Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 31 (2.8.1871)
- Date
- 1871-08-02
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 242 — Die zweite israektijche Synode. ir «n in ])r. u Augs b Bevor wir in unserer fahren, werfen wir heute ein mensetzung der Synode. Dsi Namen, und zwar: vr. Aub, Rabbiner LandeS-Rabbiner in Cassel. Lehrer in.Frankfurt a. M. Vorsteher in Augsburg, vr. A. in Frankfurt a. M. vr. Nj. Frankfurt a. M. N. Bett Nürnberg. Emanuel Bia vr. Dreyfuß, Landes-3 vr. Defsaurr, prakt. Arzi der Elsässer, Oberlehrer gelbe rt, Rabbiner in St. in Bayreuth, vr Fürst, Fechheimer, Kaufmann ir schmidt, Rabbiner in Leipzig, biner in Berlin. Gumplowi vr. Grünebaum, Rabbiner städtcr, Bez.-Rabbincr in seid in Augsburg B. Ho Leobichütz. Vr. Gustav Jos in Nürnberg, vr. Ko mp er S. Krämer, Pens. Lehrer in n er, Vorsteher in Leipzig, sicher in Augsburg, Ausschuß, in Ober- Ingelheim. L a n d a x in Augsburg, vr. Lazär.u; vr. Löw, Ober-Rabbiner i Attachö des anierikanischen Geuejv Max Obermayer, Consul bürg, Ausschuß, vr. Ortenc Obermayer, Lchrer in Journalist in München.' Ro> in Augsburg. S.' S z a n t ö, in Wien. Seligsberg, Silberftein, Rabbiner in bnrgcr, Lchrer in Buttes Pens. Lchrer in Laupheim. vr. in Pillen. Ritter v. Werth Wertheim, Secretär der vr. Wiener, Rabbiner iu Rabbiner in Buchau. S. I. München. Wittelsböfer, Wassermann,- Rabbiner in Landes-Rabbiner in Otdenbur,, Die erste Synnde zählte wir daraus schließen, daß d g, 13. Juli 1871. Berichterstattung weiter Blick auf die Zusame Präsenzliste zählt 51 Berlin, vr. Addier, Jacob Auerbach, Moritz Bauer II., Brüll, Cand. Theolog. Brüll, Rabbiner in ann, Großhändler in i, Großhändler in Wien. Rabbiner in Meiningen, in Bamberg. Alex anin Laupheim. vr. Enllen. vr. F ü r st, Rabb. ofest'or in Leipzig. M. Nürnberg, vr. Goldvr. A. Geiger, Rabc z, Kaufmann in Krakau, in Landau, vr. Ho chd Ems. vr. Hirschländer, Fabrikant ui phthal, Rechts-Anwalt , Schriftsteller in Wien. Ansbach. Moritz Kohnann Kohner, Vor- Klingenftein, Lchrer er, Snnagogencommissär , Profeffor in Berlin. : Szegedin. Marcus, al-Consulats in Bukarest, und Vorsteher in Augsu, Notar in Fürth. W. ttingen. E. Prager, ndusch, erster Vorsteher Director und Redacteur biner in Fcllheim. vr. Luttenhausen. Straßausen. Tanneb.aum, Vogel st ein, Rabbiner er, Consul in Wien. Gemeinde in Berlin. Oppeln. Wcimann, Weil, Großhändler in Rabbiner inHloß. vr. Mührinzen. Wechsler, 83 Mitglieder. Sollten e Theilnahme für ihre Ea r. Bl! Herrin Lei Rae! « im< i Sr. kestrebungm abgenommeu? Wir können, diese Anschauung, die sich anderwärts aussprechen wird, unsererseits alsbald mit Entschiedenheit verneinen, wenn wir einmal nur genauer und eingehender uns umschauen. Bei jeder neu auftauchenden Institution dieser Art kommen zuerst immer auch einzelne faule und theilweise apathische Gestalten auf, die alsbald wieder verschwinden, so wie sie merken, daß für ihre persönlichen Zwecke nicht» abfällt. ES ist dies ein na'urnothwendiger AuSfcheidungSprozeß. In der vorigen Synode waren Männer erschienen, welche zu Castel in der vorderatheuden Rabbinerversammlung sich principiell gegen die Synode ausgesprochen hatten. Man lese deren Protokolle gefälligst nach und man wird den Schlüsiel für Manches finden, was heute unklar erscheint. In der vorigen Versammlung waren 5 Ausländer, 2 Amerikaner, 1 Engländer, 2 Belgier, — eö ließ sich voraussetzen, daß diese nicht immer, daß sie insbesondere nicht so kurz nach einem Kriege emtreffen werden. ES sind dann diejenigen Männer, die nach ihrer religiösen Richtung principiell den Bestrebungen der Synode entgegen sind und nur durch ein Zusammenwirken von Verhältnissen der ersten beiwohnten, zurückgeblieben. Sie waren für die erste Synode nur ein Hemmschuh. Es sind Männer zurückgeblieben aus eitlen, nichtssagenden Gründen —, wir Unterlasten eS heute, sie zu nennen —, die zu erscheinen fast heilig verpflichtet waren. Wer das kann, wem die Befriedigung persönlicher Eitelkeit höher steht als die heilige Sache, der bleibe immer ruhig zu Hause; die Geschichte wird über ibn zu Gericht sitzen; weg mit ihm! Den Matadoren folgt der Troß; die' Synode soll keinen Troß haben; soll keine Coterien ans persönlichen Motiven grvß ziehen; auch diese sind also entbehrlich. — Mehr zu bedauern ist eS, daß eine Zahl von. kleineren und mittleren Gemeinden, welche die erste Synode beschickten, von der zweiten sich zurückhielten. Mangel an Persönlichkeiten, welche öfters größere Reise machen und Zeit und Kosten daran wagen können mag da die Veranlassung sein. Es wird sich, so hoffen wir, für die Zukunft ein Modus finden lasten, damit auch diese zahlreichen und bedeutungsvollen Gemeinden, deren Sympathien uns gehören, ihre Vertretung finden! — Daß mancher Rabbiner, mancher Lehrer gerne gekommen wäre, wenn er die Ausgabe nicht zu scheuen hätte — wer kann das bezweifeln? Wir bedauern besonders das Hinwegbleiben dieser vorzügliche Kräfte außerordentlich; aber auch hierin muß Rath geschaffen werden. — Hiergegen zeigt die Präsenzliste, daß die größtm Gemeinden Deutschlands, die ein geschloffenes und geregeltes CultuSweseu haben, durch ihre Rabbiner oder Vorstände vertreten sind. Und so — daS glaubm wir mit Bestimmtheit Vorhersagen zu können — ist denn die Zukunft der Synode dennoch ge-