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Der israelitische Lehrer · 1871-01-01 · Nᵒ. 7. · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
Nᵒ. 7.
Date
1871-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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pnftalMatt. Wochenschrift für Freun-e des Fortschritts im Judenthum. Hrrausgegebenvon einem Vereine jüdischer Schriftsteller. J%ß 7. Den 20. September 1871. Dieses Blatt erscheint wöchentlich in einer Stummer und kostet vorläufig bis zum 1. Januar 1872 fl. 1. 12 kr. — 20 Sgr. Dem „Z§r. Lehrer" wird es als Beilage gratis beigcgeben. Die Hegner der Synode. (Fortsetzung.) Eine cigenthüliilichc Stellung gegenüber der Synode hat die sogenannte Mittelpartei, die Fraktion de» Breslauer Seminars eingenommen. Da ist bis zu diesem Augenblicke ein Hin- und Hcrschaukeln, -ganz den Tendenzen dieser Richtung entsprechend. Viele Worten, wenig Klarheit. Und doch niüssen wir diesen Männern das Zugcständniß machen, daß sie sich bemühen, würdig zu rcfcrircn; daß man ihnen anfühlt, wie sic die hohe Bedeutung der Synode und ihr ebenso ruhiges als energisches Auftreten anerkennen, daß sie nur noch nicht wissen, wie sic sich zu ihr stellen sollen. „Wir sollten hingehend sagt Einer; „Nein, wir sollten nicht hingehen," der Andere. Und die Referate kommen imincr wieder, sic wiederholen sich und nehmen einen großen Raunt in der Zeitschrift ein, und bis auf einige unschädliche Witzeleien, ganz in würdiger Haltung, so. daß man eben nicht wissen kann.-ins1? ck.-itw u7n ob die Herren zu uns gehören oder zu unseren Feinden. Wir sehen, der Gedanke der Synode an und für sich, das gemeinsame Vorwärtsftreben hat auch in diesen Kreisen gezündet. Die Herren wissen, daß es so nicht mehr geht; sie haben Einsicht genug, dem Rade der Zeit nicht in die Speichen fallen zu wollen. Nun denn, wir haben heute nicht Ursache, mit ihnen zu rechten. Wir achten grundsätzlich würdige Haltung, selbst dann, wenn wir uns sagen müssen, daß der freie selbstständige Eharacter bei solchem. Schaukelsystem zu Grunde geht und diese Richtling für die freie Entwicklung des Jüdenthum» schädlicher ist, als die jener Ltthodorie', die todt ist und nur durch Schimpfen und Toben, durch wüstes Geschrei noch Gewicht und durch Insolenz und Indifferenz zuweilen ,'ogar das Uebergewicht hat. — Tie Zeit wird kommen, wo wir ihnen beweisen werden, daß sic kommen, sich der Synode «»schließen müssen, wenn ihre angebliche Liebe zum Judenthume eine wahrhafte ist. Eins müssen wir constätiren. Mit Ernst, mit wissenschaftlichen Waffen, mit klarenGründen ist noch von kein er Seite auch nur Einer de rB eschlüsse der Sy'node irgend a nge griffen worden. Alles, was bisher etwa gesprochen worden, bezog sich höchstens a»f den Modus der Abstimmung, auf die Zusammensetzung und Geschäftsordnung, lieber die Sache selbst noch kein Wort; kein Gegengrund. Und daruni sind wir doch in aller Form in den Bann gethan; nicht eigentlich wir, sondern nur die theologischen Mitglieder der Synode, die Rabbinen! Unsere geschätzten Leser werden das aus den öffentlichcu (politischen) Blättern schon erfahren haben. Was wir erleben müssen? Ein Pfälzer orthodoxer Rabbiner schreibt an die Gemeinden und Privaten des Sprengels, aus welchem der Rabbiner sich der Synode angcschlofsen, daß der Rabbiner Dr. Grünebaum von Landau nach dem Be-

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