Mannheim
Compact Memory

Die jüdische Frau · 1925-07-22 · 6 (22.7.1925) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
6 (22.7.1925)
Date
1925-07-22
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/4899998-4932193-4932277--120-4900110
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I tkctics kenecutcntum wohl schwerer an. ais Jene-1, die sie il.ir< •!* ..urbi et <>rl>i". in /eit und. I w ickeit 'du Iteii. Aus.h V b r a h u tu M c n d e I s s o!i ir. der i:ml!e >m|iii eie - ciolii rell V all rs Moses M e II - i1 t Iss'iihiiT vi ulie.nle ■■ i si’Ti—seines l ebeNUMO“ zu de r hoiiK ssimi des \\ irts\nlkes kaum einen lade!. denn er c I .1 n h t e . I 11 r das .liiduitum /u wirken. wum ir mit der Kultur eher, auch die Konlessiun von VV irts- und (i.istvolk \erschmolz I nd ci hat in, c'ew isseiuMiuie so^ar k’eclit!>elialteu. denn de 1 Voile Mendelssohn bedeutet einen ..point d lioiienr" in dem indischen'I hreiischild. I >as kene- ..aleiitum hat diesem Namen keinen Alihruch /.u tun vermocht. ‘I heiisn w ie man I duard vonSims n 11.. de n ersten Präsidenten des.! »entscheii Mundes, »iihl duruh /n riicen wacen wird, weil er in Hinten lalimi cet.oilt ward. . I beiiso w eiiic wie K .1 1 I Mars, den Selmpier des Sozialismus. Meide bedeuteleii Merne am I irmanieiit des Volkes Inda 1 nd I» o 1 o 1 h 1 a \ e i d t ’ die als < laltin Schlegels, n.ich mancherlei seiitmicntulischcii und amouretise: ■Vbcntciieni. ihr Mul in der uilciiiselkmuchciideii Kirche fand: wir verniuc du lei, teil Motiv e eines I laiieiiher/eiis /u solcher lat /II ergründen und sie aut ew ie zu \ eidaiiiiuen V Anders sind jene \ ie’deut Cen h’i lucateii ZU heweiteii. die ihre Kräfte lind < iahen /um S e h a d e n d er ei c e neu Volks 1 m eins c h a I t nut/eii und 1 damit höchstens hedosir.itiseheii kiilim qew innen. I in rein historisches Meisiuel wie der Vnirnhrer M o 11 K . der seine I 1 u|>|»i n bald tue. bald wider das Königtum führte und auf ewic das /\> 1 ifi Ih.ifte I .os />>c. eincereiht /u v. 1 rili 11 in die Kate.nirie derer. \;ni deren crol'.ten und genialsten, nämlich VV a 11 e 11 s t e i n . dem Mer/o'c von h'ricdland. geschrieben stellt: „Von der I arteien (iunst und Mali verzehrt, schwankt sein Charakterbild in der (ieschiOhte."_ wer aller weiti /.um Meispiel. daß der Schbpier. nicht allein der intellektuelle Urheber, sondern >chn|der bis ins minutiöseste hetail der konservativ e 11 |> r e n li i s c h e n V erfass u n q ein c e t a u 1 t e r .1 »de. berühmt geworden unter dem Namen Stahl, geboren aber als fataler .1 o 1 s o n . figuriert V I »as ist der Typus, der in jedem rechtlich I niptindeudeii jene Stimme der Natur wachruft, die heute in dein Streite um den unschuldkcir hr. K111dermann sich /u hälilicher I >et»ac'ome hinreilieti lälit. I retind und Mhitshruder. der dem Feind die schärfsti n Waffen schmiedet: er ist es. der W idervv ilh.11. um nicht /.» sacen. Abscheu in uns anslost. bpkone jenes immerhin criiüeren kbmers. der. der q e s a m teil (i a t t u n c sein e n N a - men schenkte; .1 u I i a n u s A p o s t a t a. keneeuteii. Apostaten: auch hier kommt es auf das hi rm a t und auf die p s y c li o 1 o x i s c h e n H e w e v: - c 1 11 n d e an. Immerhin, das V olksemniinden. das sich wider die keiieeaten schlechthin richtet (die beiläufk selbst zumeist recht unglücklich zwischen zwei Stühlen sitzen) hat recht und dreimal recht. Man soll nicht jemanden richten oder über jemanden lichten wollen, weil er als geborener Jude angeblich Mitglied eines evangelischen Mundes ist. aber man tut eut. im \ erkelir mit jenen, die cmr so creiibt sind in der Methode des Molchs tolles in den klicken des Mrudcrs und Mhitsvjenosscn. jegliche Vorsicht und kucksicht anzuwenden. Apavte (ianata Apostatus! OSKAR WIU)* V on Andre (iide. (I. I ortset/iim,' und Schlult.) IT .mt w 01 ti ie nicht direkt, sondern beginnt: hie l.'ii'sui haben cuii/ uuqi w olmliche Schrfitsteller. V\..s ihte Miiihei so erol! m.iclit. ist das Mitleid, das s.i him iiiccli ct haben. Nicht wähl, .infames liebte ul: Madam Mov.0 v sehr: aber I T.mbert hat kein Mitleid ui seinem Meik und deshalb hat es etwas Hi mi's, Mevnet'is; das Mitleid ist die Seite von der cm Meik nufeischlossen und unendlich erscheint . . V\ issen Sie. I lebe 1. dal! es das Mitleid w .0. das mich o. von ablnell. mich /u toten> t »h. wahrend der ersa u sulis Monate war ich furchtbar unglücklich, 'io unch.i klii h. dal! ii h miili toten "wollte: aber vTaS muh davon /ui uckhielt. waren die Vndern. die uh Iw ob.ii htete. ehe uh eben so «uiclncklieh sah wie blich und mit duieii ich Mitleid hatte. Oll Lieber! I us Mitleid ist etwas M+oilielns: mul ich kannte es eii In' U r spi.iJi mit last leise 1 Stimme, ohne tecluhe I \ultn 1 tlieit. > I laben Sie aiich becrillT'ii. 1 tw as wm wmielet v olhs das Mitlcel ist V Mas mich anbetntlt. so danke ich l hui Inlett Vbe ml ja auf eleu Knien danke uh hott .dal! er es mich heimciuclchrt bat he im iih ttat in das (iiTunems ein mit einem llet/mi von Meiijjmd dachte nur an mein V ercm.ccm abet let/I Ist mein Hel/ vollständig /erb'ochtn. elas Mitleid Ivt m mein II.:/ emci drnncen. ich weil! letzt, e'al! ilas Mitleid das I oolite. das Schönste Ist. was es aut I 1 eie t: etbt . I nd das ist 1 s. weshalb ich die nicht v 11 w utisi In 11 kann, ehd mich v 11 m teilt haben. 1101I1 iieeuiel I men. de uu ohne sie' w'utile ich das ulks nie erfahren haben. Mosy schreibt mir schreckliche Mriefe: er suct* dal! er mich nicht beerreiie. dm! er nicht verstehe, dal! ich nicht alle Welt verwünsche: dal! mir nicht alle Welt zuwider wäre... Nein, er versteht mich nicht, er kann mich nicht verstehen Aber ich wiederhole es ihm in jedem Mrief: wir können nicht den deichen Wen verfoken; er hat den seinen, er ist sehr schon: ich habe den meinet.. I >er seine ist der eines Alcibiades: der meine ist jetzt der des heilinen hVanziskus von Assisi. Kennen Sie den heilinen Franziskus von Assisi? o. herrlich. Iicrr- JTclii W ollet 1 Sie nur ei 11 en nroHen ticfallen ttm':' >ehicketi Sie mir die beste Lebeiisbesehreibunn des hvilinen Franziskus. die Sie keimen . . ." Ich \erspreche es ühii. er fahrt fort: ..Ja — hernach hatten, wir einen entzückenden < icfnnnnisdirektor. oh! nanz und nur entzückend! aber während der ersten sechs Monate war ich sehr imnlücklich. ha hatten--V'ir einen sehr bösen < iefännnisnouvUruetir. der sehr nruusam war. da ihm jede laiihilduunskratt abninn " hieser letzte Satz, den er sehr schnell nesprocheu hatte, wirkte unwiderstehlich komisch: und wie ich zu lachen heniunc. lacht auch er. wiederholt ihn und fahrt dann fort: ..IT wuHte nicht, was er alles ersinnen sollte, um uns zu quälen . . . Sie werden noch sehen, wie es ihm an jeder Phantasie fehlte . . . Sie müssen wissen, dal! man im (ieiämjnis nur eine Munde 1111 l.iqc hinauscvlassen wird. Dann eelit man auf einem Hot immer rund herum, einer hinter i *»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.