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Der israelitische Lehrer · 1871-09-13 · 37 (13.9.1871) · p. Seite 271

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
37 (13.9.1871)
Date
1871-09-13
Page
Seite 271 (sequence 3)
Language
German
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tatein, und da« Gelingen derselben ungern sehen. Thut nicht«! Wir wissen doch, daß wir zum Heile de« Judenthuv« arbeiten, und da für un« und nach unserer Auffassung da« Heil de« Judenthum« identisch ist mit dem Heile der G-sammtheit, mit dem Fortfchrei* ten der Cultur, so kann auch der Segen für die Oe* sammtheit nicht auSbleiben. Seit dem Erscheinen diese« Blatte«, seit nun bald elf Jahren ist die Gründung e'ae« solchen Verein« stet« da« Ziel gewesen, dem wir zustrebten. Er war von vornherein die Hoffnung unserer Zukunft, unser Leitstern, der Gedanke, der uns aufrecht erhielt, wenn wir von der Last der Opfer und der vergeblichen Mühe, die mit der Herausgabe dieser Zeitschrift verbunden war, erdrückt zu: werden fürchteten. Wir geben unseren College» ick Angesichte Gottes, zu den heiligen Festtagen die heilige Versicherung, daß wir in dieser Zeit für alle unsere Mühe und Arbeit bei dieser Zeitschrist auch nicht einmal auch nur einen Kreuzer Lohn hatten, daß wir im Gegentheil zu den gewiß großen Anstrengungen, die die Herausgabe eines solche» Blattes mit »ich bringt, stets noch bedeutende materielle Opfer an Geld bringen niußten, uin nur das Blatt zu erhalten. Die uns kennen und näher getreten sind, werden Westchen müssen, daß wir deßwcgcn dennoch nie den Muth, die Begeisterung, die Frische nnd Hingebung verloren haben. Und jetzt? Wir werden uns reichlich für Mühe uud Opfer belohnt dünken und wir wollen sie auch ferner mit Freudigkeit tragen, wenn es uns gelingen sollte, den deutsch-israelitischen Lchrcrverein zu begründen nnd so weit zu kräftigen, als es uns. Gottlob und Dank der Mitwirkung vorzüglicher Männer in- und außerhalb des Lchrerstandes, mit der Achawa gelungen ist, die allerdings unserem Herzen eine unschätzbare. mit keiner Münze aufwägbarc Befriedigung giot, die uns in Stunden der Versuhnng aufrecht erhalten hat und auch ferner aufrecht erhalten wird. Hiergegen wollen wir unseren College» das aufrichtige Geständniß machen, daß wir den Schlüssel aufs Grab lege», daß wir die Herausgabe des „Israelitischen Lehrer" aufgeben werden, wenn uns das Zustandekommen des allgem. deutsch-isracl. Lehreroereins nicht gelingen sollte. Es wäre dies nämlich ein Beweis für uns, daß unser Stteben vergeblich ist und keine Anerkennung findet unter unseren College» und wir sind nicht so anmaßend, unsere Arbeiten ihnen ausdringen zu wolle». Wir sind ferner nicht Mehr im Stande, vergeblich und ohne Aussicht auf Erfolg zn arbeiten. Das müssen wir unseren College» heute sagen; und nun mögen sie wählen. Wir knüpfen daran lwch eine andere Bemerkung, deren ausführliche Besprechung wir jedoch einer andern Zeit aufbewahren. . Im „Synödalblatt" werden die Leser bereits erkannt haben, welchem Gcdaicken jene Zeitschrift ihre» Ursprung verdankt. Die Idee dazu ist nicht neu. Wir hielten es immer für zweckdienlich, den Lehrern auch eine nicht pädagogische Zeitschrift zu bieten, die, weil von einemLehrer herausgegeben, dieSchule hochhält und verthcidigt, und doch urs Volk zu dringen vermag. Zu allen Zeiten ist uns dies von College» und anderen Männern, die an unseren Bestrebungen Interesse haben, angedeutct und ans Herz gelegt worden. Wir glaubten aber auch iin Jntereffe der großen Zahl solcher Lehrer, welche mit uns in religiöser Beziehung nicht übereinftimmcn. Polemik auf religiösen Gebiete dem „Lehrer" ferne halten zu sollen und doch können und konnten wir uns auch nie wieder dazu verstehen, mit unserer religiösen Ucberzeugung zurückzuhalten. Diesen Erwägungen hoffen wir durch die vollständige Trennuilg beider Gebiete gerecht zu werden. Das Synodalblatt wird einevolksthümliche, freisinnige Tendenz haben im vollen Sinne des Wortes; cs wird alles eigentlich das Innere der Schule, das nur die Lehrer Jntcressirende, von sich ferne halten, jedoch zur gerechten Würdigung der Schule und der Lehrer nach Möglichkeibeittazen. Es wird für die Hebung der Schule arbeiten in einer Weise, die ins Herz des Volkes dringt. Der „Jsr. Lehrer" hingegen wird rein pädagogisch sein, der Achawa und dem Lebrervein als Organ dienen und alles das, was sich auf das religiöse Parleileben bezieht, von sich ferne halten. Der „Jsr. Lehrer" wird ferner zu einem billigere» Preise als bisher allein für sich bezogen werden können. <21 kr. — 6 Szr. ohne Postzuschlag, im Ganzen etwa 27 kr. — « /r Sgr.) Das „Synodalblatt"' wird wohl für sich so viel kosten, als seither der „Lehrer", mit dem „Lehrer" zusammen jedoch nur 10 kr. (pr. Quartal) mehr. Den Mitgliedern der „Achawa" und des „Lehrervereins" werden wir später noch ein Mittel' an die Hand geben, wodurch sie beide Blätter zusammen zum bisherigen Preise des „Jsr. Lehrer" erhalten können. Mögen sie sich hiergegen angelegen icin lasten, für die Verbreitung des Synodalblattes zu wirken. Sie werden dadurch ihrem Stande am besten dienen und ein Blatt durch das andere erhalten. Mögen sic nie vergessen, was sie ihren Standes- und Bciufsintercffen schuldig sind und wie es ihre Pflicht ist, dotthin sich zu neigen, wo sie allezeit eine gerechte, interessenlose Vertretung ihrer eignen und ihrer Standesinteresten gefunden haben und finden werden. Und nun, indem wir nochmals die Hoffnung aussprechen, daß jeder einzelne Lchrer und Leser dieser Zeilen sich verpflichtet fühlen wird, für das Ganze einuttetcn und dies insbesondere durch die Erfüllung unerer Bitte in Bezug auf die Generalversammlung des Lehrewereins beweisen wird, senden wir nach alter, guter Sitte unseren Lesern und Freunden, unseren strebenden

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