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Der israelitische Lehrer · 1871-11-22 · 47 (22.11.1871) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
47 (22.11.1871)
Date
1871-11-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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|et Asrselitjsclu! IeKrer. Wochenschrift für die Angelegenheiten des israel. Lchrerstande». Orgav für den Verein „Achnwa" & den dculsch-isr. Lchrerverein. M 47. Den 22. November 1871. 11. Jahrgang. WLibmtlich 1 Nummer. Pierteljühelicker »i>onn«mmt»prei« 25kr. 7j Sgr., zusamnien mit dem Synodalblatt 14-/r Sgr. * 50 fr. Anzeigen zu 1 Sgr. die ite:»zette «ettellungei, nehmen all« Postämter un» Buchhandlungen an. Deutsch-jüdischer Lehrerverein. Wir bringt.'» hiermit unseren verehrlichen Mitgliedern und College» die Mittheilung, das; die Angelegenheit« n des deutsch-jüdischen LehrerVereins im besten Zuge sind. Wir haben absichtlich die Veröffentlichung deS Aufrufes einige Zeit aus hier nicht mittheilbaren Gründen hinausgeschoben. Fndeffen habeit sich in vielen Kreisen bereits Vorstände der Bczirksvereine gebildet, in anderen »reifen sind dieselben in der Bildung begriffen und wir erwarten Leinnächst «eitere Nachrichten und desinitive Zusagen. Sobald diese eingetroffen . werden wir zuerst an unsere College» einen Aufruf erlaffen und demselben die weiteste Verbreitung zu, geben suchen. Das ’ Weitere »erden wir, im Vereine mit dem gebildeten Vorstände, vcranlaffcn Ober-Ingelheim, den 15. November 1871. Ter z. Präsident des deutsch-jüdischen Lehrervereins. I. Klingenstern. Warum ist Jortbildung öesonders Pflicht des Lehrers? Vvrgktragen in der am Lvtekberg bei Berleburg im Juni 1871 stattgehabten Lehrer-Confcrenz, von N. H. K a tz, Lehrer und Cantor in Berleburg. (Schluß.) Oben haben wir aus der Natur das Gesetz, und daraus die besondere Pflicht der Fortbildung erkannt; aber auch die heilige Schrift lehrt es in dem ersten Kapitel der Genesis, wo sie die Wcltschöpsung in sechs Tagen erzählt. Am ersten Tage trat außer Himmel und Erde das Licht in die Erscheinung, um anzudeuten, daß die Erkenntniß überall Licht in die Erscheinungen bringen, soll, und dann entstanden an jedem folgenden Schöpfungstage vollendetere Organismen, bis mit der Schöpfung des Menschen das Werk vollendet war , auf daß er, der im Ebenbilde Gottes Erschaffene, dieses erkenne und durch eigene Fortbildung die höchstmöglichste Vollkommenheit zu erstreben suche. Der Lehrer ist auch daher besonders zur Fortbildung verpflichtet, weil er diese Erkenntniß unter seinen Schülern verbreiten und nach diesen! erhabenen Ziele zu streben anleilcn soll. Auch die Geschichte lel>rl die stetige Fortbildung in der Menschheit und zeigt, daß Völker, die in ihrer Entwickelung stehen blieben, entweder untergingen, oder von ihrer geschichtlichen Bedeutung heninter gesunken find und diele last nur selten wieder erlangt haben oder nur dadurch, daß sic mit unendlicher Kraftanstrengung ihre Entwickelung da wieder aufgenommen haben, wo sie sie abgebrochen hatten. Solche Folgen hat die Fortbildung. Und der «eise Hillcl, der in vorchristlicher *) Zeit lebte, in Babylon Holzhauer war, aber durch unermüdlichen Fleiß es dahin brachte, daß er Präsident des Snnedrions in Jerusalem wurde, sagt'—Pirke *) Man vergesse nicht, dahier Portrag ln einer nicht jüdischen Conserenz gehalten wurde. Redactien.

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