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Die jüdische Frau · 1925-05-22 · 2 (22.5.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
2 (22.5.1925)
Date
1925-05-22
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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t .,» auf reihen Je Hurol.itivikoit zu vergeuden und nur du letzten!.iur's'icn.stc des laees der erwählten l.iii sil». iisclieu Heruisarbeit zu'widmen. Was Höllischer über 'ein Hank-Inferno saut, hat irr uns /.eilv;eii'issi.-ii und t »pler der .Intiatjon erhöhte AkluuUtat. Uti xxuUteiid.elLs Walir.Uiic.vx_erUlhs ul.s Niisluer Arbeitet ^eimtiei war. treiwillie in einer I Umkk.ise ine 1 »leiist zu tun. mii mir die < larantte des ebenere us zu s|Ju. rn. w eili. x\ Jis du gespielt wurde. V.it etkmiieiieii .Nliindw mkelii muhte m.ue sieh der kirnte eh.s (uld'.uks Inzell und stieli iiiuii einmal im I h ehstmul! der I rhittermic W orte leidciischaitllehste t .-\ 1111 e h 111111 e: her', or. wurde iiiuii hofintnigslos unzeit-tuiiul'. denunziert. I ml die kolleren? Mit seltenen Ausnahmen Sklaxeiiseeleti. die nicht zur I iiiporum; eebojui wureii. die klullteii, wenn der kliel uulier Nein war. um! eh eot zu Kreuze krochen, wenn der I luroce w ultice in t Uireimnlic kam. hoeli zuiuck zu Höllischer! I iitahic. weiter die wurmende At!unos>,.,siie eles Hunklokuls z.ti atmen, x e i tauscht er eien Iinroscheiiiel eeeeu den Schreibtisch trotz ei bittet len I amilieiiprotestes und xxant eleu >|u unc'in el.ts l iietew isse. noch uimiiidameiiticrtj.' uml wuchulsice eie r künstle rischen l.\isienz. I.rste I iililuncnnlmie mit eleu ueii.mituHchemleii soz.ial- I I tt ist hell Beitritte I, eines Marx, l.ussalle. Hebel, der I de rutur eles I i uhuaturalismiis. IJumsiim lind eleu l’miser \ ertiele m eier ieleal-auarcllistisjhcii Ric'lltut.c. ehe alle den i.mlken Apparat xon I amilie. >s 11ule und < jcsellschait blollstelleit. bestimmen ihn. nach einem kurzen < usispiel au einer Wiener Hankanstalt />, dem lanvte xmgemerkten Lutschluß. nach l’at/<*zn edlen Iber beginnen mm uielancholisji- ■Kchicketiele I ace1 X oll I ei n- und Nahdistanz zu der ..e liebten großen Stadt: abseitige \ erspouneiiheit mit eleu \ et scltxf iecetieii Reizen eles l.lixeiliboiireparhs, «t u.i I \ olles \ersinketi iu'elas einsame Selbst, hin und wieelei I >e such i ew olutioiiai e r \ orlesmicen und im übrigen ehe euuze llilietabe all eins < duck liliccbunele iier autoiniinei Sch.illelisireilieit. Als erfreulicher Sehlulistein dei erstell l’ariser Periode: ehe langersehnte I '-e gegnnng mit ein« in Seelen- und tiesini inigstteiiml. Knut llumsum. und die Hekaunt- ■ sehalt mit elem Verheer Vlhert I angeii. ehe zur l e be i Sie eh hing nach München uml zur Mitarhciterseliati am .>miplizissuuns" inhrt. Wir lernen den Kleis de te i um I äugen kennen: W edekiml. W asseri.i.mn. 11 a 111 sh 111 n. a. Ihe Münchener /.eil wird xx ieek i abgelost duie.li e inen längeren l’ariser Aufent- I alt I >ie smal . w.itel eile Staell intensiv er. nnabge- \\ amlte t me hr elole tat uientee rie bt, ehe' narkotisiele lieh I e be lislillt eie l niomlam II W e ll uml eh r Hohem .lUS'ge koste I. In politisdiei Ilms,.bl ist im damaligen I luiiktcich eine I isdil.niuhg und Holl! geoi'iertmg eie s ie \ i•liilie>iiaie il Instinkte s uml das lässige Hin- Je ite n m de n < deiseu eler Ko, ruption mi\erkennbar. \u eh n zweiten l’ansei \uieiithalt sei bellt sich w jede I ein zweitel M'.lliclicmi a’i. I he morbide llllel e rs>. hl.nieneL- 11eiuai iiscli-imw irkhehe Kunstleratmospllale.eht I Ile I .Neustadt tillelet ellllJl I lolitschel s I ede l e Ille .IIIU. Ille lll h be llehg tluktnie runde Wieder ...,be Wie »nkorpe I be he I’liaiitome tauchen die ''llliotte tte n W' e ele klilels. Ke X Se eliklgs. I hmthelleh X s. - hubitis .iui‘ \11e.!i die z.uw eilen incksuhlslosen par.i- ' tis^hell Ne IcIUIee il lll.illdlel Mltgheeh I elle'ses Kreises weiehu ge st rein, ehe sich unter eler Maske ehr \ e Miaue'is\e uieluke it X orz'ngsxx eise au die eigenen /mittce iiossi i: he i.miii.ie. he il und sie als t duckte d ie l nulle lelsi.ise n boshaft k.n I ikie lenden Harste llungshunst ei knien! Hier gibt es beit emdliches zu lesen, was unseren Respekt vor den Großmeistern des Schrifttums erheblich in die Schranken'zurückxx eist. Im Schlulikapitcl des Huches teilt llolitscher italienische Iv’cisecindruekc mit und gibt die psvcltologjsche .Motix iernng zu seinen späteren W eltreisen, die ihn nach Rußland. Amerika. Palästina usxv. führen. und die er in den bekannten, im gleiche» Verlage e, schieneneu Linzelxx erken. niedergelegt hat. Hie Harstelhmg dieser äußeren Lebensbahn enthalt mittelbar in sich den Hinweis aut die innere Lntw ickehingslhiie. die mich einmal überschaut werden mag. Sie fuhrt von der ursprünglich gegebenen Haltung eines persönlichen Individualismus, der die leideiisreichen Jahre der lugend beherrscht und auch den Alternden nie ganz entlasten kann, zum itberl'crsoiilichcn Dienst au den große» sozialreformerisclicu Aufgaben der Moderne. Hie-dichterischen laten der Jugendzeit, eingegliedert in die xx eltfeindlicheaesthetischeIsolierungstendenz. der wissensmilden und xxillensbrüchigen (icistiekcit des x origen Jahrhundertendes.sindselbstijiiälcrischc Ausdeutungen und Interpretationen des e Igenen..lch". dieser unumstößlichen Linmaligkeit und I inzigkeit: lieletichittngen und Abtastungen der /eile ..Ich", ihre Vergleichung mit de» exterritoriale» Kräften, die zunächst zu pein-vollenr empfundenem Sonderlinesbewußtsein, zur Abhebung. Abgrenzung und Rechtfertigung der eigenen Individualität gegenüber der ..Welt" benannten Außen regio» führen. Seite» sind die Momente eler Angldchnng mit gleich- . gestimmten W'escushildern. die das Schicksal dem unsteten Pilgerer aut" den einsamen Pfad streut: doch sind es Augenblicke glückhaftester Lntbundenheit xon der unseligen Linz.elve, haftung. Spammngsmtle'erung. Sx mpathienatistatisch. Hrückenknüpfung von Insel zu Insel der immer en. Iringlicher mahnende I tieb. die Linzelzelle des ..Ich" in die liiiiversalzellc Menschheit schöpferisch eingliedern zu können, drängt zu Reisen über den ganzen I rdball hin und tiiidet Nahrung und Kontaktmbglichkeit in der modernen geistigen Zeitstroimm«. die immer intensiver auf eine gemeiiischaftsfremidliche. energisch praktische Mitarbeit an den netten sozialen und V olkeir verbindenden Ideen große» Stils, zu stärkerem Verautw. oi ttmgsbexx »ßtsein eeeeu über dem „Hruder Wurm", e'em uniformloseii Mitmenschen und Nächsten hinzielt und die I rhebtmg gegen, den Lrpresserdruck der gex> isseiilosen internationalen .Militaristenfoderation fordert. I >ie kulttirx erbiudende synthetische Tendenz'. e!ie Nietzsche betontermaßen oft der edlen jüdischen Intelligenz, iiachgerühmt hat. findet in der xxegsiichenden I'ilgergesialt I lolitscher.s einen leidenschaftlichen Repräsentanten und Wortführer. Kindlichkeit zu behaupten, der Hieltst an der Gemein sehnit sollte oder konnte überhaupt das Recht auf I insamkeit und individuelle Sondergestaltung bebe bep und zum restlosen Aufgebot im Schoß der Vlkciiicinheit x erführen. Dies wäre eine törichte l iikultur und wurde einen xiel stärkeren Rückfall in den Itielix idualismtis zu I olge haben. Hier gilt es. den eioßeii harmonischen Ausgleich zu schaffen, xx ie icti ihn in dem Wirken llolitschers verkörpert zu selten meine. Hie V ersolmung z.xx ischeti den Intentionen des Ich uiiel den Anfofderungen der Gemeinschaft. Wenn Hosto.iexx ski in den literarischen Schriften die I Bedeutung persönlich indix idtteller Selbsterziehtmg mul -gestaltung besonders hervorhebt und dann in eien ..Karamasoffs" sagt, daß die große Menschheitskrise eler (iegoixvart aus der Ahsonderungssucht des

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