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Der israelitische Lehrer · 1871-09-13 · 37 (13.9.1871) · p. Seite 270

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
37 (13.9.1871)
Date
1871-09-13
Page
Seite 270 (sequence 2)
Language
German
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L I- 270 §erg in Nentershausen, Eichengrün in Meiobreffm, Hirsch in Markstest, Gutkind in Zirrenberg, Maas in ReichmannSdorf. Prediger Dr. Rülf in Memel (Nachzahlung 12 Thlr.) Freiwillige ZahreSb eiträge. Herr Carl Rothbart in Frankfurt a. M. 5 fl. Zinsen:^ 1 Coup, von 5^0 fl. 4lfc * o Württemb. Oblig. per 1. August 11 fl. 15 kr. 1 Coup, von 1000 fl. 5*/0 Bayrische Obligat, per 1. August 25 fl. Frankfurt tu M., 1. August 1871. Leopold Dann, Rechner. Z» die israelitischen Lehrer Aeutschtands. Unsere vorige Nummer brachte den von ein'gen Collegcn ausgearbeiteten Entwurf der Statuten zu dem allgemein isr. Lehrerverein, auf Grundlage des Aufrufs in Nr. 18 dieser Zeitschrift. Wir haben wohl nicht nöthig, hier zu betonen, daß daeben nur «in Entwurf ist. ES wird Sache der constituirenden Generalversammlung sein, dm Entwurf zu vervollständigen, zu amendirm, zu ergänzen, wo und wie «S ihr beliebt. E« wird zugleich ihre Aufgabe sein, die Tendenz deS Vereins durch Bestimmungen über die Geschäftsführung, (Ausführungsbestimmungen) klarer hervortreten zu lassen, als dies in einem Statut möglich ist, das ebm möglichst präcis und knapp sein soll. Wir laden nunmehr die geehrten Herren Collegen, welche bereits ihrm provisorischen Beitritt erklärt habm, sowie diejenigm, welche auf Grund dieses Entwurfs noch keijutreten wünschm, zu einer Versammlung nach Mannheim auf Dienstag den 3. October *) noD o"n"m '3 Vormittags 11 Uhr, ergebenst ein und hoffen auf recht zahlreichm Besuch. Die erste Generalversammlung wird selbstverständlich eine ailgemeine sein und jeder Besucher, welcher vor der Versammlung seinen provisorischen Beitritt erklärt, ist zur Theilnahme und Stimmabgabe berechtigt. ES wird Sache der Versammlung sein, zu entscheiden, ob dann die Statuten alsbald definitiven Charakter habm sollm, oder ob ihre definitive Wirksamkeit erst mit der nachfolgmdm erstm Drlegirtmversammlung eintretm fvll. Selbstverständlich wäre es höchst erwünscht, wenn die Lehrer aus weiter Ferne, welche bereits beigetre- *) Nachdem dies schon gesetzt war, scheint ein Hinderniß «inzutreten, worüber jetzt noch nicht berichtet werdm kann. Näheres in der nächsten Nummer. len sind oder noch beizutreten wünschen, mtweder selbst kämm oder auch etwa durch Dclezirte vertreten wären. Zu diesem Zwecke fordern wir alle Freunde deS Vereins aus Nah und Fern auf, alsbald dahin zu wirken, daß in (politischen) Zeitungen über die beabsichtigte Versammlung und ihren Zweck mit wenigen Worten Kunde gegeben werde. Wir glauben, daß keine Zeitung einer dieSfallfigen Bekanntmachung die Aufnahme versagen wird Gut wäre eS dann, wenn die Lehrer in kleineren Kreisen fi ch vorher nochzusammenfänden, um entweder D legirte zu wählen, oder nnS ihre Ansichten über die einzelnen Punkte de- Entwurfs brieflich mitzutheilen.! Wir haben hier «och einiges beizufügen, was wir j der freundlichen Aufmerksamkeit unserer geschätzten College« warm empfehlen. Die vorzüglichsten pädagogischen Zeitungen Deutschlands haben unserem Aufruf ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Die „allgemeine deutsche?ehrerzeitung*, der „Schulbote für Hessen* habm denselben, ohne daß wir sie dazu aufforderten, abgedruckt. Wir haben daran erkannt, daß man christlicherseitS den Werth einer solchen Verttn'gung auch für die Hebung des Volksschulwesens im Allgemeinen anzuerkennen bereit ist. Von jüdischen Blättern haben unsere-WiffenS nur die „jüdische WochenschriftvoaDr. Treumfels und der (hebräische) Hamagid von unserem Bestreben fteundlichst Notiz genommen. Die anderen jüdischen Blätter glänzten — durch Schweigen, nie immer; wie seiner Z it auch bei der Gründung der Achawa. Doch nein, wir irren uns. Damals als man anfing zu merken, daß die UnterftützunzScaffe Boden gewinnen könn'e, agitirte man mit aller Kraft! und Heftigkeit gegen dieselbe. Die Zu- und Abnei- 1 gung stieg und fiel und stieg wieder —, j: nach den i Verhältnissen. WrS folgt daraus? Die Lehrer müssen sich selbst helfen. ES gibt keinen anderen Ausweg aus der erniedrigen' dm und erdrückenden Lage, in welcher ebensosehr der Lehrerstand im Großen und Ganzen wie die einzelnen. Lehrer untergehen müffen, als eine kräftige Anspannung der Gesammtkast. Energie, Muth, Hingebung, Begeisterung helfen überall, wenn sie einen großen Kreis von Männern zu gemeinsamem Thnn verbinden. Verzagtheit. Muthlofigkeit, Theilnahmlofizkeit erniedrigen; sie stad der Anfang vom Ende. Wir werden nicht gleich die Erfolge unserer Bestrebungen im neuen Vereine scheu. Viele werden überhaupt verzage« und verzweifeln am Besserwerden. Aber die Zeit wird lehrm, daß wir nnd unsere Nachfolger doch den Segen einer Anstrengung ernten werden, die jetzt Vielen als vergebliche erscheinen mag. Man wird in einzelnen Kreisen unsere Bestrebungen

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