Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 45 (8.11.1871)
- Date
- 1871-11-08
- Page
- Seite 302 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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302 ff. 14.), Lewald in Nachfeld (Nach^ihlung fl. 1.45 kr.), Uffenhcimer in Weißendorf, Cahn in Heddernheim (Nachzahlung fl. 5. 15 kr.), Werthan in Frankenau. Morgenthal in Idstein, Welsch in Georgensgemünd, Grünthal in Bebra, Klcimenhagen in Schwerin (Nachzahlung fl. 3. 30 kr.). Schwab in Neustadt, Aron in Esens. Hominel in Schweiniurt. Frank in Hechingen, Llchtenftädtcr in Hechingen, Katz in Niederweiser (Nachzahlung fl. 1. 45 kr.), Banderwart in Neustadt, Sein tn Frankfurt a. M. Wertheimer in Heldenbergen. Freiwillige Jahresbeiträge: Herren: M. L. Nußbaum inFriedbcrg 2 fl. Aus Mainz: I. Bach u. Comp. 1 fl. 30 kr. Rud. Bambergcr 2 fl. Leop. Bing 1 fl. I. Bloch 1 fl. Carlebach u. Cahn 2 fl. E. Cantor 1 fl. A. Dreydelsohn u. Comp. 2 fl. A. Drucker u. Comp. 1 fl. L. Friedmann 1 fl. Ganz u. Comp. 1 fl, Sal. B. Goldschmidt 2 fl. Leop. .Hamburg 2 fl. Alb, Hecht 1 fl. 30 kr. Sg. C. Heidenheimcr 3 fl. Otto Herz u. Comp. 1 ft. Gg. Hirsch 1 fl. H. u. G. Hin'ch 1 fl. 30 kr. B. Hochheimer 2 fl. Horch 1 fl. Gebr. Koch 1 ft. L. Leoni 2 fl. N. Lichten 2 ft. Carl Liebmann 1 fl. Leo Lorch 2 ft. B. I. Mever 2 fl. M. S. Mever 1 st. Mar Mever I.. 1 ft. Nach. I. Mauer 2 st. Gebr. Maßbach 2 ft. M. Model 2 ft. M. Nathan u. Comp. 1 fl. Mor. Oppenheim 2 fl. M. L Oppenheim 2 fl. Leo Reinach 2 fl. S. Saaler 1 ]i. Victor Salm 1 fl. Aug. Salomon 1 ft. Bernh. Salonwn 1 fl. D. Salomon 1 fl. S- Strauß I. 1 ft. L. Strauß Se. 2 ft. " Zinsen: Bon fl. 3.XX). 4>/, o/o Württ. Ovlig. pr. 1. Oct. 78 st. 45 kr. Bon st. 1000. 4 »/„ Hess. Ovlig. pr. 1. Zkov. 20 fl. Bon ft. C. 1000. 5 °/o 1860 (i) Ocsterr. Loo'eu 1. Nov. 20 ft. Frankfurt a. M.. 1. November 1871. Leopold Dann, Rechner. pädagogische Aphorismen. (Fortsetzung.) III. Ordnung M UnternchUgdgeustaudrS. Der Unterricht ist nicht um seiner selbst Willen da; er soll auf die Individuen wirten, die durch denselben zum Bewußtsein ihrer Kräfte gebracht werden und dieselben entsaften und üben sollen So groß nun auch das Maas der menschlichen Kräfte des Einzelnen sein mag: das menschliche Wilsen ist im Allgemeinen ungeheuer, und nur ein kleiner Theil dieses Schatzes ist für den Einzelnen bestimmt. Wenn nun dies Wenige seinen ZwÄ erreichen soll, so muß es so geordnet lein, daß es die individuelle Kraft trifft, und zwar in dem Punkte, wo es sic treffen soll. Es mnß also der Stoff so gewählt werden und so geordnet sein, daß er sowohl die materiale als auch insbesondere die formale Bildung des Menschen unterstützt und fördert. Wie nun der Unterricht fein muß, wenn er analog der Entwicklung der menschlichen Kräfte und Anlagen sein und auf dieselbe mit voller Kraft wirken will, muß uns die Pädagogik lehren. Bor allem müffen die Grundvorstellungen des Menschen entwickelt, darum besonders die Elemente des Wiffens voraus eingeübt werden. Es muß diesen eine solche Kraft zugewendet werden, daß sie wirklich zu elementaren Vorstellungen werden, und weiter darauf gebaut werden kann. Auf diese elementaren Vorstellungen muß beim weiteren Unterrichten häufig zurückgegangen werden. Ist die Basis gut, wird sich viel darauf bauen lassen. Es soll also der Unterrichtsstoff geordnet, der Unterricht ein woh'lgeordncter sein Der Unterricht ist aber nur dann wohlgeordnet zu nennen, wenn er, während er in sich eine Einheit bildet, und immer Eines auf das Andere bezogen werden kann, zugleich genaue und festbestimmte Äbtheilunzen hat, alw daß das ganze Material in bestimmte Stufen und kleine Ganze zerfalle. Das unterstützt gar sehr den Unterricht, wenn der Schüler nach jeder einzelnen Unternchtsftunde oder kleineren Abthcilnng einen Ruhepunft findet, von wo aus er den Blick zurückwenden kann auf die durchschrittene Bahn und immer etwas in sich Abgeschloffenes als fein freies Eigenthum erkennt. Zu diesem Zwecke hat der Lehrer für jeden Lehrgegenstand ffeftbeftimmte Lehrgänge zu entwerfen, seinem Untericht womöglich einen gedruckten Leitfaden zu Gruude zu legen, für jede einzelne Stunde, Woche. Monat, Jahr das Material soviel als möglich rlach Maßgabe seiner Schüler voraus zu bestimmen je. je. Er mnß mit klarem Blicke den Gegenstand und den Verlauf bei der Aneignung im Geiste des Schülers durchschauen, und aller Zufall muß also aus der Schule entfernt sein. Dabei ist selbstverständlich, daß frühere Stufen übersichtlich dem Geiste und Gedächtnisse von Zeit zu Zeit nochmals vorgeführt «erden müffen. um. soviel es die kindliche Faffungsgabe zuläßt, Ueberficht und Einheit zu gewinnen; dabei dürfen aber auch zu- ' weileir spätere Stufen voraus angedeutet werden, sowohl um die Wißbegierde der Kinder zu reizen, und schon im Unterrichte die später im Leven so mächtige Kraft des Höffens auch auf Höheres zu lenken: So muß wohl-