Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 44 (1.11.1871)
- Date
- 1871-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V er IsrMÜtiselw Wochenschrift für die Angelegenheiten des israel. Lehr^rstayde-» Organ für Leu Verein „Achawa" & den Lcutsch-isr. SehrertzeretHo M 44. i Den I. November 187L. 11. Z«hrga»g. Wöchentlich 1 Nemnnrr. «ierleljShrlicher Lbonnementrprei« 2Skr. — 7j Sgr., zusammen mit dem Eynadaldlatt 14V» Sgr. -»» 50 fr. Anzeigen zu 1 Sgr. die Peuizeil« Bestellungen nehmen all« Postämter «nd Buchhandlungen an. ACHAWA. Wiederholte und dringende Avsforderung, Nach ^.11 des Statuts sollen die Beiträge der Mitglieder bis zum I. Juli des lausenden Rechnungsjahres entrichtet sein. Wir ersuchen diejenigen, welche mit der Entrichtung de« Beitrags und ihrer Rachzhlnngen {§. 13) pro 1871 auch jetzt noch im Rückstände find, ihrer Verpflichtung schleunigst nachzukommcn und die Gelder an unfern Rechner, Herrn Leopold Dann in Frankfurt a. M. (Schnurgafie) 36, einsenden zu wollen Frankfurt a. M., den 30. Oktober 1871. Die Verwaltung. pädagogische Aphorismen. i. Tie Individualität des Schülers. Nicht Jeder kann alles leisten; nicht Jeder soll alles leisten; die Natnr hat, so viele Existenzen sic auch geschaffen, für jedes Seelenleben eine andere Gestaltung angelegt: — die individuellen Anlagen. Nur das „ewig Menschliche" im Menschen, das Allgemeinste ist bei Allen gleich. Jedes Individuum — jede menschliche Existenz — hat das „ewige Recht der rrcimenschlichen Gestaltung seiner Individualität, sobald es das Allgemeinnienschliche, das Allen gemeinsame achtel und beachtet." In der'Vielheit der Existenzen, in der Verschiedenheit der individuellen Anlagen nach Art und Maaß liegt das wahrhaft Göttliche in« Menschen, die Einheit in der Vielheit, die Ergänzung. Darum hat Individuum das Recht, und die Erziehung.und der Unterricht die Pflicht, das allgemein - memchlichc in der ihin von Gott anerschaffcnen Mcnschennatur frcimenschlich in eigener Form darzustellcn. Der wahre Erzieher und der wahre Lehrer achten diese Individualität, und suchen sie selbstständig zu entwickeln, — dem Einen Milch, dein Andern feste Speise.-Nur insoweit! das Menschliche in Allen das Eine nndGleiche ist, mutz i auch die Erziehung dieselbe sein für Alle, der Unter- I richt für Alle gleichmätzig sein. — l Dem Lehrer liegt cs also nebst der Beachtung der! Kraft und der Art der Anlage ob, die Anlagen und Talente der Schüler zu berücksichtigen, weil der Staat und die menschliche Gesellschaft das Recht und auch das gxötzte Interesse haben, datz kein besonderes Talent ver-! loren gehe für das Allgemeine; jeder Einzelne aber | auch in seinem Berufe sich glücklich fühle; denn es gibt bekanntlich kein grötzeres Unglück als mit des Lebens i Weg einen Theil des Lebens selbst, mit dem äutzern j Beruf die Zufriedenheit, das glücklich« Wirken, also . die höhere Bestimmung verfehlt zu haben.