Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 8 (22.8.1925)
- Date
- 1925-08-22
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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0 I Uirchsuchmiben iand man schlielilich auch die Ver liaiiil-nrKiimli an* li in 1.1hib-ll{ I O " ( >- iiieinderalibmer mullicn.die hebräische l rkim ie. die in dreiiacher AusiertibUiib \nr!i.inden war. mul zw..r in „'elieinnen Paumcii. 'ubersety.cu. hie dritte Ausfertibunb wurde einem des ihebräischen nur wenn; Kundigen Christen zur l chet>etzuiib ubertruben. Immerhin siimmteii die l ebcrsc-tzunecn ziemlich überein. und die Lranhiurler Iv’atsherren erklärten, die Harmlosigkeit der l rkunde maeiie jede weitere l ntersuchuiib libcrflussib. Aber die Kaiserlidie kninmissimi wollte nicht hlanhert dastehen-und zimmerte eine Anklage zusammen. Ls wurde eine bintie Anzahl von .luden aus den \ersdiiedeiisten I eilen heutsdilands vor das geistliche (icricht nach Ma±pz zitiert, wo die umfassendsten \ erhole mit ihnen unbestellt wurden, (ianzc Aklenhiindel von Protokollen dariiher sind noch vorhanden. Schlielllich muhte von jeder Anklage Ahstaud benommen werden. Der deutsche Studenlentau uegen Prof. I.essim>. lierliu ( I. I. A.> Nach uiehrt;ibibeu \ crhandlunben ist der Deutsche Mudententab am 5. Aubtist beschlossen worden. Die bcniällibtcn studentischen (•nippen haben sich, wie bereits mitbcteilt. von der labiinb dieser reaktionär einbestellten Körperschaft leriibehaiten. In der letzten Sitzmur nahm das Ptc^~ nuni des Mudeiitentabes eine Pesolution au. in der der Kampf der Studentenschaft Hannover beben Professor hessinb bchillibt wird. Der Vorsitzende des vom Preullischeii Kultusminister zvvaiibsvveise aufbelosten Kamptaiisschiisses der Studentenschaft Hannover durfte, ohne dal! er Delebierter zum Studententab war. eine einstiindibe Hetzrede beben' Prof, l.cssiiib halten und die Drohmib atissprecheii. uah die iiannoverscheStudeipenschaft beben l.essinb tätlich vorbehen werde, wenn er seine \orlcsiniben wieder aiitnimmt. Die l.osunb der I rabe. ob nur die arisch-völkischen Studentenschaften Deutsch- Oesterreichs oder alle Studierenden deutsch-österreichischer Staatsanbehoriber der ..Deutschen Studentenschaft" aiibchoren sollen, wurde vertabt. (iebete in den jüdischen (iotteshäuseru. Ilukarest (.1. I . A.) In den Svnab"ben von lassv fanden am II. Aubtist abends. < iottesdienste und (iebete für die Heendfbuiib der antisemitischen Ausschreituiiben statt, Ls wurde auch das (iebet besprochen, (iott mobe die .ludeiibebiier erleuchten. Soeben verlautet, dal! die Hchorden die feierliche l aufe von I5n Kindern in l'ocsaui. die den Namen Codreanus fuhren sollten, imtersabt hat. Der Ministerrat ersuchte das l'uterrichtsmiuisterium. dieieniben Schiller, die sich an antisemitischen l intrieheil beteilibten. uusz.usehliellcii. I'crncr wird mitbeteilt: das l nlerrichlsmiiiisieriinn bcschloli. sämtliche Lehrer, die kuuftibhin au anti.iudischen Ausschreitunben teihiehmen. für immer aus dem Dienste zu entfernen. Die Sicherheit des /ionistenkoiiKresses. Wien (I. I. A.) Wie der I. I. A.-Vertreter an niallbebender Stelle erfahrt, haben sich alle (leruchte über bchcime Plane der Iluheiikretizler. den /.ionistenkonbreL! zu stören, als unwahr erwiesen. I ur die Sicherheit des Koiibie.s.ses sind alle Mallnahmen betroffen. __.Aerjudutm" Huiltums: I lerhn > I. I. A.t Wie schon inithv teilt. haben du linwoh.ner und Hotelbesitzer der. NotdseeuiM 1 I »orkuni ui einer \ et sanunlmib beschlösse u. sich beben ehe völkischen l mtriebe und besonders beben die Hetze des Pastors Mimehiiie ver zu wehren. Dieser Heschlul! wurde von de f völkischen Presse mit llesturzmib .unbenommen. Die deiitschnatioii.ile ..Kreuzzeituiib" ’ schreibt: ..>clionseit mehreren Lihreii versuchen die luden, auch m Horkmü I ul! zu fasse,, und diese Insel in ein ..Notdsee-leiusale m' zu verwandeln, wie es bereits auf Nordernev be schellen ist . . . Iloikum ist wieder einmal in Oe fahr, seinen buten Pul als von echtem deutschen (leist beseelte Insel zu v erbeten." Die ..Deutsche /.eitinib— schreibt: ..Wirklich, das Herz wird einem bitter, wenn man sieht.-wie man-v et sucht, den völkischen (icduiikeii in IWkimi zu verwässern . Man hat in einzelnen Ahendinite rhaltuiibc ii vollkommen jüdischen D'trieb ciiibefuhrt die lauzieste stehen unter l.eilmib eines t-vpisch indischen I anzlehrers . Der'Nil der Musik ( I.tzz-Hnnd) und des l.mzes ist vollkommen indisch . . . Kurz allüberall auf Horkuni dranbt der jüdische 1 feist an. die OberHache des besellscliaftlicheu Lebens und die Hadcbuste halten stilleV I udendorfl in Schiieidcmühi. licilin <1. I. A I Die besamte deiiinkratisi he Presse Deutschlands auliert sich mit I mporuiib via mber. dal! (jeiieral I udeiidorli. dessen Polenpolitik im Kriebe zu einem brohen I eil das I leinl der dein sehen Optanten verschuldet hat. jetzt nach -schneide iiiulil bekommen ist mu dort völkisch-antisemitische Abitation zu betreiben. (ieneral l.udeiuloril hat anüeihalb des I abets an versammelte Optanten eine Iv’ede behalten, m der er scharfe Angriffe beben die von den Deutsclm.itionaleii beherrschte Peichsrebieruiib und ihre bekanntlich von dein Pcichsprusidciitcii Hindenburb be - bi11 ijbte Politik erhob. Der (ieneral sacte u. a : ..Die Harniats erhalten ( fehl, der I eind erhalt < leid, die deutsche Wirtschaft leistet den luden I rondieiiste. aber Mir Martvrer deutschen Hintes und deutschen \ulkstmiis fehlt das (jeld . . . Anstelle der schwarziot-boldeiieii (iew altherrschatt der luden und einer die Pehbiou milibraucheiideii iiohtischeii Macht hat die Ilerrschait des \olkes oder die Herrschaft lur das Volk zu treten." I iidendorffs Kal der „Auskammiinb des jungen Judentums". Herlin (I. I. A > A,us den im ..Werk des l nte rsuclmiibsaussclnisse s soeben v eroffeiilhcIlten Aiifzeichnuiibeii des iruhereii Staatssekretärs Paul v. IImtze. ist bekanntlich zu ersehen, dal! m dei elenkw urdiben Kronratssitztin" des 1-1. Aiihust l'<ls die von Wilhelm II. emberufen war. um eine unbescliminkte Hilauz des KriebesVu ziehen, (ieneral Ludendorff den Pat beheben hat . I rsatz Auskaiuuuuib. mehr I lerunziehuiib des noch freien um - ben Judentums". In vier v_ V -/.citunh fuhrt Dr. h(lliis " 'liliolz .ius. wenn sich l.udendoMl etwas mit -Matistik beschattibt hatte, was man von einem Mann, der an der Nutze des deutschen Heeres stand, hatte erwarten müssen. inuHte ihm bekannt seir.-d.ill brülle l ntersclnede m der Altersbliederuiib der deutsch-.uidischen Hevolkeruuh und der tiesamtbc- I)