Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 1 (4.1.1871)
- Date
- 1871-01-04
- Page
- Seite 8 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Breitung, ‘gtnrttl 'Bei bilsttzert Preise, 4 J/3 Thlr. für ein so umfangreiche« Buch, nicht fehlen. ES reicht nicht so weit wie GeseninS, aber dieser entspricht theilweise dem heutigen Standpunkte der lexikalischen Wiffenschaft nicht «ehr, anderntheil« ist er viel theurer. Diese« Luch reicht aber «oQfi&nbtft au» hi« zum Begü» der selbstständigen gelehrte» Forschungen. Wa« bi« zu diesem Zeitpunkte Seseoin« an gelehrtem Wisse» «ehr bietet, ist jedoch dem Lernenden eher hinderlich, al» förderlich, jedenfall« vorläufig überslüfiig. Der Verfaffer hat den. gelehrten Apparat nicht gegeben, wohl aber die gelehrten Resultate benutzt. Fürst, kleine» Schulwörterbuch, ist ein zu kurzer Auszug seine« großen Wörterbuch« und reicht für die über die erstm Anfänge fortgesetzten Studuu isicht aus. Da« Buch scheint besonder« auch christliche Studenten im Auge gehabt zu haben. E« sind deßhalb auch hauptsächlich.die Stellen derjenigen Bücher angezogen, welche von diese« vorzüglich gelesen werden. So wäre denn auch für diese Kreise die hebräische Lexiographie vollständig wieder von jüdischen Händen zurückerobert worden. Möge diese« Streben auch in allen betreffenden Kreisen die gebührende Anerkennung finden; die sprachliche und theologische Wiffenschaft kvM«en gut dabei fort. Paradigmate sind beigefügt. Ueberstüffig hätte e« ur.« nicht geschienen, für die anormalen Sprachsormen der Bibel ein Derzeichniß oufzunehmeu, um dem Anfänger die Auffindung der Wurzeln und Stämme zu erleichtern. Etz kann die« indeß noch nachgeholt und al« eine Beilage angeschloffen werden. R. Litnurische Notiz. Seit circa 8 Jahre« besteht in Lyck der Verein Mekize Nirdanim zur Förderung der hebräischen Literatur unter Leitung des Herren Mose« tMontefiore, Baronet in RamSgate (England), Dr. Albert Cohn in Pari«, Dr. Löwe inBroadstair« und Rabbiner L. Silbermann in Lyck. Der Verein, der den Zweck verfolgt, 1. - werthvolle alte hebräische Werke, — namentlich sephardischer Autoren, — welche noch gar nicht gedruckt sind oder 2. bereit« vor langer Zeit gedruckt, jedoch nur noch in sehr wenigen theuera Exemplaren vorhanden find: endlich in letzter Reihe. 3. hebräischer Werke lebender Schriftsteller herauszugeben, hat in den bisherige« 3 Jahrgängen eine Reihe von Werken bedeutender Autoren veröffentlicht, so den I. Theil de« „Divau* de« Juda Halevy mit Anmerkungen von Probeffor S. D. Luzatto in Padua, die „Pestkta* mit Commentar von S. Buber in Lemberg, die talmudifche Eneyklopädle „Pachat Jizchak," denn Commentar „Genesi« Jmre Schefer* vom Raphtali Herz Weffely a. s. w. Obwohl die Gediegenheit und Reichhaltigkeit dieser Publikationen allseitig bekannt ist, so wird das regümäßige Erscheinen der Jahrgänge noch immer dadurch gehindert, daß die erforderliche Anzahl der Subskribenten nicht rechtzeitig zusammenkommt. Um diesem Nebelstande obzuhelfen, haben die Leiter de« Verein» einen durch freiwillige Beiträge zu bildenden Fond gegründet, durch welchen dieselben da« regelmäßige sjährliche Erscheinen der Werke mit Sicherheit bewirken können. Die Beiträge zu dem Fond belaufen sich bi« jetzt erst auf circa 400 Thlr., welcher geringe Betrag selbstverständlich der Sache noch keine Sicherheit gewährt. Welche Hinderniffe der Ausbreitung de« Verein« entgegen stehen, soll nicht verkannt werden; e« ist die« namentlich der Umstand, daß Viele die von dem Vereine herausgegebenen Werke nicht verstehen. Die« darf jedoch keinm Israeliten von der Unterstützung diese« Unternehmen« abhalten. Wo e« sich um Erhaltung nationaler Denkmäler der Vorzeit handelt, fällt den Völkern und Regierungen kein Opfer zu schwer; sollen die Schätze der hebräischen Literatur allein ungehoben bleiben? Wir fordern demnach zur regen Betheiligung an dem Vereine, da die Werke zum vierten Jahrgang bereit« unter der Preffe sich befinden, durch Spenden zu dem Fond und Subscription auf die h»rau«zugebenden Werke (Preis de« Jahrgang« 2 Thlr.) auf. Die Beiträge nehmen der Schatzmeister, Herr Lanquicr M. S. Magnu« in Königsberg i./Pr., Insel Venedig Nr. 1, so wie der Unterzeichnete Mitleiter des Verein« entgegen. Lyck, den 15. Dezember 1870. j L. Hilberm» n, Lyck, Ostpreußen. -r- - Anzeigen. ine größere Anzahl mehr oder weniger gebrauchter Exemplare von „Kohn und Dinkelspiehl, Erzählungen au« der heil. Schrift," (im Buchhandel vergriffen) ist von dem Unterzeichneten billig abzugeben. Bielefeld, im December 1870. 8. jHlumeaan. vrieskasten Herrn W. in K.: Der Betrag ist eigentlich st. 3. Nach Abzug Ihre« Saldo thun es Ist. und ITHlr. —* fL2.45fr. Herrn Rabb. S. in G.: die Heiden Bände zusammen 2 Thlr. Verantwortliche Redaktion und Verlag von Jo seph Klingenstei«, Lehrer z» Ingelheim. Für den Buchhandel in C «Mission bei OSkar Seiner in Leipzig. — I. Gottleben's Buchdruckerei in Mainz.