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Die jüdische Frau · 1925-09-22 · 10 (22.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
10 (22.9.1925)
Date
1925-09-22
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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JOTI KIPPl’R m AI/TKN JER11ÄLI1 Von Kr. 1.. I »> r TTTTTTu I >>g .li s Mi du;s I iscliri. - ist üTtT I mr Jcs Llires. I >i r!. di r heiligsten I iliiliHMs. dir Wii'.ii Jes «icistis mul des Herzens \• *r Kuli. 1 ►wtrri ,m Jumiii I.icV I'ifreit <intt die Inill- 11-r11ki >n1i von dir >iiiidv ui'd •:il>t ihr die liii'imiisclic Feinheit wieder. Iii~ilii «w r i.ilirliclicn \er- - ■ ■lii inie w u di 1111ill dei .^clioJiier die Heilsbotschaft, du er Muse tur iIm reuige Volk nit^c 14cl>c11 liütte. lene I »otsih.ilt. ilali er die \ ei suiidieime durch die MiisieH.inc' des eoidciiin K.1II»es »er/niie mul ihm du- * 11 sel/i st.ik hi /um /weiten .Mule ahcrcchc. I hi UedeutsuiiiMit des l>>,,, Kippur, stillt ihn muh liuiiir .i|s den S.ibh.itli. weil nn ihm nicht nur 1 de VV rikl.ilickcil um rl.mlu ist. solide in durch dus V erbot iles t lemisses'\ uii. Muise und I rank, sowie .Öler leidlichen Keipieiiihcliki it. die der Mc lisch ohne Schaden au sinn 1 tiesumlheit /u leiden, atii sich .lehiiien kann. I turdi das Niederhalten der Siiailiclii eit. ans welcher die Sunde entstellt, sowie durch das l nlerlasseii der Ai beit, weiche imserii Sinn mehr Huch .tniteil als nach innen richtet, sollen wir jene wahre Uiillierlicki it erreichen, w eiche die Heiligkeit des I uces mul das /u erstrebende Ziel der \ ersoliamic. erlordern. I he uns bewulU cew.ordene innere bilden die Weihe und die geistige I.rhehung des Vcrs. ihmmcsfestes. Ine I n trachiunceii dieses nur dein Heile unserer >eele cewiihteii I age s lolge 11 st Imsuchtic den l.rmneruncen am die grollen < iottesdieuste. mit denen, der lom kippn 1 nn allen leriisuicm begangen wurde, mul \«»n denen Inei die Pule sein soll. Iler 1 lohet',liste, muhte die Haiiplliaiidlimgin des < nittesdiviisii s \ errichten und sich in siebentägiger W eihe. lern um Maus und I amilie. in den iiaimii 11 di s I le iligliims^dazn \ orbereiteii. Mit dem iiahesten Mor.;enbecimi brachte er in golddnrchwirktm Kleidern das .Morceiiopier und \ errichtete den andern da/11 gehörigen I heust. Kann legte er 1 men emiacheii. werte ollen Anzug von Leinen an Mid-b,achte Nn sich und den g.in/en 1 ■’riesterst.tnun 1 men Mier /um Suudopier dar. um bei dem ersten Sundeiibekeuntnis tm die eigenen und seines Hauses V ei gehen auch det \ 1 rsimdicunc Arons /u gedenken. der aus Schwache dem Volke gegemtbcr. sich /in Auistuilinic iles goldenen Kalbes /.w Ingen lielh I ur das Volk brachte er dann zwei einander ganz ähnlich sehende /.lecegbocke.jwulilte durch das Los einen /um Suudopier und de.n andern Mir den Asasel. <deii bosi 11 Kamoiii aus. Nachdem er mm beim I landaiilli cen aut den Kofi des Stieres ein /weites Sundenbeheimtnis iur sich und den Priesters!,mim ..esprochei... schlachtete er den Kpferstier. Wahrend das Klm dieses 1Ipiers thissig erhalten wurde, t'iilke II eine goldene Pauclipiaiiiie mit Kohlen vom Altar. I etrat das erste Mal das -VUerheihgst-c und den!i insii-n Weihrauch .1 ui die Kohlen streuend, stellte er die. Iiauchptanne / w iselien.die Stangen der Hunde Made. beim /weiten Ileihetun! an der leer gebliehiiuii Stelle, und sprach ein kurzes liebet iur das lull des Kommenden lalires. Kami holte er das Kliit des t Ipterstieis. betrat /um /weilen Mal das Klei heiligste, und sprengte mit dem Klute einmal nach oben und siebenmal nach unten. I r schlachtete nun das 11 sie H>>cklein, als das I Ipier des \ olkes. bc- K a h 11. Ki in. Mat /um dritten Mal das Allerheiligste mit dem Klute desselben und \ erfuhr ebenso, dann wiederholte er zweimal dieselben Sprengungen im Hechal an dem \ orhaii'c des AII>-rIiei!>gste,i. und nun mischte er das Klut beider i Ipier. sprengte damit die vier Leketi dys ',f■ *li11 * 11 11—*V11,11'* s und aut dessen I Matte, um damit die Schuld der Priester und des \olkes /u sühnen, wenn durch sie aus Versehen eine 1 nmolii V erunreinigungl im Lauic des .lalires in diese heiligen k'.iinne gekommen sein sollte. Hie Hände aui den Kopf des. noch lebenden andern Kiickleins legend, sprach er daiiei das Siindenbekeimtiiis fiir das Volk, und betete: daU der Lwige. I neriorsclihciie alle i ehltritte. V ergehen und V erbrechen Israels' \cr/eihcii und die Peile des Volkes gnädig auii.ehmen möge. Jedesmal sprach der Hohepriester den Namen des Herrn an diesem läge mit lauter Stimme so wie er geschrieben wird, und das anbetende Volk stürzte in tieter Verehrung zur Lrde. wenn cs diesen unaussprechlichen Namen aus dem Munde des I lolieitpriesters vernahm. Kieser schickte dann das zweite Opfer iur das Volk in die Wiiste hinaus, wo es von einem I eisen in die liefe itinabgestürzt winde. ___1- "Nach diesen V erriclittnigen legte der Hohepriester die goldverzierten Kleider an. las dem versammelten Volke die* an i die leier des Tages be- /ügiieheu Stellen aus der.Thora vor. brachte die < ianzopfer. bestellend aus einem Widder für sieb, und einem W idder liebst sieben Lummern für dus Volk, und dazu einen andern Siindciinpicrbock. welcher am Abend von den Priestern verzehrt wurde. ferner die Zucabcopfcr wie am Neujahrsfeste, und' lieh die beiden Süudopfcr fiir sieh und das V olk aubcrhalb der Stadt verbrennen. Lr legte dann zum /.weiten Male ein anderes, nicht mindcY kostbares leinenes (iewand an und holte mm die Pauclipfaimc aus dem Allerheiligsten. Kiese beiden leinenen Anzüge wurden weggelegt und nicht wieder gehranelit. Zum dritten Mal legte der llohe)»riester die goldenen Kleide r an. um den gewöhnlichen I agesgottesdienst /» vollenden. Hei jedem Wechsel der Anzüge muhte ir sieh baden, vor und nach dem Made Hände und l ulle waschen. Nach glücklich vollendetem l ag, an welchem in den Zeiten der (innde durch manche Wunder sichtbar geworden, dal! (i«»tt die Peile- und Kiilioptcr des Volkes günstig aufgeiiommeii habe, begleitete das fröhlich beweine Volk eleu Obcrpriester nach seinem Hause. Her OhcrpricstiT. als V ermittler des Volkes vor < iott. im (iewande der Peinlich, ohne jeden irdischen .-'chimick. vvar das Kild der alles Sinnliche abstrei- •'eiiden Seel,,. Ilmi naeliziieiferu und so die (iottnälie /u erlangen war das Ziel jedes Israeliten. I nd liier P itt uns. trotz aller t »pfergebrauclie. die iur uns viel Heiremdlieiies und Heiduisglies haben. — das rcin-menschliclic des Jom Kippur klar entgegen. Kein Hohen, dem Hohepriester naciistrebcn. das ist das Ziel, jedem Juden gesetzt. Hier Imrt sogar der I nterscliied der Keselilieliter auf. Ob Mann ob Weil», das hohe Ziel zu erreichen. Mott naher zu hunmeii. reiner zu werden in Taten und Medankcn bleibt dem Menschen Vorbehalten. Mn;e jeder Jom Kippur uns diesem hohen Ziele naher bringen! Kraft mul iln tu u Slmvu*4rr—hhM ioit zu rnihrrnr \ 2

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