Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 6 (22.7.1925)
- Date
- 1925-07-22
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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celtt: cs wird sich dort ein Mrief init Held liir euch I nden." Auf diese Weise sel/e ich meine Hekanntsehiiil mit ihnen I«>rl. I nd es licet etu.is enti/.' Wjindei volles d.iMn henken Sie. drei haben mich Iner sch«ui besucht. Ist d.is nicht eanz herrlich’.' . . . her .Mann, der den Imsen hirckt.nr ersei/tc. w :u: s in sehr licheusw urdicer Mensch, "b. au^gezeichnei! canz und c.ir liebens\> urdie zu mir . . . I ud Me können sich mehl v orstclleti. w ie\ iel < mtes mir durcu die ..Miloine" zu I eil wurde, die man gerade um 'diese /eit in I'ans.spielte. liis dahin lia.tte mail eaiiz. ' \ ermessen, dall ich-Schriftsteller war Als man nun s.di. daU mein Muck in i’.iris I rfuk hatte, vuu mau sich : Selit! das ist doch selts.un! er halte also I a- .lent . . Und um diesem Augenblick an lic l> man mich .die Muclier lesen, die ich nur wollte. Ich glaubte zuerst, d'e griechische l.itcratur wurde mir am meisten zusaceii. Ich \ erlaubte Sophokles. aber ich konnle, ihm keinerlei (icschmuck aheew innen. I Kinn dachte ich au die Kirchenvater, aber auch sie interessierten mich nicht mehr.; l ud plötzlich dachte ich ah I taute . . . nli! I laute! Ich las alle I ace den 'I laute: italienisch: ich las ihn;:anz und nur. Aber weder das ..beccfeiier'. mich das ,.1’aradies" schienen , für mich eescjiriehcu zu sein. Sein ..Infern,»' war es dasHeb-vto^aJkmM ümeov las: wie hätte ich es nicht lieben sollen? In der Holle befanden wir uns. Ilic Holle, die war das (iefanenis . . _Am selben Abend, erzählt er mir v-uuseinem Lntvvuri zu einem IMiarao-l iraina und eine*- neistvollen ludas-lirzählmu;. Am nächsten Morgen fuhrt er mich in ein entzückendes kleines Haus, zweihundert Meter vom Hotel, das er gemietet hat und einzurichten beviiurt. Hort will er seine lifaniett schreiben: zuers^ seinen ..Lliarau". dann einen ..Achab und Jesabcl” (er spricht Isabelle) den er aut eine bew utiderttiigsvvftrdice Weise vorträvrt. Her Wacen. der mich fortführt, ist angespannt W ilde steigt mit mir ein, um mich einen Augenblick zu begleiten, lir spricht w jeder von meinem Much, lobt es. doch scheint er. ich weiß nicht was. zu ver schw eigen, bildlich hält der Wagen. er sagt mir Adieu, steigt aus. und plöt/Jich; ..Hören Sie. Lieber. Sie müssen mir jetzt ein Versprechen geben.. I he ..Nourritures terrestres" sind gut . . . sehr gut . Aber Lieber, versprechen Sie mir: schreiben Sie jetzt niemals mehr Ich.“ Und da ich nicht genügend zu verstehen scheine, setzt er fort: ..In der Kunst, sehen Sie. gibt es keine ..erMe-“ IVrsou." Deutsch von J. Widemann. tcn her einem riN hameen NACH IHREN DENRWttRDICKEIIEN Aon Hr. iur. Richard Silbergleit. N dir selten ist es bisher, bedauerlicher Weise. \ orcekoimuen. dal! aus einfachen l.ebensv erhältnisseti auch einmal eine Stimme au> der X ergangenlieit zu uns "edrungen ist. die uns von Menschenscliicksalen erzählt, die sich fern vom großen XXeltcctin.be vollzogen haben, aber in vielfacher Hinsicht eeeicnel und wurdie sind, unverdienter X er.'essenheil entrissen zu werden. Lilie solche, bemerkenswerte Stimme ist es. die aus den Lcbcnsermncnmee11 bzvv. ..Denkvv urdickciicn". der (iluckel Hameln, einet schlichten llumhureer .1 iidin des siebzehnten Jahrhunderts uns entgegentont. Diese ..Denkwürdigkeiten" sind, kurz vor dem Weltkriege, aus dem ludiseli-l b utschen übersetzt, mit Lrläuteruncen ' er- 'h hell, von Dr. Alfred I eile l> e u leid Uudi scher X erlag. Merlin lüld) herausgegeben w orden. t itneket ist Inr Jahre Indo in Hänitmr.U als Dichter eines dei ersten deutschen Juden, die do, t die ..Stattickeit ", d. h. die l.rlaubnis zur Niederlassung. erhalten haben, geboren und hat mehr als Di Jahre ihres. Lebens daselbst zugebracht. Man w ijd sieh erumer.i. d.o> die groben reiebsunmUtclbureu I iandclss'adlc des deutschen Nordens damals den luden am längsten ihre I ore verschlossen hielten und ihnen nach ihrer Aufnahme durch klcinhcltc Schikanen am meisten das I eben zu veiluden wollten In tlambmg speziell war es liauptsaelilicb die damals zu grober Macht gelangte ..erbeesessuie Mai ee.rschaft ". die nn t iegens.itze zu dem wcitbhckcndcieii U’ate den Nutzen der indischen I inw anderime rat die I ntw ickehmg des städtischen < lememwesens mehl emsehen wollte und den dort .msassigui luden portugiesischer und deutscher Nation die I vistenz nach Möglichkeit zu erschweren itttdO-Mninp-l..' - und zu verkümmern suchte. Auch darüber berichtet die (iliiekel in eingehender, klarer und wahrheitsgetreuer Weise. Ihren Namen Hameln verdankt sie ihrem Hatten Lliaiim Hameln, dessen Litern in Hameln wohnten, mit dem sie fast du Jahre in glücklichster Lite bis zu seinem im Jahre IbSü erfolgten lode verbunden war. Aus dieser Lite sind nicht weniger als Id Kinder hervorgegange». die wir angeben wollen, weil daraus auch ersichtlich w ird, wie sie sich durch ganz. Deutschland und über die (irenzen Deutschlands hinaus. verbreiteten. Diese Kinder sind: Zipora. verheiratet mit Kossinann (iomperz in Amsterdam. Nathan, verheiratet mit Mirjam. Tochter des Llia Mallin in Hamburg. Mate, als Kind verstorben. Lstlier. v erheiratet mit Moses Kruinhaeh-Schwab in Metz. (Tanna, verheiratet mit Samuel, dem Sohne des Abraham Hameln in Hameln. Mordechai. ver heiratet mit einer Tochter des Moses heil Nathan, in Ilamburg. Loeb. gestorben 17dl. verheiratet mit einer Tochter des Hirschei kies in Merlin. Hendele. verheiratet mit einem Sohn des Menedict Veit in Merlin, losef. verheiratet mit einer Tochter des Meir StajJthaeien in Kopenhagen. Samuel, gestorben 170_\ verheiratet mit einer Tochter des Moses Mrilin in I l.imberg. Moses, v erheiratet mit einer Tochter des Samson Maiersdorf, breudehen. verheiratet mit Mordechai. dem Sohne des Moses ben Loeb in Altona. spater in London. Mirjam, verheiratet mit Mows, dem Sohne des Isai W illstadt in Metz. So wurde die (iluckel die Stammutter weit verzweigter indischer Lamilien. In zweiter Lite war sie mit Hirz (Cerf) Levy in Metz, einem zur Zeit der Verheiratung als für sichr 4