Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 5 (7.7.1925)
- Date
- 1925-07-07
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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KjASCHiif HIN Novelle von S. H. von Mosenthal. ( I. Iortset/ung.) . \N t il'.t I mein’ I ’eiI. ieil hin v<>n guten I enteil. :i]i> \.iter. .;iu teil Andenkens. vv.»r der hei dm.te vh.isaii > ii ihr großen >i!ml' von .Mel/. ü t* ■.! ) It.ii ir gi Ii.iIm, man so||s nielit sagen. nn.i 11 i.’h 11 li.it 11 wie-'ein Rosignol. .Meine Mutier .Ii . i . I:,ii\ in > iv| ^1 storheii. wie ich IX>ch klein ii nx.1 Mimmle Madels». eile Schwester voll nx i. i in \ .11r. Ii.it nix l> gml! ge/oceti. Sie hat ele>.! ,i ,;i m 155 >• mul x Ii li.il>' tun dinieii. was ieh ge- ..llt li.il>'. <k leint h.iI>’ ii.li nichts. .aber dreimal in i xx in I i : ii.il>' x li iniv.li aTjilers trillert eins hab’ x >i mi nt ileii I nigern gihabt Mein ’ Vater lut mir nie -ui bi>s* \\>.it -gesagt. wenn Me. Mimmle. tnieli ce- /.inkt li.it. It.it er mir ein Knittclien in elie Ikieken ,ivelteii. <x>it. w.is hir ein .M.inn! I »le ganze .Musik ix I >n Ii.iM I >ii v *>ii ilmi. I iel> lut er mich gehabt. -\v ie k h Iheli. mul kIi <x.tt soll'v "mir v er/cihti!" ‘■vhhieh/eij. erstickte ihre Minime. I >11 h.ivt mit ih.eli von meinem Aater er/uhleti wilh ii. Mutti rieh!" sagte h’eiiiihen tinel streichelte hte II.null-. ... *.i. il.is war Amuo. ihe Armee ist mich < >esterii ii Ii-gegangen und wir h.iheii I ine|M.t rt ie rtiue: gehabt m Mit/ I >.i ist einer hei uns cd ec'eil. iler mit eleu! ii ii iimgeii /u tun gehabt li.it ti'ir ileii l’rovi.mt. eine ^ehniihi it von < x-tt, ganz l>ir .uis ilein besieht ge- ‘ehmtteii. I W oeheu vv.n er hei »ns. er war ein bub uns ih m I IsulJ. l’iec.inl li.it er geheilten. Mein \.iiet li.it ihm Cent /n n Ix -rt. ilemi er li.it gered't " ii i m I »iie h. miil ich noch viel mehr. Ich li.ib' nichts nx hi cilxnt mul gesehen uni iler Welt, uls wie nur ihn Ihee.itil mit seine blonde ll.i.ir! h.itmst I >ti hir il.is v. u sti Ih n?" hViiiehiii sfchloi; ihe \nceu. ein leises liehen >I"C iluteh ihe Net veil ihres bleichen < iesichts. ..Nun, wie ihe Armee l'.it -V liier gesollt. Ii.it er ,/u um ..es.ict ..liuschiI. ceh’ mit mir. sei mein -Weih' Ich hin ,/u meinem \ iler gctlogen. im sjehiiitin Himmel h.ilt* teil nicht ducklicher sein h'iixiu.. uls wie ieh wm. ,.kimlhh". Ii.it mein Auter i s.i.;t. Juli hielt nullt in muvheii. hleih' hei ilei'iem ulten Aulet. hu hu st es doch nirgends besser uni iler Will hu kennst ihn nicht genug. mul uni heilen ullem solider Mi’iise h nie ht .geben: li ml hu willst mit ihm hmuiisci Im m ihe Ahlclx>me^i;i. folg" mir. mein k iiiil. mul sjiluc ho ihn mis dein.-Koni-!" -A uIr > lelil's nicht '. T7.11 *' ich /ti ihm gesagt 11.i.;si hu heulen Autit. wum hu mich lieh liust" hat ei gi sagt.. ,1 >us AA eih soll A uter miil Mutter V erlassen mul s,.|| ihm Munn iolgen". steht geschrieben » K ,1 I I I . v :> i» ..AA ns soll ich dir sagen. Reiucheu. mein Juwel, wie er hat fort müssen, ist mir's gewesen. als wenn er mir die Nesghom*) aus dem Leib herauszieht; und ich ich hin mit ihm gegangen heimlich und ohne meinem Vater ein AA ort zu sagen. In Straßburg hat uns der Maire getraut. ich hab' wollen zum Raaf mit ihm celx.ii. aber er hat cesact. ..es ist das neue (lernt/ und in Kriegszeiten darf man sich nicht rühren!" vo sind wir langsam gekommen bis nach Ulm. wo eine längere Station war. dann hab' ich nicht weiter cekotmt wegen dir. l'nd hei Nacht hab’ ich ifiir die Alicen ausceweint vor Sehiwerlet**) über meinen A ater, und das hat ihn so verdrossen, daß ich keine cute Stund' mehr celiabt hab'. Ich hab' gesehen. daß ich ihm zur Last hin. ha hat er cesact. ich darf nicht weiter mit und mir (ield ccceben und ich bin wieder nach Haus zu meinem Vater, und* w ie ich mich vor ihm niedereeworfen hab' und hab’ so ceweint, hat er mir kein böses AA ort ceceben. und wenn Mimmle Madel geschimpft hat. hat er cesact: ..AV'as tust du? ist sie nicht cestraft genug!" und wie du bist auf die AA eit cekonmieii. hat er dich gebenscht***) mit seinen frommen Münden. So eil. Vater! Und ich hnb's doch cesehen. wie ich ihn zu Tod cekrünkt hab'. denn er war cauz zusammeiicefalleu und hat cehust't. her Kummer macht alt vor der Zeit. Ich halt' immer auf einen Brief cewartet und cs ist nichts gekommen: ich hab' celibrt. die Rroviantkommission licet in Kassel. Da bin ich noch einmal fort, die lA’.iimnle. wenn sie mit mir auch gezankt hat. hat dich Cent celiabt. so hab' ich dich versoret gewußt.. Ich hin ancekommen und hab' mir die h'üß' abeelaufen. es hat keiner was von ihm eewußt. Da hab' ich mich eeschümt vor meinem Vater und gefürchtet vor der Mimmle. und hab' geschrieben, ich liiitt’ ihn getunJen. und was ich mir verdient hab' mit Kriesieren. denn das hab' ich verstanden cummelfo (commc il laut), das hab' ich nach Maus geschickt, als wie wenn er's schickte für sein Kind. Und ich hab' auswendig gelacht und mein groß Merzeleid versteckt, damit ich anderen Leuten nicht zuwider bin. Und immer hab' ich gefragt nach ihm und von einer großen (ieneralsfrau. die ich frisiert hab'. hab' ich's endlich heraushekommeii. daß er mit der großen Armee ist gegangen nach Rullland. _Aber_hernusgckuimneu -ist er ..Mein—mrbbteh nicht ineTbrluid (iott soll's ihm mauclielS) ..AA as sein, wie ich's ihm längst manche! gewesen bin! Ich liab's nicht besser verdient! ..Lhre Vater und .Mutter" steht .ia schon auf deli zwei Tafeln, die (iott silher an Mansche ruheuu$§), gegeben hat! Nicht wahr, mein Rcinchcu. mein gebenschtes Kind?" % t \> 'Mih. " ' * > I liT/h ill. ' 1 ( IlM lUICt. S> \ ff/.lllcn. iiül I ixir l.iliri-r Mnsi-s. In der nat listen Nummer beginnen wir mit dem Abdruck des Komans /MOSCHKO TON VAK MV ¥®N KAKI. EMU EKANIKS IJ