Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 32 (9.8.1871)
- Date
- 1871-08-09
- Page
- Seite 252 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 252 — * 1 affen zu wollen, damit sie beim Entwürfe berücksichtigt »erden können. Durch unsere dreiwöchentliche Abwesenheit find wir in unseren Arbeiten «eit zurückgekommen. Wir können daher in diesem Augetzblickc die betreffenden Ge- -schäste nur auf andere Schultern schieben, werden jedoch, so Gott will, bald wieder zur Stelle sein und gÄenken auf die Cuttothhalbfeste eite Lehrerversammlung zu dem Aoecke definitiver Eonstitusrung auszuschreiben. Ueber die Oertlichkeit, wohin eiste solche berufen werden soll, erwarten wir ebenfalls noch Vorschläge. Literarisches. Rabh.!6in Lebensbild zur Geschichte des Talmud«. Bon vr. M. I. Mühlfelder. Leipzig. OSkar Leiner 1871. Wir haben hi.r eine biographische Skizze de« berühmten Gründers der talmudischen Akademieen in Babylon. Mehr al« eine Skizze wird nicht geboten, nicht weil die biographischen Notizen nicht reichlich, genug seien, sondern weil die Wirksamkeit de« Manne« ausführlicher hätte behandelt werden müffen. Derartige Monographien sind von großem Werthe. Au« nebenfächlichien Situationen wird un« mancher Ausspruch und manche Handlung verständlich, »u« der LebenSgeschichte de« Manne» seine Wirksamkeit. Au« dem Gnzelnen verstehen wir alsdann auch die Entwickelung de« Ganzen. Die Biographieen der Talmudisten machen später auch eine Geschichte de« Talmuds möglich. Schwierig sind derartigen Biographien,; dos Material dazu ift aus dem tiefen Grunde de« Talmudmeeres heraufzuholen, wo es zerstreut liegt. Die Darstellung hätte mehr sachlich gehalten werden müsien; die Beschränkung auf Citate und Raisonnement genügt nicht bei Gegenständen neuer Forschung. Die ausführliche Mittheilung bekannter Ltidraschim und Gebetstücke dagegen hätte entbehrt werden können. Da« Lebensbild Rabh'« ist zu ideal gehalten; selbst die Schattenseiten sind nach dem Lichte gedreht. Der Vers, hat eine eigenthümliche Orthographie in der E<bre>bung hebräischer Wörter. Misckneb statt Misck- «ah scheint un« auch nicht gerechtfertigt; ebensowenig dt« etymologische Erklärung vvn Areka, .idv, p’3N ’nne und ’E“5iJ, E« wäre interessant und nothwendig gewesen, das Brrhältniß der jüngeren und älteren Halachah in Siphre auseinander zu legen. Wir glauben auch, daß Machiltha der Mischnah-Periode angehört, aber sonderbar klingt der Grund: „sie könne Rabh nicht angehören, weil ihr Name im Talmud nicht genannt werde;" sie könnte dann erst recht einen Theil der „übrigen Schriften R.'S" gebildet haben. Wir glauben iolcke Special-Sckrif'en auch denen empfehlen zu können, welche nicht Talmudisten von Fach sind. Das Wesen und Leben der Vorzeit wird ihnen dadurch verständlicher, al« eS ihnen au« der Darstellung allgemeiner Geschichtswerke werden kann. Vr. R. ie im landesherrlichen Pattonate befindliche, in ihrem Ertrage auf 200 Thlr. veranschlagte Cchullehrerftelle in der isr. Gemeinde zu Aschenhausen ist erledigt. Bewerbungen um dieselbe sind, unter Beifügung von Zeugniffen, binnen 3 Wochen bei der Unterzeichneten Aufsichtsbehörde anzubringen. Derenbach, den 31. Juli 1871. Die Großherzogliche Aufsichtsbehörde für die israelitischen Angelegenhetten. Schmitt. n Sprendlingen bei Frankfutt a. M. ist die Stelle eines Religwnslehrcrs, Vorbeters und Schächters erledigt. Das Einkommen beträgt außer Accidenzien als 4 Vorbeter und mindestens 150 fl. Schächtergebühren 250 fi. nebst freier Wohnung. Reisekosten werden nur den» Sngagitten vergütet. Quallficitte (unverhcirathete) Bewerber wollen sich unter Vorlage ibrer Zeugniffe alsbald an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Sprendlingen bei Frankfutt a. M., im Juli 1871. I. Stern, Vorsteher. Literarische Anzeige '22 mm -ISO „Lehrbuch der israelitischen Religion" nebst Bibelkunde und Liturgie für Volks- und Bürgerschulen,!' von Israel Singer, autorisitter Rabbiner. Religionslchrer an der Kgl. israel. Mufterhauptschule und am Gymnasium zu Satoralja-Ujhcly bei Tokalf in Ungarn. Preis gebunden 40 kr.; dasselbe mit am Ende bcizefügten Anmettungen, 55 Seiten, auch für Gymnasial-, Real- und Handelsschulen, Preis gebunden 70 kr. öfterr. Währung. Ferner von demselben fynriDJ „Enthüllungen literarischer Geheimnisse" eines unvergleichlichen Literaten, 23 Seiten; Preis brochitt 10 kr. ö. W. Beide Schriften zu beziehen vom Verfaffer, sowie durch die Herren Gebrüder Rl stnberg, Antiquariats- und Buchhändler in Pcsth, Universitätsgasse Nr. 2. Verlag von Oskar Leiner in Leipzig. Das Zudenthum und seine Aufgabe im neuen deutschen Ateteb. Sendschreiben an die deutschen Juden von einem Glaubensgenpffen. Preis 7£ S gr. Verantwortliche Redaction und Verte« von Joseph Klingenstein, Lehrer zu Ingelheim. Für den Buchhandel in Commission bei Oskar Leiner in Leipzig. — I. Gottleben's Buchdruckern in Mainz.