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Der israelitische Lehrer · 1871-01-01 · Nᵒ. 16. · p. Seite 126

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
Nᵒ. 16.
Date
1871-01-01
Page
Seite 126 (sequence 6)
Language
German
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Wcrlh, als das frcumu- Werk, geübt aus Heuchelei." Der Tod stützt selbst uncultivirten Völkern ein gewisse Scheu ein; die Sippe des Mainzer Iesuitismus erhebt sich über dies heilige Gefühl, hier greift eine Verwilderung Platz di«-Entsetzen erregt. Ihr steht die-vettnöcherteObservanz viel höher, als das Sittengesctz. das sic nicht ein-, sondern hundertmal mit Zützen tritt, sie zerfleischt, sie mordet, denn sie verleumdet unaufhörlich. (Siehe 3. M 19, 16; Tract. Arachin 15 b. und Maiuion. Deorh. 7.) Hören Sie. was z:var aller Welt bekannt, wovon ich aber so gut. wie Augen- und Ohrcnzcuge war. Als nian in Berlin sich anschickte, den seligen Tr. Holdheim seinem Stand und Berns gemäß mit gebührender Auszerchuung zur Gruft zu bestatten, erhoben blinder Fanatismus und bornirte SidurlomeLim ein Zetergeschrei. Ter fromme Greis, der bochorthodore R I. I. Oettinger, eine rabbinische Eelebrität, trug kein Bedenken gegen ein Grad in der für die Rabbiner Bcrlin'S rcservirten Gräberreihc. Denn, sagte der Zaddik und Gaon: Holdheim war ein Lhalmid Chacham. und wenn er gefehlt, nairr nry »c» und dann-D“cva ~c"a. Ter Mainzer IewitisniuS dagegen inöchte die Leichen derer, di« nicht auf seine Worte schwören, noch aiis ihren Gräbern herauszerren und sic besudeln! p'i« an pa r.o vn «n mi c:i ru-.p ■vcn?. rjjn. — Leobschüst, iift Noveoiber. Was meinem Anonymus in seiner Correspondenz Nr. 43 des „Israelit^ pm Dr. Lehmann in Mainz augenschcialich die Hauptsache war, meine Person mit Kot zu bewerfen, — darüber will ich mit ihm nicht zu Gericht gehen; das wird der fromme Mann schon mit seinem eigenen Gewissen abzumachen haben Nach einem solchen Attentat, ans dem die frevelhafte Absicht so evident hervorleuchtet, mich und andere chrenwcrthe Männer aus der Synode begeifern, halte ich es.geradezu für unter meiner ürde, ihn auf den ersten Theil seines Geschreibsels zu antworten Mit dem literarischen Wegelagerer, der aus sicherem Versteck heraus über den harmlosen Autor hettällt, eine Lanze zu brechen, wird keinem Ehrcnmauue in den Sinn komme». Dafür gibt cs eine ganz andere Züchtigung: ~cy ler ibtci 7” :e rci so -je-ra — Und was meine Freunde und die betrifft, die mich kennen, so werden sie sicherlich mir nicht zumuthen, mich gegen solck e Angriffe zu rechtfertigen; was dagegen diejenigen davon halten, die mich nicht kennen, ist für mich irrelevant. Insofern aber der erwähnte Corrcsp. niich mit der Anklage vor die Schranken fordert, ich hätte in dem von mir übersetzten und commentitten crpn -V» aus demrwc j-i-tp’ rs-^o jxmjr? naPr arm wörtlich abgcschricbcn und mich nicht gescheut, mich als den Entdecker der neuen Idee bei dem hohen Liede auszugeben, — mich also eines gcfliffentlichen Plagiats bezüchtigt, fühle ich mich verpflichtet, Rede zu stehen, und sei es auch nur meiner Freunde wegen, die nicht alle in der Lage sein dürften, die Stichhaltigkeit der als Beweis für seine Behauptung augeführten Citate aus eigener Initiative zu prüfen und die Leichtfertigkeit, mit welcher mein unlauterer Ankläger dabei zu Wette gegangen ist, zu bemessen. Zuvörderst gebe ich hiermit feierlichst niein Ehrenwott darauf, und ich darf mit gutein Gewiffen sagen crcnaa '-..ivi ny a’ora rur, daß. ich um das Jahr -1833, um jene Zeit also, in welche die Uebersetzung und Ausarbeitung meines Comuientars zum hohen Liede fällt — ich bitte, das Datum der dem Schristcheii vorgedruckten hebräischen Gutachten nicht zu übersehen — taktisch noch nicht gemutzt habe, daß das angezogene Lcwinsohnsche Wett exiftirt; dasselbe ist mir erst ettva 15- Jahre später zur Cognition gekommen. Es wird demnach keiner Tcduction bedürfen, daß ich den jrw ns’po zu meiner Arbeit nicht benutzen konnte. Nächst.dem. habe ich doch — was meinein so scharfsichtigen Kritiker, wie mein Anonymus sich geberdct, nicht entgehen konnte — in meiner Vorrede zu dem Werkchcn Seite 11 init den Worten, ns« Twsin oPa so o, 2on N-ip cj yn sv' ins» “cd ’u.voa onasa-. D"C-in -2 Twxso >3i Tisnp 1780 H'spn '1 D'ay.1 ’cono yn’mawi ,rcsa psn «ca vr« ->e’ rro pipoc. '7P ,12'D.I ',i N'3 uao Put-ra Pd »nionro Kip» enipn also nicht nur ausdrücklich hervorgehoben, daß ich. durchaus keinen Anspruch aus die Originalität des dann entwickelten Jdeengangcs mache, sondern auch ganz offen die Quelle angegeben, welche von mir beuutzt worden ist. Wäre nun der pur’ ns^o ebenfalls von mir benutzt worden, was hätte mich abhalten können, auch nach der Seite hin der Wahrheit die Ehre zu geben und ihn. zu. nennen? Aber auch davon abstrayirt, wolle der geirrigte Leser sich einmal die Citate des anonymen frtitikers etwas näher ansehen, um das Lügengewebe des nuo nix, welches er auf Grund derselbe construitt, zu. überschauen. Er ist darin wahrhaftig nicht glücklicher gewesen, als in dem Theile seiner Correspondenz, irr welchem er mit jener maßlosen Böswilligkeit, die da anfängt, wo die chrliche Gesinnung aufhött, mir so viel wieAlles— Ehrlichkeit. Glauben, Kenntnisse, Bescheidenheit, Charaler und weiß Gott, was sonst noch, abzusprechcn sich bemüht. Wen« fiele dabei nicht der bekannte Ausspruch D’-ay tOi Dfw omy nn ein! Doch r.’Oi prr> i> jiv nai ina. Wohlan denn! nnc-ji so o1?. — Worin gipfelt seine ganze künstliche Beweiskraft in dem gauzen von ihm aufgewirbetten gelchtten Staub? In der für jeden unparteiischcn ganz unverfänglichen Thatsache, daß mitunter ei« einzelnes Wort, mitunter auch zwei, drei gleichlautende Wörter bisweilen auch Einzelnes aus dem tio zur Mcndelsohnschen Uebersetzung, worcuf ich ebenfalls in.

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