Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- Nᵒ. 17.
- Date
- 1871-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wochenschrift für Freunde des Fortschritts im Judenthm. HcrauSgegeben von einem Vereine jüdischer Schriftsteller. J\(s. 17. Den 29. November _1871. Dieses Blatt erscheint wöchentlich in einer Nummer u. kostet vierteljährlich 40 kr.; mit dem „Isr. Lehrer" zusammen Ü0 kr. Inhalt. Wochenbericht: Einleitung. Nanzelmißbrauch. Frankel und di« Orthodoxie. Frankfurts jüdische Schulen. Lorrrspondenzen sc Zeitungsnachrichten: Berlin. Berlin. Leipzig. Ettenbrück. Frankfurt. Bayern. Dien. Polen. Chicago. Feuilleton: Luftschlösser. _ Wochenbericht. Ingelheim, den 23. Nov. 4871. Unsere Zeitschrift, soll volksthümlich sein. Sie soll die Ideen des Fortschritts im Judenthum ins Volk tragen und dort verbreiten; wo bisher nur zufällige Stimmungen und Anschauungen das religiöse Leben regelten und beherrschten, sollen sich Uebcrzeugungen Bahn brechen und begründen. Unsere Zeitschrift soll klar machen, daß wir, dic'Männer de» Fortschritts, mit unseren Bestrebungen weder den Zerfall des Judenthums und seiner geheiligten Institutionen, noch seine Auflösung in Sekten und Parteien wollen; daß wir vielmehr die Regenerirung desselben als unsere heilige Aufgabe betrachten. Wir glauben dieser unserer Aufgabe besser zu genügen, wenn wir ander Spitze unseres Blattes kurze Bemerkungen über Erscheinungen innerhalb und außerhalb des Judenthüm» bringen. die auf die Gestaltung desselben von maßgebendem Einfluss« find, als weitaussehende, wissenschaftliche Abhandlungen und Leitartikel, die oft für den Augenblick nicht gerade von besonderer Bedeutung find und da« große Publikum, das Volk, kalt lassen. Wir schließen darum durchaus solche längere Aussätze nicht aus; im Gegcntheil! Sie find die-festen Ecksteine, mit welchen der Bau des Judenthums der Zukunft, dessen erhabener Urgrund die Thora und die auf stetige Entwicklung hinweisenden ReligionSschristm deö Judcnthums sind, hcrgcstellt werden soll. Wir möchten sagen: sie sind gleichsam die fort und fort sich entwickelnde Tradition, die gleich den Discussioncn der talmudischen uud - späteren Zeiten bis zu den rvccni bas Leben des Judenthums regelten, cs in ^steter Fortentwicklung erhielten. Aber für unser Publikum halten wir doch die Anregungen des Augenblicks, die mit dem Geiste der Zeit in stetem Wechselvcrkchr sind, die einfach und schmucklos für Alle interessant, von Allen gelesen und verstanden werden können, für bedeutungsvoller. Gerade aus diesen kurzen Anregungen wird der Fachmann vielleicht Stoff schöpfen für seine größeren Abhandlungen und erfahren, was Allen Roth thut. Darum beginnen wir in dem Momente, in dem wir, gewiß auch zur Freude unserer Leser, sagen können: Das Synodalblatt steht fest und geht mit der göttlichen Hülfe einer erfreulichen Zukunft entgegen, in dem Augenblicke, in welchem wir in eine neue Offizin übergehen, um unfern geehrten Lesern eine größere Correctheit und präcisere Zusendung zusichern zu können, auch die neue Oeconomie unserer Zeitschrift und hoffen eine fteundliche Auf« nähme für dieselbe.