i'tlieu >':mdig im liher- ..ii'cv/ii?iaial: mag eine Sm he ein /»stand. un W ese ii inkl: so beständig ersehener. W ie ott glaubte inan nieht stin.- W i h.iiiseh luune für > m "> e f ge- Iv stie't. abg» se111>isvi n uni V nies Situ neu Oller Iiaßbeheil Inges zu erkenne», ilat! das Weltbild l>e t / t . voll diese i \. alte aus „v sehen v e' ändert erseheint. N "Mibe ree eainien \lu alte Nnsehaiiunii. m neuem nngek.miiti m l.ielit ,'eiKt sieh aut einmal da- Wellbi\| n r e i n m a I ' Wohl kaum' Wie das Altsem nielit d.o- I os dis >n b/igi.1 s alle II ist. sondern eine' so/iis.ici ii sehk lein udi Krankheit, die uaeli lieim- I ehe' kaum v aliriu lunbare i Ai beit eines Morgens ihr Werk durch den Spiegel präsentiert: das Alter. Wohl gibt es Krett/.vvege und Krümmungen. wohl e.bt es hier einen Nadelstich und dort ein /ticken, und heut einen Krampi und morgen ein flimmern, doch was bedeutet dies alles im Lebenskampf, kaum eines ernsten Nachdenkens wert. I.s sind eben '. ehe i gänge. mit denen l ebendiges und Sachliches zu rechnen haben .... War nicht selbst, wie wir es ie t /. t überschauen, der I ebeig.mg vom Krieg /um frieden schwer, was uns Joch so leicht erschien, wie der Wandel vom peisonlich tiefsten Schmer/ /um höchsten (iltick. Ich glaube last, elaII unser Wesen gar nicht fähig w are. vom ILtthos des Leids /um < iipicl dgs f riedens und vier Iler/ei.sriihe /» gelangen ohne . . . I ebergang'. \ erlieft der geübte, unerschrockene Alpinist t (i