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Der israelitische Lehrer · 1871-03-29 · 13 (29.3.1871) · p. Seite 103

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
13 (29.3.1871)
Date
1871-03-29
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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— 103 — lassen. Sv f durfte e« nur ffftt» Anregung, uat «tu längst gefühlte» Bedürfniß zA»'Lhtt werdm zu lasten. Auck fett Lehrerinneu der jüdischtn GtmeiUd«.Töchterschule und viele andere GlaubenSgeuossinnen, wtlcfet Stellungen al« Er^cherinne« und Kindergärtnerinnen bekleiden oder^Pri^nutternchl erihell»», traten dem neuen Vereine vek, weicher sich „Verein deutscher L^hrerinnen und Erzieherinnen" nannte. Ein rege« Leben entwickelt» sich b'älfe, uftb -wst mästen es mit freudiger Genugthuuug anerkennen, daß az»ch hier echt deutsch» Geist und Tüchtigkeit hrr G^sindpng fich/b»- wLhr^ da noch bä keiner welegenbeich^ie lVetschiefeeuheit der religiösen Bekenntnistesich geltend gemacht hat. Mit bedeutender Sinmnenmehrheit wurden bereit» zwei Mak drei Jüdinnen in den aü» 8 Mitgliedern bestehende» Vorstand gewählt, »nd zwar Frau Johanna Wollniann, Vorsteherin eine« Pensionat» für Töchter jüdischen Glauben«, Fräul. Clara Münchenberg, erste Lehrerin an d.-r jüdischen Gemeinde-Töchterschule, und Fräul. Rosalie Hirschfeld, eine durch außergewöhnliche Kenntaifle und Verstand hervorragende Persönlichkeit. Daß gerade diese Damen sich um die Hebung und Ausbreitung de« Verein« besonder« verdient gemacht haben, bedarf bei der Individualität unserer GlauhmSge» asten, welchesich durch Thätigteik 'uhb' Energie keunFesihnetj -nicht erst der Erwähnung; daß denselben "hingegen stet« Anerkennung für ihr Thun gezollt «ird. ist lobend hervorzu. heben..— Bereit« zählt d«k. Verein -450 cheil» hiesige, theil« auswärtige Mitglieder, von denen Biele der unentgeltlichen Stellvermittlung, welche unter der vortrefflichen Leitung der Schulvorsteberiu, Fräulein Auguste Schmidt, Berlin, Schönhauser Allee 163, steht, gute Stellen zu danken haben. Auf Anreaunz de« Berlin»» Verein«, weiche» statutengemäß in Wie» auf der 19. allgemeinen deutschen Lehrerversammlung vertreten war, hat sich auch in der österreich. Kaiser, stadtein ähnlicher Verein gebildet, welcher sich-gleich jenem die Hesterbild^ig den Leh«rmnen einerseits und'dle'Hebüng' der materiellen Interessen derselben andererseits zur Aufgabe gemacht har. Auch hierbei hat eine unserer GlaubeuSgenosstnnen, welche al» Vertreterin des Verein« in Wien war, tapfer mitgewirkt, sowie dieselbe auch kürzlich in DreSdm eineu dortigen Zirkel von Lehrerinnen zum Anschluß an den Hauptveran veranlaßt hat. — Wo so viele, vom Eifer sur eine heilige Sache Begeisterte zusammen tieten, um gemeinsam die lückenhafte Ausbildung zu verbestern; um denen beizustehen, welche augenblicklich ohne Erwerb sind, oder die von der anstrengenden Arbeit eines arbestsvolleu Leben« erschöpft, sind.' — dq wird der Segen nicht fehlen, welcheV Vck« Gsltthttl' dkr" jungen Pflanze bisher so stchMH" gefördert hat. Hoffentlich wird auch der Geist der Milde und Humanität, der dariit waltet sich mehr und mehr quSbreiten «Sb der Verein gerade hierdurch auch untct’ua$cri Glsuhens-enoßen stchKchUikse er« werben^ deiche fo gerck'spenden, wo eS^Werten der Lieb« und MensbUchkeit gilt. Und der Freundeder zu Thatea bereiten, bedürfen wir, wen» unser» Unter» stützungSkasse, welch» 1872 in Wirksamkeit tritt, nur Einige« leisten soll. Bereit« sind die ersten außergewöhnlichen Beisteuern hierzu gemacht worden, und zwar auch von usildeu , jüdischen Herzen, die eine warme Theilnahme für die noch wenig gesicherten Berhiltniste der Lehrerinnen haben. Mit Vertrauen blicken wir in die Zukunft; denn ein Werk, da« sich durch soviel geistige« Leben, durch, echte Humanität so schnelle Ausbildung verschaffjLck( trägt den Keim einer gesunde» Entwicklung ü^stch. Anzeigen. Von Großherzoglicher Oberstudien - Direotion conisesslonirteS Lehr - Institut zu Wdda (Bad Salzhausen). Unser seither in Echzell bestandene« Institut ha» en wir nach Nidda verlegt »ndmit feem dvrtigri» gereinigt. Da« Sommer - Semester beginnt den 24. April. Vorbereitung für'« Handelsfach und für die höheren Gymna ialclasten Prospekte gratis. Echzell im März 1871.! Der Instituts-Vorstand: Bamberger & Heidlngifelder. tfWt ein Institut wird unter sehr günstigen Bedin- O gütigen eine tüchtige Hnr»bälterin gesucht. Aameldungen sofort. Näheres bei der Nedaction d. Bl., die auch Offerien unter?. 425 zu befördern so freundlich ist. W. Jacobsohn u. Comp., Buchhandlung in Breslau, offerirl: Dl» deutsche Volks- und Sehulbibel, won Salomon. 2 Bde. geb. stakt 'Äthl: "für nur 20 Sgr. Tue Herren Lehrer, Vorsteher rc. erhalten auf sechs Exemplare ein Freiexemplar.

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