Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 48 (30.11.1870)
- Date
- 1870-11-30
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 391 — listig ist das Herz vor Allem und krankhaft, welcher Mensch wird es erkennen....... Beschämt mögen werden meine Verfolger und nicht ich werde beschämt; zagen mögen sie und nicht ich werde zagen!. Bringe über sie den Tag deS Unglücks und mit wiederholtem Schlage zerschlage sie. Also spricht der Ewige zu mir: Geh und tritt in das Thor...... — Wir schließen Hier an ein neues Kartenwerk: Die Länder der heiligen Schrift, mit Benutzung der besten Quellen für den allgemeinen Schulgebrauch unter Leitung von Wilhelm Jßseib, gezeichnet von E. Schäffer, Druck und Verlag von Jßleib und Rietzschell in Gera. Diese Karte enthält nicht nur Palästina sondern auch die anderen Länder, welche in der heiligen Schrift besonders Erwähnt werden und ist also ein sehr brauchbares Hilföm'ttel beim Studium und Unterricht der heiligen Schrift. Die Karte ist groß, gut gezeichnet und in angemessenen Farben. — Bei Besprechung religiöser Schriften können wir nicht umbin, -auf ein anderes Unternehmen au>merksam zu machen, das in diesen Blättern bereits erwähnt worden und um dessen Beachtung wir dringend bitten, ohne daß wir aus leicht begreiflichen Gründen uns erlauben, ein Wort der Beurtheilung beizufügen. Wir machen unsere geehrten Leser auf die neue Predigtsammlung von Dr. L>tein aufmerksam, die unter dem Titel „AuS dem Westen" bei Schneider in Mannheim erschienen ist. Die Lehrer wissen, was sie an Dr. Ste n und an seinen Predigten haben. Jedes Wort unsrerseits wäre hier überflüssig und unpassend. Rur das möchten wir beifügen. Gerade weil wir wissen, was Stein für die fortschrittliche Richtung im Judentbüme überhaupt geleistet und weil wir seine Gegner in allen Parteien kennen, denen seine unantastbare Gesinnungstreue und Cbaracterstärke ein Dorn im Auge ist, ist es unsere Pflicht, sein Unternehmen zu unterstützen und dessen Fortsetzung und Ausführung zu ermöglichen. *) — Von Dr. Bu chner, Direktor in Crefeld, ist im Verlag von I. Guttentag in Berlin 1869 ein Beitrag zur Lösung einer bedeutsamen, in der neuesten Zeit vielfach ventilirten Frage erschienen: „Zur Schulbankfrage." Der Verfasser referirt über die Bestrebungen in dieser Richtung und macht selbst praktische Vorschläge. Nachdem er besonders Fahrner's, Cohn'S, Herrmann's und Frey's Pult gewürdigt, empfiehlt er eine Construction, die er ausführlich beschreibt und-' deren Zeichnung vorliegt. Die Frage ist immer noch/nicht endgültig erledigt. — Recht bemerkenSwerthe Geddnken sind niedergelegt in einer ^ch"ft „Zur Frarren-UnterrichtSfrage in *) Wir verweisen übrigens ans die literarisibe Notiz, die wrr erst beifügen konnten, alS Obiges schon gesetzt war. Preußen. Von Ulrike Henschke (Berlin 1870, ,C. G. Lüderitzsche Verlagsbuchhandlung. A. CharistuS.) Der mangelhafte, in den höheren Regionen und in den sogeannten PensionSansta'ten, — zumeist nur auf den Schein auf die „Co'nöersation" gerichtete Streben ist ein wunder Fleck in unserem gesellschaftlichen nnd Schulleben — und in,s!dieser Beziehung sieht es geradezu bei den Juden viel, schlimmer aus als irgendwo anderwärts, weil hier verhältnißmäßig eine weit größere Anzahl ein Jahr oder zwei in das Institut wandern, um hier-geistig und grmüthlich corrumpirt zu werden. — Wir setzen dieser Schrift gegenüber,: die gebildete Hausfrau als wirthfchaEtliche Einkäuferin und Verwalterin nach Grundsätzen der Naturkunde, Gesundheitslehre, Oekonomieund guten Sitte, vönDr. Hermann Kl-enke in Leipzig, Verlag von Eduard Kummer 1870), eine Schrift, über deren praktischen Werth wir uns bereits ausgesprochen haben, und die nun bis zur 6. Lieferung vorgeschritten ist; das letzte Hest> bespricht beispielweise: Einkauf bei^n Leinen-Manufactujrwaarenhändler, Einkauf von Ltjennmaterial rc. rc.' - Dis 5. Serie der „Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge, herausze» geben von Rudolph Virchow und Fr. von Holtzendorfs, Berlin, E. G. Lüderitz'schen Verlagsbuchhandlung. A. Gharifius) ist nun bis zum 109. Hefte gekommen. Die neuesten Heften sind: 104, der Laacher See und feine vulkanischen Umgebungen von Dr. Nöggerath; 105, die nationale Staatenbildung und der moderne deutsche Staat von J. E. Bluntschli; 106: Aufgaben und Leistungen der modernen Thierzucht von Dr. H. Setteggst; 107: Lord Palmerston von Dr. Theodor Bernhardt; l08. Das Eisenhnttenwesen von Dr. H. Wcddznß; 109. Die Beziehungen der Gewerbezeichenschulen! zur Kunitindustrie nnd zur Volksbildung von Bruno Meyer. — Eine sehr schätzenüwerthe Auswahl deutscher Gedichte, für den Schulgebrauch von Franz Knauth Rector zu Mühlhausen in Thüringen ist bei Ott« Hendel in iHalle a. d S. in 3. vermehrter und vedbesserter Auflage erschienen, mit einem literaturgeschichtlichen Ueberblicke, den Biographien der Dichter ' und einem Abrisse der Poetik. Rector W. D i e t l e in hat Ergebnisie des geographischen, geschichtlichen und natu/kundlichen Unterrichts in Volks- und Bürgerschulen (Preis 7 k ^Sgr.,) zusammengestellt, die ein recht praktisches HülfSmittel für diesen Unterricht sind. (Verlag von Harald Biuhn in Braunschweig.) In der Weidmann'schen Buchhandlung in Berlin ist in 3. vermehrter und verbefierter Auflage erschienest: Leitfaden bei Unterrichte in der Geographie von Gustav Adolph von Klöden.^Dr^ phiU Ein sehr ausführliches Werk, das dem geographischen Unterricht sehr förderlich werden kann und ihm über-