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Der israelitische Lehrer · 1871-12-06 · 49 (6.12.1871) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
49 (6.12.1871)
Date
1871-12-06
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Israelitische Lehrer. Wochenschrift für die Angelegenheiten des isrnelitischen LchrerÜnndes. Organ für denVercin „Achawa" & dcn deutfch-isr. Lchrerverein. M 49. - Den 6. Dezember I8?l. 11. Jahrgang. Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Abonncmentspreis 25 kr. — 7>,2 Sgr., zusammen mit dem Synodalblatt 14Sgr. — 50 kr. Anzeigen zu I Sgr. die. Petilzcile. B-stellungen nehmen alle Postämter und -Buchhandlungen an. ICMtA Bll. v Wiederholte und letzte Aufforderung. Nach §. 11 des Statutes sollen die Beiträge der Mitglieder bis zum 1. Juli , des laufenden Rechnungsjahres entrichtet sein. Wir ersuchen diejenigen, welche mit der Entrichtung des Beitrages und ihren Nachzahlungen (§. 13) pro 1871 auch jetzt noch im Rückstände sind, ihrer Verpflichtung schleunigst nachzukommen und die Gelder an unfern Rechner, Herrn Leopold Dann in Fraikkfurt a M., (Schnurgässe 36), cinsenden zu wollen. Eine weitere Aufforderung kann um so weniger erfolgen, als bis zum 15. Dezember unsere Bücher für das laufcildc Jahr geschlossen werden und haben sich die auch jetzt noch Säumigen die etwaigen Folgen selbst zuzuschreiben. Frankfurt aM., den 30. November 1871. Tie Verwaltung. Inhalt: Leitartikel: Welche Anforderungen sind an einen iSr. Lehrer zu stellen? Wochenbericht: Wien. Untcrstützungskaffe re. in Westphalen und Rheirprovin,. Anzeigen. — Welche Anforderungen 6nd nn einen israelitischen Lehrer Zn Üellen? (Schluß) III. Stellung zur Schult. . Wenn unsere Weisen sagen: 2'2N "N22 'il' 18^2 “p^y „ES sei die Ehre deines Schülers t ir so lieb, wie die deinige," so wäre im Allgemeinen schon die Stellung bezeichnet, die der Lehrer in Beziehung auf seine Schule einnehmen sollte; da aber noch ganz andere Faktoren hierbei maßgebend sind, so sei uns an dieser Stelle erlaubt, etwas Näheres hierüber mitzuthcilen: D'-iriN E2H?p p 'nriN’i “pOlty ttltrp „Erziehe dich selbst, und alsdann kannst du auch Andere erziehen," ist jene goldene Regel, die ein jeder Lehrer sich aus die steinernen Tafeln seines Herzens und seiner Seele schreiben sollte, zu» sie nie wieder zu vergessen und sie ihm vorschwebcn, so ost er seine Schritte in die Stätte seiner Wirksamkeit lenket und Fehler bei' seinen Schülern zu finden glaubet, die er vielleicht selbst besitzet. Daß dieses Einsehen und Erkennen nicht so leicht in, wie es auf den . ersten Anblick scheinet, wird wohl jeder College, der I es ehrlich mit sich meint, gerne mit unterschreiben. . Wir sterbliche Wesen sind nun leider einmal daran ' gewöhnt, alles Andere früher zu erkennen und einzusehcn, als unsere eigenen Schwächen"und Fehler — 8 und besonders ostmals wir Lehrer, die wir so gerne vielmal ein ,,Xon plus ultra“ in jeder Beziehung zu sein glauben und nicht beachten die trefflichen Worte des größten Dichters der Deutschen: .Fehlst »du, laß di<b's nicht betrüb»»; Denn der Mangel fülirt zum Lieben: kiannst dich nicht vom Fehl befreien, Wirst du Andern gern verzeihen." Wir Erzieher haben ostmals zu wenig Kenntniß und Vertrauen von unserer Individualität und unserem Charakter, von unserm Temperamente und! psychologischen Sein, von unfern Mängeln und

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