Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 4 (22.6.1925)
- Date
- 1925-06-22
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 73% known words query
- IRI
…/4899998-4932193-4932269--086-4900078- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ihr Merz. wie ein Vocclchcn. Tfas man'an der IJrust versteckt. und flüsterte ihr ins Uhr: ..Ich weiß, was mi dir x orceht mein laschid. mein Ittwel! I hi hast ejetdii. w.is is.li mein cetan hab-. du liast deine Mutter loseckauft und mein fmmmer Nater benscht dich dafür'" und die Hand aut das Ilauft des Kindes le- ■. eitel.- betete su mit /um Himmel erhobenen Alicen: < intt 'eene dich wie Sarah. Kchekka. h’aliel und I eah! I »er I wicc scenc und behüte dich, der I w ice lasse sein Antlitz dir leuchten und sei dir cu.idic. der I wicc wende dem Antlitz dir /.u und eebc dir den Iricdcn!" I iniec I acc spater verließ I .neclbrccht die Math. I r hatte einen Kui an das Kai<erli'che < >|»erntlieater m Wien erhalten und war ihm ecb'lct. ..W i 11st du nur nicht ein bißchen was \orspiclcit. iliein ccbcnsehrcs Kind?" traetc h’aschelchen am anderen lae Keulchen hatte eben die ctspreiteten Saiten der * ictec abzulosen und neue anfzu/ieheil bc'cotincii. ''ie ertif muh dem Hoecti. setzte ihn au und Icete dm wieder wec. ..Ui" kann nicht. Mutterleb", sacke ■ ic ruhte I me liefe IHasse lac auf ihren W.mecii: sie1 wollten sich lance nicht roten, endlich malten sich wieder Kosen, aber scharf abcecrenz.le. cluhende auf las durchsichlice Antlitz und die Alicen erschienen trolier und clan/emler als > hedem. Am!’fincstfest fühlte h’asclielchi n ihr Kind in den kmpel. Aut der "’iece bececnete ihnen Madame Hudinc und bcti achtete überrascht und besoret das schlatike Mädchen mit den ceroteten W anc'en und den bleichen I i|i|u ii Was ist\ mit dir?“ fracte sie. mit der Hand über die blonden I ochcii streichelnd. ..fehlt dir rtwas" ..Meinem Kcmcltcn?" fracte Kaschelchen befremde t ..Mir fehlt nichts", sacte U’eiiiclien und lächelte. .1 »och. doch, ich w eil!, w as dir ft hlt“. cntceencle die sdioiie Iran Keinchen ercbihtc. ..Dir fehlt I uft und l icht", fuhr ferne fort. ..du hast dt n W mit i über zu fleißic studiert, und nun. im l iuhlinc. fallt kein Soiiiienstrahl'in eure < fasse! Da 1111111 etwas et tan wtrtleii!" W enice I ace darauf halte Madame Hudinc in eiiiem < iartcn'~'v>»r dem biill.nitlischeu lorein Stübchen imtl ein Kämmerchen eemiitet und bestand darauf, daß es Keinchen mit iluei Mutte, be/oc I ».m Klavier und die Gciec w null n mitet nommen doch blieben sie* unberührt, auch ohne daß der'V/t. den Matlame Hudinc sandte, t s \ ei botet, hatte Kt im.heu saß im (i.irlei). freutt sich still der. Hlumeii und miete ihr koiuchen tleiu Sonnenschein- Aus anderen stilles \mlsliihiljtim des Pahhincrs Dr. Munk. M.i'iii il I \ i I»,, 4i‘.ihhmi, tlt r Kr.u liloc Inn Mna- . .1 ii.t im null \ da.«.-. Ii.nnl in IW,im. I»i. I sr.i Mimk. t't - . Mit, du m , I .ikc da»'l t'il.imn ^i iner „»V.ili, ict n \,ntst.it,ckt-il. t r > um l.i'lm j'"'> 'i.i li dem th uMc.nut k’..tiluiH i I sritl Mi!J«'Iii ma f s dis-iu Viwl,lnl».c, .i wählt I nln M'i.iti \ 111 * s I illMMIC >1.11 illt All.OS l_lM"l' .im A.ilsh, i lllllic UMCl’lVUll Mlkl IH-IMMH II I »II Ml! kill ill I / .llll t«.»t Meli t t I Vlt’ll.lcln ti»t t.,t s \ il.ic, ‘ci M wi.tdin ci.i.Muli i und eint ütutif I'lti nllt.'u SchuK Min u!>», o»i k imi'.i tir .iu I ihm kiruleu. h‘.ihhmi-i II, M uk ol \ "0.1,/i Milt i des Zei 'r .ii, .ili s de, Antul.is looie. •Mi! Mi! .i \ i , * r i 'eiuli , \ ■ ■,. i!/e»uli , dl s ,,.idninMfll-ctsel/eslu mi ii k'.ihhu i, 111 l'.nuJi n im | »eut'clil.niil snMe liemem.le vuitii •.iMiiulu k i , i’i , c li.iUe•„ ,nullten .ml aiisdnii.klii.il u W.mscIi Jt v lut'ilais tim, jtdt, I t er Abstand nehmt ii. zu. wie eint- Monatsrose in einem Glas Wasser. So oft die Mutter sie betrachtete, lächelte sie. Haid konnte sie cor Mattigkeit das /.immer nicht mehr verlassen: die enteil < inrtnersleute stellten ihr Hlunicntoptc aus l enster und lecten ihr Kosen auf die I »ecke ilcres Heltes, „her dem die tieicc hime. Sie klacte nicht uberScImier/en. sie lächelte nur still und stillem wie die Lampe, iii der das Oel \ ersieht, l-'.ischelcheii seinen das nicht /ii bemerken, ruliic und uubesorct saß sie am He Ne des Kindes. I >ie l'raiicn der Gemeinde besuchten sie oft. auch Krau >pohr erkuiidi’cte sich wiederholt und teilnehmend nach ihrem l.iehlinc. laues laces war unsere laute wliaimc hinaiisccknimnen. 1 »ie erfahrene Greisin, die so oit an Krankenbetten cesessen hatte, betrachtete mit stummer Hesorcnis den unheimlichen /uc. vier \ oii der feinen, transparenten Nase des Mädchens sich an den rosicen Hecken der eincefallenen Wnnceii hinäh/oc. ..Gott wird helfen"1, sacte sie bi im Abschied zu Kaschc-Iehcn. die sie in. den < iai teil becleitete. I »a lächelte Iv’aschelcheii. ..Das wird er auch", s.icte sic mit seltsamer /u\ersieht. ..Meinem Kein- . ■ e»ic ceschieh» nichts, das weil! ich! Ich hab' mir. letzt wieder die Akeide ) thircheclcse».! »er Heilice. celobt sei er! hat doch Abraham, iniscruiVater sein Kind nicht nehmen wollen, er hat nur sehen wollen, ob er ihn lieber hat oder das Kind. I ml nachher hat er schon seinen Malach**) ccschickt. I inl daß er dem Kinde so wehe cetan hat. ist .^.hr iliam doch zum croßen Verdienst anceicchnct worden und heut noch erinnern wir Gott daran, er soll uns desweceit unsere Sünden mancher ) sein. Nicht wahr. Madame Uiaime. das stellt doch ceschricbcn und Kihcd Aw *) ist doch aucji was. was einem zu eilte kommt? Drum bin ich canz. ruluc. meinem Keinchen kann nichts cescheben. Ich clanb' immer, das ist nur vom Wachsen!" I »ie alte Tante eab ihr recht, um sie zu trösten. I »as ist alles cew iß", sacte'sie nickend. ..das sieht ie ceschricbcn!" So sal! denn Kuschclchen. cliickliclt in ihrer /n versieht auf dem rußende des Heltes und plauderte mit dem kranken Kind. ...letzt. Keinchen. mein Merz", sacte sie. ..jetzt” bist ihre roß ceimc. letzt kann ich dir auch erzählen, w.,s ich nie cetan hab'. von deinem.Vater!" Keiiiehens Hantle /»eklen in den ihren. ...la. ja!" flüsterte sie. I'drtset/mic folet.) 1 i »pH , Ahr.ili.im». I lieft. » \ f,/e,lif,i. * i t >i,i \ ,ilt r uikl Mullfl Zeitungen. Die Kollier I aiciinic tles VIlKemeinen .luillschen l ehren erbandc> kn!,, (I I. A l Im kulii i.iinl. um Zeitlien der l.ilirUiiisend- Iner die s I ICIIIIC des . MlueMlt iMi ii Mldlselleil I.ehren erli.tn iie v ton I »eiilsi.lil.iiul sl.iil. Aik c.iii/ I »t iilsi.lil.iild hatten mJi die \ e, Oeler der nulischeii I ihrer emcefllllden. Die I:r- <>iimiimcsmI/iimc i.i,ul imi kOiIIim I estv.i.il der IZhei,il.ind-l nee MN. K’tkln, cnbleM/ ht'coiliie I »tletuerle lind »laste, HnrciriMiMcr I »r. 1 .iini.i r 1 / tntidtrle aut die »iriille und hllirtc aliv. t sei ilnn ab l'i/e,aeiil des b.lnilwesens immer eine seihst- «fi'M.indlithf l’lluh» cittesti: die Mel.ince der jndisvlieli \olks- .»inle ehe,,sn /o terliitiM wie die der anderen Schulen-. In dir lalntau'eiiil.Au'siellunc erl>rinci»i du Kauuie der iiidisehei, Ai-’ettuiner den lit weis, dalt aiuti sie aut eine lanite und m cciiMt u'lu K al,ur /in iu khluken können. 10