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Der israelitische Lehrer · 1871-05-17 · 20 (17.5.1871) · p. Seite 159

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
20 (17.5.1871)
Date
1871-05-17
Page
Seite 159 (sequence 7)
Language
German
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ISS rium« ernannt. Letzteresoll au- 12 Mitgliedern bestehen, deren 5 aus Wien und 7 aus den Aronlindern gewählt sind und dessen Präsident vom Kaiser ernannt wird. Daerste Curatorium ernennt der Minister, später ergänzt sich dasielbe durch sich selbst. Der Lehrcursuö ist auf 6 Jahre berechnet; Ausnahmen sind zulässig. Beim Examen sollen 2 Rabbiner anwesend sein, und Bexationen zu verhüten. Da« Gehalt wird vom Staate bezahlt; di«.Bildung der Bibliothek und Gründung von Stiftplätzen für arme Hörer übernimmt da- Curatorium. Der Sitz ist in Wien. ' 1. Juni d. I., unter Zusicherung eine« j-hrlichen Gehaltevon 500 fl. zu b-setzen. Darauf Resl?ctirende wollen sich al-bald unter Einsendung, ihrer Zeugnisse, an den Unterzeichneten Borstand wenden. Erwünscht wäre e«, wenn der Betreffende den Chorgesang zu leiten verstände, und wird bei Thätigkeit de- Lehrer« noch 200 fl. Nebenverdienst in Aussicht gestellt. Gedern, den 7. Mai 1871. Der Vorstand, IV. Stern I. Literarisches. Predigt am Dank- und FriedenSgotte-dienst zu Bayreuth, von Rabbiner Dr. I. F ü r st. Die Pr. hat einen mehr politischen, als religiösen Character, in einfacher Sprache. Schön ist der Vergleich zwischen Elsaß und J-rael, welche beide erlöst wurden, weit sie unter der Fremdherrschaft ihre Sprache und Sitte beibehielte». — Ueberdie hebräische Unter* richtSan stalt in BreLlau ist von Dr. P. Neustadt im vorigen Jabre. fder dritte Jahres- und in diesem ein Prüfungsbericht erschienen, nebst den bezüglichen Siebt»» Schultwie Reden genügen deutschen Ansprüchen durchaus nicht; man erkennt, e» herrschen polnische Anforderungen vor. Ueberflüsstg, ja widerlich ist die accentuirre Hervorhebung des jüdischen Patriotismus, nicht durch den practischen Nachweis, sondern die theoretische Begründung deffelben; lächerlich ist die Behauptung-, daß im Judenthum der Heldentod auf dem Schlachtfeld« als die schönste Art des Sterbens gelte. Diesem tendenziösen Patriotismus sind wohl die Zuschriften fürstlicher Personen zu verdanken, auf welche man sich mit Ostentalion beruft, wenn eS nicht einfache conventionelle Empfang«- und Dankschreiben für die zugesandten Reden sind. Eine Anerkennung für die Richtung und Leistungen der Schule läßt sich wohl schwerlich daraus folgern. vr. R. Anzeigen. D ie hiesige i«r. Religion«- und Elementarlehrerstelle, verbunden mtt dem Vorsängerdienst, ist bis zum Yacanz. In der iSrael. Religionsgemeinde Gaubickelheim bei Alzei ist die Stelle eine« RvligionSlehrerS, der auch da« Vorbeteramt mitversehen muß, vacant und soll alsbald wieder besetzt werden. Gehalt 250 fl. nebst freier Wohnung und Heitzung. Meldungen stad baldigst einzureichen bei dem Vorstand der iSrael. Religions-Gemeinde 1 n s e r a t. Die Religionslehrer - und Cantorstelle in der iSrael. Religions-Gemeinde zu Flonheim in Rheinhesien ist vacant und soll alsbald wieder besetzt werden. Oer Gehalt beträgt 350 fl. nebst freier Wohnung und Heitzung de« SchullokalS. Quaiificirte Bewerder finden Gelegenheit zu Nebenverdienst durch Privatunterricht und wollen sich solche deßhalb in portosreien Briefen unter Beifügung ihrer Zeugnisse baldmöglichst aa den Unterzeichneten Vorstand wenden. Flonheim bei Alzey, im Mai 1871. Der Vorstand der iSrael. Rcligioasgemeiade. J. Klein. . Offene Lehrerstelle. (Vn der hiesigen Gemeide ist die Stelle eine« un- •yj verheiratheten ElementarlehrerS und VorbeterS sofort zu besetzen. Gehalt 200 Thlr. nebst freier Wohnung, Heitzung und Licht. Bewerbern, die im Stande sind, auch den Schächterdienst wahrzunebmen, wird der Gehalt um 50 Thlr. erhöht. Anmeldungen nimmt entgegen Lei- Vorstand. der iSraelit. Gemeinde. Wittmund (OstfrieSland), April 1871.1

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