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Der israelitische Lehrer · 1871-01-25 · 4 (25.1.1871) · p. Seite 30

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
4 (25.1.1871)
Date
1871-01-25
Page
Seite 30 (sequence 6)
Language
German
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ist 221 gegen 1-5,627 christliche, und man wird auch hier bemerken, wie bedeutend überragend die Zahl der die höheren Schulen besuchenden jüdischen Kinder ist. Wir hedauern, daß wir bier eben nur Anhaltspunkte haben und eine genauere Ueierficht in dieser Richtung fehlt Doch bemerken wir, daß die Zahl der jüdischen Realschüler gegen die Elementarschüler sich verhält etwa wie 1 zu 4, während die christlichen Realschüler zu den christlichen Elementar- und Freischülern sich verhalten wie 1 zu 31. Wir geben schließlich den interesianten Budgetbericht über die Israel. Elementarschule, welcher wie folgt lautet: Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung sich mit der Nebertrahme deS israelitischen Elementarschulwesens einverstanden erklärt hat, ist vom Vorstand der Synagogengemeinde ein Budget vorgeschlagen worden, welches in der Ernmchme Eine Position hat, nämlich für Schulgeld 700 Tblr., welches vom Jahre 1869 mit Dintengeld 711 Thlr. 4 Sgr. (1868 nur 614 Thlr. 27 Sgr., 1867 nur 50-< Thlr. 3 Sgr.. außerdem gn Resten aus 1867 —68 noch 91 Thlr. l6SgrJ betrug. Gegen diesen AnsaL von 700 Thlrn. wird nichts zu erinnern sein, die Schulgeldsätze sind zu 20 Sgr., 15 Sgr., 10 Sgr. für jedes Rind monatlich angenommen; Befreiungen treten Hn bei Kindern notorisch armer Ellern, für das dritte Schulkind solcher Eltern. welche zwei Kinder zur Schule schicken. Die Zahl der Freischüler im lausenden Jahre betrug 51, unter diesen je eins des Rabbiners und EantorS als unbesoldete Lehrer bei der Schule, und 3 auswärtige Kinder/ deren im Ganzen 19 die schule besuchen. Eine Ermäßigung des Schulgeldes'wird gestattet, wenn den Eltern mehrerer Kinder der volle Schulgeldsatz zu schwer wird; 20 Sgr. haben bezahlt 78 Kinder; ir tt n “6 ,, 10 „ „ „ 66 „ 178 Kinder. 785 Thlr. in Einnahme zu stellen. Was die Ausgaben anlangt, so bestehen diese: 1) In der Besoldung der Lehrer, welche (da nach, der Erklärung des Vorstandes kein Hauptlehrer vorhanden ist, sondern der Rabbiner die Schul« leitet) erhalten: a) Lehrer HermanS mit mehr als 16jähriger Dienstzeit Thlr. 500—„— und freie Wohnung. b) Lehrer Lob desgleichen . „ 620— tt tt tt tt 400—„— 100—,,— 350—„— 60—„— oj cfpwr ftröitr nocp lijaty? riger Dienstzeit . . . und' WohnungS-Entschädigung. d) Lehrerin Meyer nach 21jähriger Dienstzeit . . . WohnungS - Entschädigung Seitens des Vorstandes wird bemerkt, cS sei gerecht, wenn den jüdischen Lehrern, welchen jede Hoffnung auf Avancement abgeschnitten und denen die Aussicht auf ein Aufsteigen im Gehalt nur in Folge des Austrittes eines Eollegen geboten sei, ein Aequivalent, ihren christlichen Kollegen gegenüber, geboten werde. Dieser Anspruch ist unbegründet, weil bloß das Dienstalter die Höhe deS GehaltS bei allen Lehrern bestimmt, die jüdischen Lehrer daher nicht schlimmer stehen, wie die anderen Lehrer, welche auch nicht Alle Hauptlchrer werden können; 2) Die israelitische Gemeinde hat einen pensionirten Lehrer, welcher „ 180—„— seit langen Jahren bezieht, di« stets auf dem Budget standen; Die Schule hat bis jetzt kein HeizungSgeld bezahlen lasten; da dies aber in den übrigen städtischen Elementarschulen entrichtet wird und eS einen Theil der Einnahme bildet, so muß' dies auch hier geschehen, und eS kann mit Rücksicht auf den Ausfall mit 85 Thalern in Ansatz gebracht werden. Es sind daher Rachtrggen zum letzten Ritualcodex (r-r r>*iV) von R. Mose Jfferl m dessen -;r> i-rzu 58 zu ersehen. Dazu gilt ja auch hierbei der halachischc Ausspruch des R. Zochanan im Talmud B. Tr. Berachoth 21». w b ibrmc o, daß der Mensch den ganzen Tag zum Beten aufgelegt wäre! 3) Für die-Miethe deS Hauses, in welchem die^Schule ist, bringt der Vorstand der Gemeinde 1500 Thater in Ausgabe, während seither, nach dem Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 5. März - 1868, nur 800 gegeben wurden . „ 800—„— mit Rücksicht darauf, daß dieses Haus auch anderen Zwecken der jüdischen Gemeinde dient. Die 15<^0 Thlr. in daS Budget aufzunehmen soll sich dadurch rechtfertigen, daß gegen Ende dieses Jahres der Anbau hinter der

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