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Die jüdische Frau · 1925-07-22 · 6 (22.7.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
6 (22.7.1925)
Date
1925-07-22
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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I ,,Die Diskussion“ W tim' .ukV die i*iUcmlcn •Vii'.hiluiiiiec» uiimtii ^iimciiU-ii iiiwlii cm'.prn.lu'ti. «tl.cn wir d«>>.ti in «.kr ,.l *isl u«>*n<n" '«.d«.- NUininiv huren lassen. I»ic >e>ir>tlkmnie Zu Ihrem I hskiissionsthcma mochte ich tol«endes sa«en: Seit \ icrzelm Jahren lebe ich in einer Mischehe und kann mir kaum denken, daß ich mit einer Jüdin hatte glücklicher werden können. Allerdings werden hei uns nur keine I >o«iiien heohachtet. und ist der l all im (ianzen wohl dadurch einfacher, da unsere I he kinderlos blieb. i »r. Trvvin S.Köln. Ihr Thema „Mischehe" interessiert mich, denn ich lebe in einer solchen, ohne dali es zwischen mir und meinem Manne jemals durch die Verschiedenheit unserer Konfession zu Mißverständnissen gekommen wäre. Allerdings sind wir beide, bevor wir unsere The ein«in«cn. aus jeder Koniessiouseemeinsehait aiis«cscliieden. Insere beiden Kinder. Sohn und Tochter, wurden dcmzuiol«e I Mssidenten. und es bleibt ihnen überlassen, wenn sie erwachsen, ob sie der jüdischen oder christlichen h!cli«ions«emeinsehaft beitreten wollen. Wie hielten diese Basis für unsere The für die beste. Trau (iertrud W . . .. Koblenz. „Die Tribüne der Frau“ Trau l.ouise k.. Berlin-Friedenau. Ich halte es für eine - Pflicht und schone Aufgabe. Ihnen auf Ihre Anfrage eingehend zu antworten. Ich treue mich, daß Sie hierzu < icle«enheit «eben, denn Ihre Anfrage beweist. d;iß Sie sich dem l>rän«en Ihres Kindes nicht mehr entziehen, den richti«en W e« also schon ein«eschla«en haben, den ohne Bedenken zu T.nde «eben ich Ihnen aufs wärmste aurateu mochte. Bisher haben Sie den Treita«-Abeud nicht «ehallpu. und Ihre (irunde sind verständlich. Nun aber v er hm «t Ihr Kind danach, und damit ändert sich .«lies! Sie dürfen ihm diesen Wunsch nicht unerfüllt lassen, denn er lie«t tiefer, viel tiefer. a.K alle anderen Wünsche, die das Kind schon hatte, und die Sie sicherlich doch meistens erfüllten. W arum nun «rade diesen nicht, vv eun«leich er auch, das ist nicht /u verkennen, «rohe Opfer von Ihnen und Ihrem < latten fordert V \ ersetzen Sie sich in das Innere Ihres Kindes, in die Situation, in der es sich befindet nud die für einen Trw achsenen schon peinvoll wäre. Wieviel schwerer hat ein Kind daran zu leiden; In der Schule wird die h’elkion. die l iebe zur iv>eli«iou den Kindern ms Iler/, «epil.ui/t. der Lehret riilimt und malt in leuchtenden Farben aus das häusliche kitual. die Treita«-Abende. und er findet bei den meisten Kindern Kesonanz. Nicht bei Ihren; hm«en. Tr stellt abseits, kann sich nur fraceii: ..W., nun «eben meine Titern mir dies nicht V" l nd es entsteht ein Zwiespalt iiervor«erufen durch die ' erschiedeuarti«e reli«iose l.r/iehuu« in Schule und Maus.;iii dem ein empfindsames Kuidcr«cmut so leicht Schaden nimmt! Wollen Sie die \ erantvv <«rtun« tra«en .' Sie wollen es sicher nicht. Ihre Anira«e zei«t ja. daß der Zw iespalt sich auch Ihrer bc- Wir bitten slc& beim Einkauf unserer Inserate xu betU+nen umt «Irfl aut sie ju bestehen. inachti«! hat t leben Sie Ihrem Ju»«cii. was «r ior dert. erfüllen Sie ihm seinen vielleicht /um ersten Mal nicht materialistischen W.moJi. und treuen Sie. sicli. dali er einen solchen äußert. I in «rohes Opfer wird von Ihnen «efordert. brm«en Sie es. die I reude Ihres lun«eu. sein inneres Befriedi«tsem. wird Sie für alles entschadi«en uiid nicht zuletzt. Haben Sie einmal die Treita«-Ahciide. die ..richti«cn" I rcitu«-Abcndc bei sich ein«efuhrt. mit den brennende» Sabbath-Tiehtern. dem festlich vv eiß«cdcckten lisch, dem traulichen Tamilien-Beisammensein. so werden Sie sich bald selbst ihrem Zauber nicht ent ziehen können, und schließlich werden Sie Ihrem .lun«en dankbar sein, der Sie dazu anre«te. ent sprechend dem Satz, den einer unserer Weisen aufstellte: „Niel lernte ich von meinen Lehrern, mehr von meinen (ieuossen. am meisten aber von meinen Schülern!" Trau K’abbmer I »r K’osi l’osncr. Kiel. Trau l.ouise k., Berlin-Triedenau. Ja «uadi«c Trau. Sie tun ein l nrecht, und zwar ein unabschatz bares — und zwar an sich s e I b e r. Tan«en Sie in kleiiien l»in«en an und Sie werden selber so « I u c k I i c h sein, vv ic Sie es n i e «ewesen sind. Bedenken Sie nur dies eine: an einem I isji oder vor einem Schreibtisch zu sitzen, an dem i> I a«e lau« Arbeit in ii «endeiner Törin re«iert hat , . und dann ein Abend eine Stunde ein «ottlicher Augenblick koni«licher Weihe! I nvviedci briu«lich. iiimaclialimlich im weiten Weiten raum! Zünden Sie Ihrem \iahri«e» .limccii Suhhathlichtcr au und wenn Sie hundertfache, köstliche hecken- Beleuchtuu« haben mo«eii. Was konnte den (flau/ eines Sahbuthlichtes überstrahlend! Am lilaiiz. dei Sabbath-I.ichtlein erhellen sich Herzen und Au«en. I ur die l icht liebenden Kinder vielleicht nur von außen her die Au«en. für die Mutter vor allem aber die Herzen! Schon Ihre Tra«e allem ist «ottlicher Tunke eines unbewußt sehnsuchtsvollen (icttilils nach Sabbathruhe und >abbath-Treude Auch eine Mutter Trau l.ouise k.. Berlin-Triedenau. \uf Ihre Anira«e mochte ich Ihnen antworten, daß es tatsächlich ein Inrecht wäre. Ihrem Kinde den Wunsch nach einem, ^nchlilieii TreUa«-Abend' uhTu /u erfüllen. und zwar will ich nicht auf die reh«iosen (irunde ein«’ehen. sondern mir das Allem.ichsthe- «ende sa«en: Seien Sie doch «luckhch. iicend etwas lim zu können, was dem Kinde ein Acquivalcnt sein kann für alle Aurempeleieii und Zurticksetzim«eii. denen es doch ta«ta«hch aiis«csct/t ist' Soll denn das Kind von seinem liide-Sem me etwas .mderes merken, als das Häßliche, das doch leider heute keinem luden erspart bleibt ' I Ilern brm«cu den Kindern freudi« «rolle Opfer, und für >ic selbst wird die I rfullun« dieses Kinder w unsches zu einer reichen Wir werden uns erlauben, ntcftl eingegangene Jtbonnemenim-BetrOge mit der ndc0slen Nummer tu entnehmen. Oie Sc&rtftlettuug. iS

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