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Der israelitische Lehrer · 1871-04-05 · 14 (5.4.1871) · p. Seite 111

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
14 (5.4.1871)
Date
1871-04-05
Page
Seite 111 (sequence 7)
Language
German
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— 111 — »Ache den Advvraten di« Flügel etwas teschneidech bald anders werden. Lu einer FriedenSfcier ist ujo^I von der aller- ' höchsten Stelle die kath. und prot. Geistlichkeit aus. gefordert, die Synagoge aber hat man i« hergebrachter Weise gänzlich izNorirt. Diel« Rabbiner haben gleichwohl eine a^gehaktrit. Zn München hat man sogar, dem Din entgegen, ruoj nnuo am Sabbat gesagt. Zn Nürnberg hat wanden Rabbiaer.Hrn. vr. Adler aus Kassel deshalb berufen und damit einen doppelten Zweck erricht; e« ist zugleich Probepredigt abgrhaltech worden. Noch aber hat man sich über die Wahl nicht geeinigt und sie schwankt zwischen 3 Kandidaten, dere t jeder seine Wortführer hat. Zbr Bericht über di« Achawa in Nr. 9 erheischt eine wesentliche Ergänzung. Unter die Gemeinden Bayern», welch« unserm Verein einen ZahreSbeitrag au« CultuSmitteln zukommen lassen, zählt auch Fürth und zwar in erster Linie, weil eS die erste Gemeinde ist, welche dies that und bis jetzt fortsetzt. Die dort bestehende Riesser - Stiftung. deren Statuten mitfolzen, unter stützt auch isr. Seminaristen und Lehrer. Bereit» ist die Bekanntmachung an alle bayrischen Lehrer-Seminare ergangen, daß pro 1871 wieder 400 Thlr zur Vercheilung kommen, selbstverständlich particlpiren auch Studirende rc. daran. ad vocem Seminar will ich des erschienenen Rechenschaftsberichts der Würzburger LehrerbilvunzSanstalt gedenken. Wie immer, erfreut sich die Anstalt wieder reichlicher GelvzuAüjse. Wa eine Itapfel im Himmel erlangt werden kann, da klopft man nicht vergeblich an. Herr Rabbiner Bamberzer dürfte für einen minder guten Zweck, als seine Anstalt doch ist,-bitten, er bekäme Geld. Der PeterSpsennig fließt ja in unfern Tagen auch reichlich Zwei Vorgänge in dieser Anstalt, nur im Vorbeigehen in dem Berichte berührt, sind von großer Tragweite. Die Visitation derselben durch einen außerordentlichen RegirrungS Kommissär, dessen Erlaß über >en Befund der Anstalt nur mit im Paar Worten abgemacht wird, und die künftige Unterstellung derselben unter die Seminar-Znspection. Das sind ringreisende, zweckdienliche Neuerungen, welche sich ihr Direktor sicherlich nicht erbeten hat. Man wird nicht fehl gehen, wen« man sie und die außerordentliche Inspektion unfern Anklagen in der Presse zuschreibt. Ob der außerordentliche Prüfung« - Kommissär nicht auch da« vorschriftsmäßige Violinspiel gefordert oder ob er sich mit den Uebungen derjenigen begnügt hat, welche vor ihrem Eintritt es erlernt haben?! Herr Stern könnte sich ein Verdienst erwerben, wollte er, wir bitten jedoch: ohne Leidenschaft, darüber berichten. Es scheint zvar, der Aufenthalt in Würzburg hat ihn zu einer objektiven Darstellurg nusähig gemacht. Aus Bade», Ende März. Der Großherzog hat den Finanzminister El stärker jurn Mitglied« de« BundesratheS ernannt. Wenn wir uns den sel. Bundestag von anno dazumal denken und nun einen Juden, an dem grünen Tische sehen., der. miir- , destenS der Form mach. die Erecutive des'neuen deut- ' ich m'Reiches bildet, lo masten vir doch ein.wenig Milleid fühlen >mit den stolzen christl.-adel. Gesandten, die, eiiyn .tzndtß" neben sich zu haßen. für unmöglich gehalten hätten! Einen Inden! Wäre es noch als Banguier oder als Käufer alter Uniformen, so möchte es geben;' aber als Mitglied deS BundeSrathes! Das ist doch zw argl Haben die frommen Herren, die Senfft-Piliach n. Eons, nicht recht, wenn sie sagen: die Inden regieren die Welt und verdrängen dieEbristen aus allen Stellungen? Anzeigen. Leopold Go'dschm dt'fch? Stiftung tn Mainz. j In 2 der Statuten dieier Stillung beißt eS: - „Ihre Beftimmnilg ist. im Gebiete der PrS- ..vin; Rheinhessen und namentlich in den Land- ' ..gemeinden angeitellten Schnilebrern und Lel,r§- „rinnen, welche sich durch Beriststteue bewävA ..baden, ofratisicalionen ziikomnleil zu lasten." Borilebende Gratisiealione.i iverdeu in dieiem Iabrv Ende dieieS Monats verweilt und diejenigen, welche Ansprüche an gedachte Stillung zu »iahen wünschen, aulgerocderl, ihr deßlallstges Gestich, mit den nötbigein Belegen begleitet, . j bis ipätesi e>ls 20. April d. I. j bei unlereiu Milgtiede, Herrn Prowstor I>r. vielter dabier einzureichei'. ' i Mainz, int April 1871. l>er VerwnltiingMrath. Gesucht ' " i i wird, womUglich zum altbaldigen! Eintritt, eine tüchtige. gebildete Jflj ditche ft auth (Uterin van gesetztehß j .itter. die dem Ifatttweten eine* ] ff 7tttversaelbstttiindig vorsteMen und | zieh an der Erziehung der Kinder . betheiligen matt. Unter Eiohn udd j «itut Und ige Rehandlattj werden zu* geaiehert.! Schleunige .inmeldungen unter 1 Chiffre H. S. hefiirdert die Expedition d. IM.

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