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Die jüdische Frau · 1925-07-22 · 6 (22.7.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
6 (22.7.1925)
Date
1925-07-22
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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1 . j < 11. wenn idi denk .ui lute cold’ue ll'dl/vll VmIU l.llll, UM w K lv.ll 111«. r ll.t liu'l dc.l .Maxell Vvld"lhvli. Ni III. mi c.11 sein >llc'> I .■ .Mann. Nr-, aN \irstr* 1" hiumihte Iv'v» . In.!:. i~Nn. A .is ll.its eie)in wieder sud'iH'.1"- ..W.iN .'v/vbvii fi.it.? I uri is r 's I SSt II h"lc.i "i, ,K i I i.iii linktet. im uifiiisii, v. r k.i im wieder?" ..Nu vi aihI s>. In ui. I in Mitr.K is umiier /v. «ti.i., I'.vvIk miiiu ui >iv hv, Iv .1 sV111 Iavk II. . . . w -IS lut' iiinn Mud mit Mebeiten seinc wctti.-.' I iv du mim: zu lim AN v11 i i vli li stellt um Ii.iI sdu ui /. vv eiin.tl I .ili.ik ..i |p >1 vlv11 iin ii iiuv.il uit cek rieijt", I''"SV.I|V II s.ili Milane ttelieii «tu. als iih siv. sie mit vivu sdi.iilvii i.men A'Ueii ervloldien wollte. I»ie W i.i u v v i's.i..teil ihr. >eh.iuv liehen Heute sieh: ,ie li.iltv 111111iv r eine stille I tetivle.- wenn es v,,is /u l.vt/vii e.ili. . < i"tt eil Mann! langen tim sie ,tll ii\. .iher u luse hv /ii i.in. heil iiiusseii se Imheii." . Nun aber biacliL'osdieii Ins. h*.Ille lull, wn! I V 11t. vlie nie h s I lei Del lulieil iilui ii Leih. I uit'. du .ms viel Aruieiik.iss' kriegen. W v r' lut's < iv Ivl vlm clieehiadil im wer raucht? Nv miiivI mul ne Sdi.md is s hei t n>tt. Aber wart, ich VI du he I.Ille heu. idi'werd" . tii.lt h’iisehe. hu. seh.id st 11I. W irst wievl.-i I »v nu ll I lusieii krieceli" . Idi weid n berauchen." ... ...'vhleekt'’ is i nieh I hin Muel. ei h.it"s nur mit du I eulv iiseh.iltm". siiehte Sch.uiet'tchen letzt vli: .mteviv.'.tv .iltv I i.iii /.ii henihiceii. Aher vlie hielt / ili .m vh in einen < ivvl.iiikeli lest. ..Ich wervl li hei .Hk In n." h.i k.un vlv i Misset.itet. I .m^s.itn stolperte er hv i,ui. sv, vl.ii: vier bräune I Vckelkorh in seiner se hv v i lu i.ihli.iii'.:v.iiik;ii I I.i ml hwlenklieh schw unkte I '.v- .'.iitmiiti.e. lote liesielit leuehtete \ nr l.eheiistivink. Mit vk i linken ll.iiul hielt er den ko|>i seiner klenui' I.v ekv 11>ivit‘v /örtlich nmfalit Iv* »Uhiit t. k'osehe!" riet er Selu»! V Oll weitem mul hliti/i Itv atii vleu hot h hinab. h’osdieii i'.'.iim ierte VS.' ' . W olvei mmiiistv tielvl to, lahak?" Mein konnte de nie hl her.iushek'UPmeii.;iher vs I.i^ v nie snleliv \\ lieht in vleu wenigen Wvirteu. sl.il* viel misehulvhee SaimivI vlvII k>>pf heulte als oh V ' se hulvhe sei. ..Nu. ich li.il> vlov.li II . . ." tim.: er .in /!! StolleII! W.IS h.istv'?" kli li.ih vh'eh inr vlu! I.III Duktvi. I, l’.riei hes.ir.:!. h■ 11 >V hier ev eehv ii n tiiVpsclieii."' N hl ivt? SV.is IUI n I ii u t?" Ivose hviis Nvii.aer ttheiw iielis ihren /"> II. .. h I l| Iv t " ..Wo h.isi n hinevti.r..vii?" ~ .Vieh ui II.ms h.ih teil n cetraeem" Miu I svt/,v ev m.iehlie h *v uu n Korh .uit vlu I hink um! hh>|v,ie d.**m l,iir;s;im seine l'ietie ans. I Im stv h.uiv tte hv er h.it 'n I trief u.ieli V I I.iii'. ev tt.iw ii; . nit midi u M.iiiu oder Uv li.iti. i.ieh'ii ll.uis h.it i n .v ti.i.a n. ho, sie?" L h l.u-i". s.,etv sdi.mv ttehmp 11. i s t v Ulet vl.iv.ll w Iv vlv I V V rkl.ltsellt. Mlanvttehv" Mllvl set/tv sieh il levllvl tue /W I*. hell v!u hv Ivlv II I : .Ule >!. A\ ohv i w 111>t leh. vl.ilt I >11 ii < in»seheil eesehenkt . vk > uet hast leh. h.ih t>ir .uie.li vl.itm w iv vk i m vdmt/ ev nominell, leli h.ih ees.iet. ihr t.mvM .dl ni\ aher raiielien muH sein, mal hier, mal da. Aber w.is soll ich liier aiithaltcii mit I >irV leh halt mehr /u tun. als mich um andere Leuts Sielt /» ktintmern.' I >amit Imtnj'elte sic fort. ..I. (iroscheti i> n (jmschen. tut wenn mer ihn l.neet spait inet 'li". mntl10 UlisClleTL ..'S k’olthin'f werd kalt", mahnte Muel. — " . ...Au wen hast'‘n eehraeht. vleu MriefV" Muel /ovj die kappe alt. wischte den Schwei!! von der Stirn und spuckte vor sich hin. ..I >c Kartotleln wer'n steil, k'osehe." ..Wohin hast 'n eehraeht. den MriefV" ..l>u hranelist mer nit immer so aus/nfraecn. ich hilf kein klein Kind mehr." ..Nit. wenn das nit kind'seli is. dal! he mer kein An! w ort ziehst." ..... ..Also, ich hah ii liiiuietraeen zu 'n . . . zu Herrn (ians, hah ich 'n lii^etrauen." ../n ii Herrn < ians. den Vorsteher?" ..ha. hrinnt den Hrief hin", hat de 1'r.ait hukter evsaet. er is /u euer denen Hestett." ../n wem sein Mesten. zu heilt oder zu unser?" ..Nu 's wird schon ihr uns beide sein." k'oselten erhob sielt kopfschüttelnd und eine, lest .int den Schirm gestützt, nach dem kleinen, enehrnstieeii 'Häuschen hinüber, das wie vergessen zwischen den massiv eil Häusern des Kanaluters stand. .Muel foTeic niit dem korh. lanesatn und heluitsam als oh er die Suppe vor dem l'inschütteii bewahren müsse., vlie doch lauest schon v erschüttet w ar. I ran I »r. .'steril sali am Schreibtisch und iiber- 11 nv einen enelische» k'omatt ins Deutsche. Diese l du.rsel/.tmeett laeeii ihr nicht sehr-am Herzen: sie varett ihr nur eine Hrotiiuelle. ein ..Häckerladen“, wie sie sie scherzhaft nannte. Sie war eine teuer teiiieti. tiefen Nature" die der naiveren L'medmne so einfach Vorkommen, so durchsichtig, weil sic .sich natürlich neben, weil oft ein nliicklicher Humor die w linden Stellen, die hitlern Kümmernisse ihrer Seele verschleiert. Ihr Mann, du benähter Mediziner, war früh nestorheti und hatte sie mit drei Kindern ohne nrolle ielvlmittel zurtieknelas>en. I >a hatte die zarte l'ratt ihren Schönheitssinn, ihr künstlerisches Lmpfindctt und die Scheu vor den Ihilllichkeiten des Lebens als l.iiMisnciülile zuriicknedrüiint. und sich und den Kindern eine IAisten/ nescltaifett. Der etwas derbe Ion die ein vvent" burschikosen Manieren, mit denen sie ein allzu /alles Lmnfindeii übertonen wollte, waren bald nicht mehr Maske, (irade sie erschlossen ihr oft vleu /neatt" zu den verborgensten Leiden Ihrer MitmenscTietü Denn, wie sie sich selbst ein Scliicks.il eet'ormt hatte, so suchte sie auch anderen zu nutzen, die dem Lehen hilflos eeeettüberstandci!. Die (k meimle hätte keine liessere Armenpfleeet in linden können als I , an Alice Stern. Was sie an Geld nicht eehen konnte, ersetzte sie durch Güte mul Inlellieen/. in reichstem Mal!'.'. Herr Gans, ihr l’artner i" der tnenpfleee. saete oft: l'in korb kartosfel'.' und ein Lächeln von der brau Doktor träet melir /insen als 11hi Mark von der Gemeinde.“ Also I ran Alice Stern sali am Schreibtisch mul ibersct/te ihren lAunan. der. wie fast alle, die ihr /um uherset/en aiifeetracenon k'omane. in einer londoner N erbreclierkneipe spielte. Sie hatte eben voller (lenuctnunc vlie \okabel I oder aus dein I.evt- Lv>ii hervvireeliolt. als Anna, das Hausmädchen her - vink.im. ..I ran I»oktor . . .“ IU

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