Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 40 (4.10.1871)
- Date
- 1871-10-04
- Page
- Seite 283 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 283 — Stunden- und Lectionsptan für die einktafstge israel. Wolksschute zu A. 1 Zeit. Elaste Sonntag. Montag. Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Freilag. | von 8—9 I. Religion. Hebräisch. Rechnen. Rechnen. Bibl. Geschichte. Rechnen. II. „ Stylübung. Schlübung. „ Schlübung. 9-10 I. Hebräisch. Rechnen. Ideographie. Naturgeschichte. Schlübung. Geographie. II. ff Schreiben. Rechnen. „ III. ft Schreiben. Schreiben. Schreiben. Schreiben. 10—11 I. Relig. Gesang Lesen. Schlübung. Stulübung. Lesen. Stnlübungen. II. Jt Rechenübuilgen. Rechnen. Rechnen. Schreiben.. Rechnen. , HI. ft Lesen. Lesen. Lesen. Lesen. Lesen. 11—12 I. Bibl. Geschichte. Akäturlehre. Lesen. Gesang. Geschichte. Gesang. t II. Schreiben. | -2—3 I. frei. Schreiben. Schreiben. frei. Schreiben. Schreiben. II. Lesen. Lesen. " Lesen. Lesen. - i III. Anschauunzsüb. Entwickl. relig. „ Anschauungsüb. Entwickl. relig. 3-4 I. Ij * ' U Begriffe. Begriffe. > " Sprüche Pentateuch übers. .. deutiche spräche Pentateuch ilhers. III. Schreiben. Rechenübungen. Schreiben. Rechenübungen. Wochenbericht. Aus Ungarn, 15. September. Wer unsere j Schulzustände aus eigner Anschauung fcimt, wird.ge- ' stehen müssen, daß dieselben noch nieinals so verkommen waren. Wir wollen nichr reden von den grösser» Gemeinden, wie Pesth, Szegcdi», .Manisch«;c. :c.. da hier seil Jahren geregellc Schulen bestehen. In den kleinern Gemeinden, ivo sich die (Konfession nicht organisirl hat. ist ei» Schulpräses ei» unumschränkter ' Herrscher und die Regierung schaut sich wenig oder gar nicht um. Es ivärc endlich an der Zeit, das; die Eonfessiou sich organisirte und, falls solches unmöglich ist, sollte sic endlich ihr Schulwesen übernehmen und es aus den Händen anderer Eonfessioncn reißen. Der isr. Landcsschulfond wird noch immer nicht im Sinne der Eongreßbeschlüssc verwendet, die Mustcrlehrer, obwohl laut Beschlüssen des Congresscs disponibel gemacht, snngiren provisorisch weiter und die sog. Talmudschulen, Seminarien, werden nicht eröffnet. Mittlerweile errichtet die hohe Regierung Lehrerbildungsanstalten ohne Unterschied der Eonfession, ignorirt aber doch größtcntheils den Jude». Auf pädagogischem Gebiete arbeiten die Israeliten rüstig mit und begegnen uns sowohl in Lchrcrconserenzen als auf dem Büchermärkte (Glaubensgenossen sehr häufig. Auf dem südungarischen Lchrertag zeichneten sich mehrere Juden als Redner aus; wir erwähnen die Herren Direktoren Abraham Lederer aus Pesth und Eohn aus Temesoür. Bor kurzem erschienen Werke über Anschauungsunterricht. Denk- und Sprechübungen von Abr. Lederer, herausgegcben durch das Hobe königl. ungarische Unterrichtsministerium. Es ist erfreulich, däß die hohe Schulbehörde gerade einen Israeliten mit dem Verfassen von Schulschriftcn beauftragt. Vom pädagogischen' Standpunkte aus können wir behaupten, das; Herr Lederer seine Aufgabe vorzüglich gelöst hat, wenn auch von gcivisser s>eile aus mit neidischen Augen ein jedes seiner Geisteskinder begeifert wird. Dberlehrer I. I. Rosenmeyer. Pesth. Die ungarisch israelitische Wochenschrift bringt folgende Einladung: Der „ung. isr. Landes-Lehrerve re in" wird feine diesjährige , General- V e r i a in in l u n g am und 5. Lktober in Pesth abl)alten. wozu sämmlliche stid. Lehrer und Lehrerinnen Ungarn's und Siebenbürgen s hiermit höflichst geladen werden. Am letzten der obengenannten Tage werden spezielle Vereinsangele- I genheiten besprochen, und können an den diesbezüglichen j Debatten nur Mitglieder des Vereins Theil nehmen, l Wegen Erlangung von Fahr-preis-Ermätzigung hat j das Präsidium bereits Schritte gcthan. i Jene p. t. Lehrer und Lehrerinnen, die der Ge-