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Die jüdische Frau · 1925-09-08 · 9 (8.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
9 (8.9.1925)
Date
1925-09-08
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Ar« ALLKH WELT -W. Vnrif ilwluiim dH JIMKW Frauenbünde». .Merlin. I »er < lesumtvorst and des Jüdischen Frjui n h u n d e ' wird am *> und t. >Cptember d. J in konigs- I«I< i l'i.. eine l.iguric aiihilun. Aus dein Programm sind lie i s ur/ulielieii. ein Rclerjt der Frau ."ainuel-Klherfeld. aber i >rtsgriippeiiprop.tg.i»da ei-i Referat der brau Wever-Marea'd. Merlin über .Neue VV esc der Altershilfc". der brau c.,em. Kr einer-Muiu hen. über ..< lememseh.iltsbewulltsein" usw. I rt Meriba Papptnl'eim Frankfurt a M wird einen ofient- 'vben Vortrag über . Fraucufragen in (|sl und West" hallen. Die drille konteren/ der Weltorganisation /loniMischcr k rauen geschlossen. W ieti Ibe am 21. August I**2$ in \N len ernffnete »ii nie K milereii/ der \\ ellorgamsutioii zionistischer brauen IWI/iii wurde am 2r>. August abend' beendet, brau >iell- Maiichester berichtete über die latigkeit m den englischst» lebenden I.andern. I rau A. Here/ton über Kanada, brau Ji’i.uliüg über Australien, b r 1. Meehner-l.iuidiin über die lalle-, keil m den europäischen l.andwrtt. brau I >r. Channati Meisel- '»ebuebat. die I eitern, der l.ebriarm Nahalal m Palästina. über die Arbeit in l'alastma. I >en Finanzbericht erstattete brau 1 »i. Wera \\ ei/mann-l.niidnn. An der Debatte beteiligte» sieh I tau Menrielte "/nld-New Vork. die Leiterin der -""><> zimii- •tisebe I lauen umlassenden irgamsatin» Madassah. ferner > iau l'r I bnn-l'alastiiia. brt. I ischmaim uiid brau Mussei als V eiiretermiieu'der-organisierten Arbeiterinnen Palästinas und I iau Mr. >chur-l.ib,m. ibe I»eneraldcbattc sehloü mit der. Erteilung eines Ahsolutoriums an die abtretende Executive. I iau Moodmaim releriertc im Namen der Executive über liean/ir'e der Matuten brau Anilin .Muller-Coheu über l’riw p.ig.inda. (iau Erna P.it.ik über Ch.ilu/tm-Fursorge. brau 1 »r. \\ i i/mauu legte das Hudgit lur die nächsten 2 Jahre für beuits bi stehende Institutionell \nr: das IJudgct sieht lur lau- I. -nde Ausgaben .hi.nim Pi. wu. I.s wurden MjUnahmcn lur die Erweiterung der Propaganda durch bdiaffung mui Propaganda- Zentralen m I midiin. Merlin. Wien und Warschau getroffen. I eber Antrag der palästinensischen \ ertretermneii w urde besiblossen den M. Ziomstenkongrell nui/utnrdern. b^ir _yollsi.indiei 1idibeaicbtieoncder brauen eiii/ulreieli. In die Executive wurden gewähltbrau bdith b.der. Rn- II. .-P.I iioodm.in Henriette Irvseil. Rebekka Niell Mr. Wer.: " ei/munn alle in I.■ -udon. Mas Präsidium der I .igung bjl- « eten die M.nnen I imidinanii. >ieit. Mr. Wei/maiin. Meshner und Mr. Wechsler. klndcrlagcsknlonle der lies „DSb“ In Herlin-Orbnewald. Met bn II I Al Ibe i leselKcbait lur t iesundheitsschut/ iliT" luden ..» M unterhielt in den Monaten lull und August d I ui Merliu.-i irunew ald eine KiiideituKesknlnnic. b" Kinder im Alter von r> Ins N lahren aus den ärmsten indischen F.imil.eii im No,den Merlins hielten sich tagsüber unter p.id.igogisclur und ärztlicher Aulsicht .ml dem (irundsttick der Svn.i- .."gengeiiiemde > irunew ald aut. wo sie bporl und Freiübungen betrieben und dreimal täglich Mahlzeiten erhalten haben. Mie ar/tliche Knntrollkoinmissioil hat fesigesieHt. dalL sich alle Kindel 'ihr erholt und an I uw i.cht zugennmmen haben. Mie i u w ichts/unahme schwankt soll mindestens 2 bis höchstens io Pliind. Met cule Frlolg dieser Kolonie hat die lies. t »I bewogen. eine neue Kolonie lur Kinder un Aller soll t bis n Iahten am 2o August /u erottnen. W eten un/uretclieiider Mitte-I konnten abi r nur Kinder auleenommen werden Die indische Vertretung aui dem ..kongrett lur das Klad". Mini (I I Ar Am 2-1. August w ui de in (lenl in Anwesenheit \on mehreren hundert Delegierteil der Regierungen i.nd Kmderschut/orca nis.it Ionen der erste allgemeine Knngreli tut Kinderschut/ crotinet Mehrere indische < rgains.ilioneii aus s e, Schnell ne n I anditii sind aut dun knngreli sertreten. so die Jüdische W elthillskoiilerenz durch t leneral'ekretar I lioikia Prot Mas Lisiei. Mr Z I louikiu. / Abctson. Mrenner. Mi Peker I.lebenhall K at/enbocen. Mr. I es m. Mr. Schilluiaun und Ihrrnleld. die Agud.is lismel-W eltorganisation ilurdi '»alle tiinigmheim und Mr Weilt, der Jud. I raiienbutid durch Mittha l’ap.'i ijlienn. lernet waren sertefetl die Jud I r.iurnlicn und die KinderlurSoice m I ncaTii Prol. lasier Abctson and I>i I iiunkin hielten K’eleiate. Mein l.urenpras diuiit de» Kmiciesses cehören an t iberrabbmer surr I rankteuh Israel I ist. Prot M bimonseii-hupenhacen und Mr. breiinan-Kanada I hl indischen A er Inter hielten eine cemcms.ime Priatunw ab rn weichet ein cemeiiisames \o,gelten in brauen du die nidi'clu Kmdeilursorcc berühren, beschlossen wurde. Jidlsche» im Rundfunk. Line Anregung der Jud.-liberalcn Zeitung. Merlin. Mie Jüdische Tclcgrjphcn Agentur hat seinerzeit si,n der ersten jüdischen Rundiunkpredigt berichtet. die. soii Herrn .Rabbiner Mr. Caesar .Seligrnunn. brjnkiurt j. M sor dem brankiurter >cnder gehalten wurde. Ihe .. ludische-liherale Zeitung" bedauert es. daü diese Predigt nur ein einmaliges b.reigms geblieben ist. ihe Zeitung schreibt: Am Mittwoch, den 2ti. August, brachte das Waghalter i.tuattett im Abendprogramm des Merlmer Rundfunks ein Mreichuuurtett über hebräische Melodien von Paul b'rtel (..Hebraikott") zu (iehor, das aui alle Hörer den tiefsten Eindruck hersorgerulcn haben dtrrlte. Mei dieser < ielegenheit darf wohl ein Wunsch ausgesprochen werden, /u dessen \ erw irklichung sich die Kundfunkgesellschaftcii nötigenfalls mit derb PreuUischen Landesserhand jüdischer (iemeinden in Aerbindung setzen konnten. Allsonntaglich findet Ln dem Programm der s crschicdencn bendegesellschaiten eine religiöse beierstunde statt. Hierbei wechselt zumeist ein liebet oder cm religiöser (ies.mg mit iiner Predigt ab. die immer von evangelischen Pfarrer» gehalten wird. Ihe Zeitung schlicht. Zahlreiche Rundiunkhorer. nicht mir solche jüdischer Konfession wurden es sicherlich dankbar begruben, wenn der Rundfunk eine gleiche I eierst linde am breilagabend verbreiten würde, bei der indische (icsangc und ticbcte mit einer kurzen Ansprache eines Rabbiners abzuw ediselii hatte. Vertreter der drei Religionsgemeinschaften über Rasse und Religion. W ien, Mer Central - V erein deutscher Staatsbürger indischen (ilauhens hat Vertreter der drei Religionsgemeinschaften m Deutschland eingeladeii. sich über Rasse lind Religion zu aulteru. Aus den eingegaiigenen ausführlichen Antworten ist zu entnehmen: bricdrich .Muckermaun. >. .1. schreibt u. a.: . Eine zu starke V erquickimg von Rciigion_iiild Rasse kommt etiter HefuhwttfiligtttTg der Religion gleich. Sie wird dadurch aus ihrem geistigen Hereiche in das mehr Körperliche verlegt, aus dem mächtigen Verstände m das ohnmächtige (ieitihl. ins dem klaren <leiste in den unklaren Instinkt, aus der Welt des Willens in die der Triebe, l'chcrzcugungcn werden zu Fanatismen. und die Mottheit des W eltalls und aller .Menschen zum Nationalgott. eine Vcrgot/jtig. die im (irunde genommen aui der gleichen Stufe stein wie der Fetischismus irgend eines wilden Stammes . . . Je tiefer ein Volk von der Hohe der geistigen Kultur hcrnhsmkt. umso mehr ist es den Instinkten anheim gegeben, und umsomehr iolgt es den unmittelbaren i Wallungen des Hluics. Forderung der Kultur muh es bleiben, sich über diese Instinkte zu erbeben." Prot. Mr. Friedrich Niedergull (Marburg) schreibt: Es ist ein L »recht, vom christliche» Moden aus im Namen des Christentums Rassenstolz und RusscnhnU zu hegen t’lld zu pflegen. b> ist uichis weniger, als ein Ruckfall in die Vielgötterei und in die Stoii-und Naturv erehrung ... Mas Christentum. aus einer Rasse herv orgcguugeil. hat die R.fs.e überwunden und geilt m alle Rassen ein." Rabbiner Mr. Escheibacher tDüsseldorf! schreibt: ,.lm Mewuhisein unserer tiegenwar', wirkt die loee der Rasse als ein Element der Revolution, als ein Protest gegen die geheiligte Verkündigung von der (ileichheit aller Menschen, als eine dr illende Frage an alles, was die Religion Ins igtzi verkundet hat . . . Mie l'nierscheidung von Edelrasse und gelinge Rasse ... ist ein irevelhufter Hochmut der Kinder der angeblich erwählten Edelrasse. Hier ist der Punkt, an dem unsere indische Religion un entschiedensten (iegensatz zu allen modernen R.i»selehre» steht . . . I nleugbar. mehr noch, überwältigend. ist die Verschiedenheit in der Menschheit. Nirgends i'eielilieit. überall Charakter. Indiv idu.iliiat und Trennung . . . aber uher dieser zerrissenen Weltgeschichte wjltet der ewige einzige Mott, und alles, was '!ch letzt feindlich gegenuberstiht. wird seinen Frieden finden in der Einheit des tiottesteiches." Der Wirbelslurm In Holland. I iuiiklurt a M. (I. I. A I Wie ..Israelit" aus Holland iiiclili I hat der VV irbelsturln. der verhee/ynd den östlichen I eil Hollands heimsuchte, in dem Madtcheii Morciilo. das eilte Komme indische. K, I .nnilieii zahlende Ticmemde besitzt, die i.id, >chule und die lud Hauser vernichtet. Viele )ud. Evlsien/en wurde» gänzlich ruiniert.

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