Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 39 (27.9.1871)
- Date
- 1871-09-27
- Page
- Seite 278 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 278 ACHAWA. Aufforderung Nach K. 11 des Statuts sollen dre Beittäge der Mitglieder bis zum 1. Juli des laufenden Rechnungsjahres entrichtet sein. Wir ersuchen diejenigen, welche mit der Entrichtung des Beittags und ihrer Nachzahlungen (8- 13) pro 1871 auch jestt noch im Rückstände sind, ihrer Verpflichtung alsbald nachzukommen und die Gelder an unfern Rechner, Herrn Leopold Dann in Frankfurt a. M. (Schnurgasse) 36, einsenden zu wollen. Frankfurt a. M., den 15. Sept. 1871. Die Verwaltung. Lehrplan für die israel. Volksschule zu N. (An die X.-Bchörbe zu N.) Die israel. Volksschule zu N. umfaßt alle Altersklassen. Die Mädchen aus der israel. Religionsgemeinde besuchen zumeist das hiesige Töchter-Jnstitut und kommen in unsere Schule nur zum Religionsunterrichte — incl. Hebräisch, Bibi. Geschichte und Gesang. (Kriaben: Realschule und Gymnasium?) Dieser Umstand muß bei der Vertheilung der Unterrichtsgegenstände berücksichtigt werden. Die bezüglichen Religionsunterrichtsstunden fallen daher auf Sonntag Vormittag und Montag und Donnerstag von 8—9 Uhr. Im Interesse der betreffenden Familien, sowie aus pädagogischen Gründen fallen von den sechs täglichen Unterrichtsstunden vier auf den Vormittag und nur zwei aus Nachmittag. Eine Folge die>er Einrichtung ist, daß in unserer Schuje statt der ursprünglich beabsichttgten und festgestellten 30 jetzt 32 Stunden wöchentlich unterrichtet werden. Rur in den heißen Sommermonaten — vom 15. Juni bis 15. August — fallen einzelne Nachmittagsstunden aus. Sonst werden im Sommer wie im Winter gleich viel Stunden unterrichtet, obwohl hierorts gesetzlich die öffenllichen Schulen an Sommernachmittagen frei haben. Es ist dies ein freies Uebereinkommen der isr. Religionsgemeinde mit dem Lehrer. Es soll unterrichtet werden: I. Religion. 1. Klasse: Glaubens-und Pflichtenlehre, nach Stein, Tora umizwa (Lehre und Gebot) wöchentlich 1 Stunde. — 2. und 3. Klasse: Einzelne Bibelsprüche mit sachlichen und inhaltlichen Erläuterungen. Entwickelung religiöser Begriffe; wömehrere halbe Stunden. . Biblische Geschichte. 1. Klasse: Die ganze biblische und die nachbiblische Religionsgeschichte, wöchentlich (mit 2 und 3 combinirt) zwei Stunden. 2. Klasse: Die biblische Geschichte bis Moses. Kl.: Einzelne Geschichten aus der Geschichte. III. Hebräisch incl. Bibelkunde. Lesen und Uebersetzen von Gebeten, wöchentlich 2 Stunden. Pentateuchübersetzen wöchentlich 2 Stunden — 4 Stunden. 2. Klasse, wöchentlich zwei halbe Stunden, Lesen und Uebersetzen des Gelesenen. tV. Lesen. 1. Klasse: Geläufiges und ausdrucksvolles Lese» mit Berücksichtigung des sprachlichen und inhaltlichen Verständnisses; wöchentlich 2 Stunden. 2. Klasse: logisches Lesen, wöchentlich 4 Stunden. 3. Klasse: mechanisches Lesen, täglich einmal. Für alle Klassen sind die (3 Kurse des) „Lesebuch in Lebensbildern" eingeführt. \ V. Deutsche Sprache und St^l. Nachbildung und selbstthatige Bearbeitung von Beschreibungen, Erzählungen, Umbildungen poetischer Stücke in Prosa, Briefe, Geschästsaussätze, zu welchen in der unteren Klasse durch Satzbildungen vorbereitet wird. Hieran anschließend Wort- und Satzlehre sowie Rechtschreibung, wöchentlich 4 resp. 6 Stunden. VI. Rechnen. Drei- und Viersatz und deren praktische Anwendung in Zins, Gesellschaftsrc. Rechnungen, Decimalbruchanwendungen für die 1. Klasse 2. Klasse: Allseitiges Rechnen im unbegrenzten Zahlenraume mit benannten und unbenannten Zahlen. Brüche und Decimalbrüche. 3. Klasse: Allseitiges Rechnen im Zahlenraume von 1—1000. Addiren. 1. Klasse vier Stunden, 2. Klasse drei, 3. Klasse wöchentlich viermal. VII. Schreiben. Deutsche und lateinische Schrift in möglichster Ausbildung. In jeder Klasse 4—5 Stunden wöchentlich. VIII. Gesang. Hauptsächlich Synagogengesang. Einzelne Volks-Gesänge folgen. Wöchentlich drei Stunden. IX. Anschaungsunterricht für die Elementarklasse. Dinge aus dem Wohnhause u. s. f. werden angeschaut und besprochen. X. Realien mit Geographie und Geschichte. 1. Geographie, wöchentlich 2 Stunden, Deutschland, Uebersichlliches von Europa und den anderen Welttheilen. 2. Geschichten aus der Weltgeschichte. 3. Naturlehre, aus derselben, wöchentlich 1 Stunde: Besprechung über einzelne Naturerscheinungen. 4. Naturgeschichte, Einzelnes aus den drei Reichen