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Die jüdische Frau · 1925-05-05 · 1 (5.5.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
1 (5.5.1925)
Date
1925-05-05
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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IANC WIK IIHANNI -- KIN TIMT VOR DlfKK Non einem Sind die I hckui nicht von jeher der Meinung «cwesc fff" sic liiiiieii es .mt schlimmsten auf der Welt? I t.ihci Ii.il>e n ihre Klagen stets ein mitleidiges Ohr .:etjindeii und kamen sulche Klanen «ar aus berühmtem Mund, sanen wir. wurden sie von Caruso, von Chesterton. \oit I hielscher. \ on I all anncstimmt. so waren sie ihres Lrfolncv la der weitestgehenden Sv inf.ilhie heim nrohen Publikum sicher, her Arme hielt es. was hat er />> leiden, es mul! nicht schon sein, so dick /u sein . . . Wie aber stellt es mit den Launen? Mit denen, die ängstlich diircli die I ur der l ntcrnrnmlbalm treten, um nicht an der Oucrstannc an/ustoCen, die niemals aui der Reis. ein heit bekommen, in das sie hineinpasseii. die PcstüMili« mit kalten Luhe» erwachen. weil das Metttuch nicht fur sie ausreicht, wenn anders sie sich nicht entschlichen können. ..die kalte Schulter /u /einen??" Aon iluieat nie die Rede; sie dulden schweinern'. (ivwiß. Paraden und I eicheiizune berühmter Männer können die Launen ncmutlich betrachten, ohne sich durch die Menne drannen zu müssen aber wer sieht sich sowas iioJi an-? Ini Kino, im I lieaJer errenen sie den Unwillen der hinter ihnen Sitzenden. sie können doch iinnni1.'lalioinen Knoten in dnndlals oder die Meine schlinneii. Idos damit I ran Müller oder Herr Schulze hinter ihnen besser selten können. Wu-rum nil't es KoiiiektiiHisneschaite. die für ..starke Herren“ ein besonderes I.aner unterhalten, aber l'ur lanee Herren nichts dergleichen? W imm kann ich aulter K racenknopfen. Schlipsen oder Hüten nichts, aber auch nichts fertig kaufen? So bin ich «ezwunnen. iede Weste, jede Socke, jeden Schult atitcrtkcii lassen zu müssen, was meine Lebenshaltung so verteuert, dal! ich «ezwunnen bin. über dieses. mein angeborenes M ihvrescliick Artikel zu schreiben! I ehrkeiis muh ich noch bemerken, dah;iueb iiietn llutv erbraiich bedeutend den der Normallangen ubersteict. da ich das Unglück habe, öfter als Landen. alle anderen ..anzustohen". was stets einen neuen -Hut kostet. Nie tragische Jscite meiner Korperbeschaifenlieit aber ist ihre Komik in den Althen der andern. Man besucht keine (iesellschaft..betritt keinen öffentlichen Ort, keinen Yerniiü«un«sdampier. keine Hotelterrasse. ohne dal! erstaunte oder amüsierte Blicke einem folgen. Wie ist das Wetter da oben? ist eine beliebte Franc zur Fiiilcitim« einer jovialen Unter lialtun«. I >azu kommt, dal! von diesem Witz, eine ewi« verjüngende Kraft auszmrehen scheint: jeder meint, ihn zum ersten Mal gemacht zu haben, bricht sofort in lautes (ielächter aus und erwartet mit'’ Selbstverständlichkeit, dah inan mitlacht . . . Auch kann man sich mit den wenigsten Personen von Hainen «anz zu schweifen — auf der Strahe sehen •lassen, man erinnert, «ar zu sehr an die ..Stettiner Sänner". die. wenigstens bei der Straßenjutrend. noch eines ungeschmälerten Frfolnes sicher sind. Umso dankbarer ’ et innere ich mich einiger Witze, die auf mein Konto «innen, aber wirklich «ut waren. So riet mir eines Taues ein Freund mit ernstem (jesieht, das viele Xi«arettenrauchen zu unterlassen, es beciuträchtine das Wachstum! — Fin andermal traf ich auf der Straße einen Mann auf Stelzen, der irgend ein Plakat durch die Menne spazierenführte. ich «lanbe eins, das die Fröfinun« eines neuen Teehauses verkündete. AK sich «eniinerd Leute über den Mann auf Stelzen amüsiert hatten, trat einer auf mich zu und frante harmlos: Und wo-, für machen Sie Reklame? Fr hatte die Lacher auf seiner Seite ...» Und so bleibt den Launen nichts übrin. als ihr Los in (ieduld zu tränen, hie Dicken können eines lanes dünner werden, eines fernen Tanes wird auch für sie der Retter erstehen, in (lestalt eines fabelhaften Arztes, der die Diät erfindet, die auch 150 Kilonranun zum Schmelzen brinnt. Uns hilft nichts. Wir schrumpfen nie zusammen, nie. Hbch. ..Der Wat/mann". Meviis. ti-iv.li autv.li l'ibsjialv-.tmadc» \ei lebten den Nimmer m Merchtesiiuden: In dieser 1-tltisv.licnäi-n 11<li\\.iKI-N.itur. (iiviimlin die Nt im. ii. tu.ui ltr.uiv.lit keine Kur. Mn- Mcrcesriese». die Häupter \ nll Sihnee. Met hirtliv.be Kulm;.- und M'ersee. I iie imisveti uns .11 tuen I .iluteiisdieii .dien Iml nnlii mit den reichen Mever's cel.dien. Ne neuen 11 nnmi-r neu in Ihslase. I1.1I1 Me den \\ ,tf/in.tnii direkt Mir det Nase. Mir v.li.iiil Itevl.indie in dir Haus I ml Mein leiht in.ne-vi.ilisv.il aus. klein ll.insv.lien naliiii 11.an ativ.li sein in um. ii|i\miIiI er störte bei Schrill und I rill. It kann du- I rluheidn il nielit versteh n I ml Nudel di n K r e 11 / I’ e 1 1; ebenso selioii! M.un.i hob dm /um I enster eni|ior lud iliisiiit /aiiliv.li im kleine 1 Mir: Nclist I >» di n \\ al/inalin dort oben voll schriee?" Nein . i.nmniTi Hänschen-, ..nur nnliis ich seh‘!“ Vbu' s.ici Müller um ernslmn tiesicht, Itansv. In n. I tu sn hs, de» M ai/niami mein?" ' I ud vviedi-r hat ir die I raee V er nenn. Ii vi 1 dl mein, was die Müller meinl: l'ovh als 11 di 11 > ucivliiivl spui 1. I *a hat er-s|k|i d.'.ll v :il wenn. eilmrt, l ml plo'/lnh mit u ..Moili M.iur.i. I i.t ohe 11. .nh da klettert et läse tiraeUer. Kindergeplauder ..Das Fräulein vom lieben Gott“ l>ie Kinder lauschen. Mutter erzählt, l'nd zwar hat sie diesmal dazu erwählt. Weil durch den Schnee, der fällt und fällt. So weilt und-märchenhaft die Welt. I'ie alte, liebe wundervolle (iescliiclHe jener Frau Holle. Hie im Himmel schüttelt die Hellen aus. Mn werden die .lieblichen Flocken draus. Auf Hans hat die Sache Findruck gemacht. Meint als er am arideren Moreen erwacht l ud wieder sieht die Flocken fallen. Wie Me so auf nid nieder wallen. Ma dacht' er vodem Frühstück uleiclt Ans Marcben’ aus dem Himmelreich1, Aber der Name fiel,ihm nicht ein. Ma baute er sein Schwestcrlein, Mie vier Jahr allere Ueselott’: „Wie lieillt das Fräulein vom liehen tiott. Mas ihm so fein die Helte» macht?" Ii.i wurde er alkeiliit ausKclacht l'nd hat ceheltclt und hat gequält. His man ihm .dies noch einmaF erzählt! FKc Uruetzcr. .- -1 ' --- - ------ ■

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