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Die jüdische Frau · 1925-08-07 · 7 (7.8.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
7 (7.8.1925)
Date
1925-08-07
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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iibcrmorwi zuruekkommt. l ud gleich hat Me 's schiefe Scliaiiettch»- rnh.-re>,»riiti-n mit d. r lii dikh~ vv jeder spinnefeind ist. I nd sie hat vtc-saiit. die I ran I »okter mul! ihr die Llire vreben und iiliermore'en ein I ahellen Kaffee mit ihr trinken, das war auch bestimmt der letzte XX misch. den sic ansdie Tran I »okter luitt. I nd sie hat gleich vorn Monats-ccld genommen. das ieh ihr gebracht hab' und ist zn Siebei t ruber. nm Kaffee zn holen. von der besten Sorte ' » l>ie Stnb der alten Herz war testlieh geschmückt, laue < iuirlande von Tanneiiirrhn mit roten I*apieridsett umgab die I hr. Hoch oben sali ein Schild mit der Aufschrift: ..Willkommen tapferer Kriorer!“ Ls pallte nicht so recht ani den vorliegende» 1'all. aber es machte doch einen sehr feierlichen Lindruck, her Kaufmann hatte es auf die Papierrosen ..zugegeben". er konnte es so wie so nicht mehr verwenden. da es ein altes ..Dessin" war. Zwei rote und zwei blaue lassen standen auf einem weihen .. I nicl Mich", wie Posehe.il sich ausdriickte. und es -gab sogar Kaffeelöffel, her Kaffee stand fertig auf dem kleinen hielt und nur der Kuchen fehlte noch, den brachte der Lhrengast erst mit. has schiefe Sclianeltchen stand vor der I hr und wartete auf I rau hr. Stern. Aber nicht Sehnsucht hatte sie aut diesen Wachtposten gestellt O nein, sie hatte andere (iriinde. Wenn ihr der Kaffee schmecken sollte, muhte sie erst ihre Seele durch die Mitteilung einiger hinge entlasten, von denen sie drinnen nicht gut sprechen konnte, .her Llirencast inulite erfahren, was tiir eine Seele von Mensch, sie. das Schanettclien war. da sie sich trotz der bitteren l eiudschaft w egen der schwarzen Schurze hcrablieH. dieses Pc't der W iederkehr mitzufeiern. ..Ich tu Hier iä Zwang an", sagte sie. und sie bildete sich sogar wirklich ein. es zu tun. haiiu muhte mau darauf aufmerksam machen dal! das Tafeltuch früher einmal auf nicht ganz reelle Weise ins Maus gekommen. ..has weil! die ganze Stadt, aber wer wird über so was sprechenV" Als ihr das Warten zu langvveilig wurde, ent'dilolt sie sieh, der I rau Doktor entgegen zu gehen. ...Merkvv nrdig von die feinen I.eilte, dal! sie-|j,.ie können pünktlich sein", sagte sie ärgerlich vor srnli hin. denn sie hatte Kaifeedurst. Der Ileimgekehrte sali indessen drinnen auf dein Sofa, ein Platz, der ihm sonst versagt war, da er die '..Sprungfedern" zu sehr beschwerte. Tr rauchte seine Pfeife, aber sie wollte ihm nicht recht sclnnek- Keii. immer hatte er was darin lierimizustucheMi. Schwere Palten bedeckten seine sonst so klare Stirn. Moschen hockte im Lehnstuhl am Lenster und sah Muels Sachen nach. ..Alles v et dreckt und verlumpt" behauptete sie. aber sie fand mir. dal! zwei Knopfe abgerissen waren. .Icdo Minute klopfte sie ans Lenster und rief dem Schanettcheii zu: ..Kommt se noch immer nit?" Ls hn^eine frostige Siimmung über nlennklciiieii K’aum. ..W'eilite Mosche, ein I äliehe konnten n.er eigentlich schon trinken", meinte Muel vom Sofa her ..Was Dir einfallt! Lh dal! sie da is. koim wir nit trinken. Wem verdankste, dal! hu vvidder hier bist?" ..Nun was schad ich ihr damit, wenn ich ein lallchcn Kaffee trink', bevor se kommt?" I.s hatte sielt den ganzen I ag über schon wieder viel < troll bei Moschen angesammelt, aber sie hatte sich znsaiiimeiigeiionnneti. letzte konnte sie ihn nicht langer zuruckhalteit. , / ..Vis geändert im \sy|| hi iselbi- < tn-rs. Inii-idblste gel'lieben. der hu warst ' ..Was soll ich tuet auch iioeh'anilcrn. n Mann von achtimdstebzig Iaht ..Siebemtndsiebzig 'J hu machst Dir w ieder ’n Jahr alter.“ ..Ich Inn achtmnlsieb/ic. ich mul» .'s doch wissen. mc habens doch genau aufgeschrieben un Asvl." ..hu vv ilht Dir blol!-erol! tun mit hem hohes Alter. Als ob das schon was war: 7\ Mein <iro|tv ater selig ist geworden »7 " ..Iiii Ileim is einer gewesen, der war *>> ..Immer iimllle doch 's letzte Wort haben." ..Nee Mosche, ’s letzte Wort das gehört Ihr schon unberufen seit fufzig laltr." ..Was mir? Mast hu nur überhaupt nur einmal zu Wort kommen lassen? Was hab ich schon von Dir gehabt in mein ganzes Leben? Nur Xe rge r XX as haste liier denn gemacht m hcin ganzes I eben * Nu, >org. Ileibt das n I heiuann. was he 1>»r nur ge wesen bist? I n ich.‘was hab ich getan for hir " klt hab Ihr in Stand gehalten un hab nur -geplagt tor Dir bei lau un bei Nacht. ha. nah dir Dein Knopp selber an. XX as soll ich ittcr noch plagen tor Mann der kein h.inkb.irkeit tut kennt ''" Damit wart sie ihm die Jacke zu. an der sie soeben die Knopfe fesigenahl hatte. ..W er .irc'ert n andern mein", sagte Muel >ulng. ..hu mir oder icItM »ir? Das is de I t ag " ..Auf Mutseh Me n lall ich liier mt ein. dazu bin ich z i alt." ..Das is doch kein Mat-wl. das is doch ne klare Sach', das is doch so klar wie . . wie . Wahrend Muel nach einem X et gleich suchte u hob sieh Moschen schvv erfalhg aus ihrem Sessel und ging nach dem festlich gedeckten lisch hinüber .Was stell ich mein' beste lassen auf mem-brst I afeltuch? Wofür? Aber es is noch/--it hot! Dank, 's is noch Zeit." Damit räumte sie die Sachen bei Seite. ..hott Mosche, mt sei doch vernunftig . . ..Was sagste. vernünftig soll ich sein'* Du sagst das. n Mann wie Du?! Steh auf aus der.Sofaeck. Leut wie Du. brauchen auf kein Sofa zu sit/vti Vernünftig soll ich sein. Lud dal! he liier s,,|o,t die Pfeil heiseit tust I ein wie hu branvlien mt zu rauchen \Xcmi ich nm könnt de huirlaiid t un it , kriegen un ’s Schild. hutum hat nur iiii sun alle' u ran gesetzt, um vlen XL,,,,, vvidder ziiiiickzubinigi -i aus de Lreinde in sein eigenes Heim iiii bei sc,,,' eigene I rau. dal! er liier .tut sagt. kI, soll veinimtte: sein." Ochlul! ,o|g, i >11 Bil L Al TI X ui M. August tciett die Wiener XX ahrheit". österreichische XX «»v'hc nscIirtft Mir indische Int , essen, das l est des -to,ahngen Mestattde' < te grttn v>et winde diese Zeitung von < »berkantor täkob l.ativi als I aeliblatt welches -ich speziell mit der inneren Xngele gcnheitvn de r >ud,sehen > lettteinde» der ehemalige n oste rreiclnse h-unga tischen Monarchie be scliaitigte und v>>i allem den X >>r gangen m vier Wiener israelitischen Kultuscemunde ihr Augen merk widmete, hoch allmählich wuchs der Aul eabetikreis dieses P.luttes über diesen engen Malmten hinaus und wurde, als der bekannte Io,ir,,allst Lud r 7

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