Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1870-10-05 · 40 (5.10.1870) · p. Seite 328

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
40 (5.10.1870)
Date
1870-10-05
Page
Seite 328 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4896751-5428708-5432159--3109-4899392
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

— 328 unjüdischen Ideen. Ist das Judenthum eine Religion, zu deren Uebung ein Mann in Tatar und Bäffchen unbÄingl-nothwendig ist? Soll der Reformrabbiner „einsegnen re.?"" Nein, Hallen mir uns an die nackten Thalsachcn. In Tausenden von Gemeinden gibts keinen Rabbinen und doch ^werden sie ihren gottesdienstlichen Einrichtungen die nöchige Weihe und Würde zu geben wissen. 'oi ’or n« i’2ix ~.rx cipon ->22. Wenn „die jüdische Presse" j etzd sagt, dag sie stets nur gemeint j habe, daß bereits im Dienste befindliche jüdische Sol-; baten, die sich hierzu qualificiren, zu der „Seelsorge*)"! herangezogen werden möchte, so ist dies an und für sich ein halber Rückzug und im Ganzen ein sehr inirrelevanter Vorschlag, den» vorkommenden Falles werden diese schön lhun, wozu sie das Zeug haben. 'Roch "einmal, was sollen die Feldgeistlichen? predigen? das gehl nicht oder doch nur schwer. Die Regimenter werden nicht nach dem Glauben sormirt. Mil den Kranken beten? Das )ann Jeder! Sagt uns, was j die Herren im Tatar dorl lhun sollen, dann wollen . wir weiter darüber sprechen. Uns dünkl es am besten, wenn die Religion Israels sich von allem, was sich auf den Krieg bezieht und nicht mit icn zusammenfällt, möglichst ferne hält. Es liegt nicht in ihrem Interesse, sich mir dem zu idenrisiciren, was ihrem innersten Wesen widerstreitet; es ist am besten, wenn wir jo wenig als möglich damit zu lhun haben. Anzeigen. Complele KriegSkarteu Den Telegrammen der Extrablätter folgen ausführliche Berichte über; die Aufstellungen, schlackten, Märsche der deutschen Armeen in Feindesland. Zum Verständniß dieser Schilderungen werden jetzt für die Zeitungsleser gute Kar- ' ten, welche die Oertlichkeiten, Straßen, Eisenbahnen rc. der betreffenden Länder erschöpfend angeben, erst recht zum Bedürfniß. Und wenn sich zweckentsprechender Darstellung der verschiednen Schauplätze ein äußerst billiger Preis zugesellt, so bleibt nichts zu wünschen übrig. Wir «mpfehlen deshalb die Folge von Specialkarten, welche die Hofimann'sche Verlagshandlung in Stuttgart ausgegeben hat. Sie illu- . striren den ganzen Kyeg vollständig und enthalten statistische Angaben über Areale, DolkSzahlen und i Hrerkörper der beiden Gegner. Nr. 1) ganzes französisch deutsches Grenzgebiet mit Luxemburg^Belgien- und einem Theile der Schweiz, Paris bis Stuttgart, *) Ein eigenthümliches Wort in deni Munde eines jüdischen Orthodoxen?rb ,7:1s rnf> 7«: lv Düffeldorf bis Bern. Nr. 2 und 3) Borderseite des Blattes: Pfalz, Baden, Weißenburg, Wörth bi» Hagenau und Bitich; Rückseite: Trier, Saarbrücken, St. Avold bis Thionville und Metz. Nr. 4) Moselgebiet mit Herny, Metz. Gravelotke, Mars la Tour, Pont & Mousion, Nancy, Toul bis Commercy. Nr. 5) St. Michiel, Bar le Duc, Bitry bis Chalons. 6) Reims, Epernay bis la Fertö. Nr. 7) Möaux bis Paris und Versailles. Jedes dieser Blätter kostet nur 3 Sgr. — 10 kr. S. und wird einzeln abgegeben. Außerdem empfiehlt sich die Große Ue bersichtökarte von . Deutschland mst den Endpunkten Stralsund, Flensburg, Dünkirchen, Paris, Lyon, Mailand, Triest, 8*/, Sgr. oder 30 kr. S. und die Generalkarte von Frankreich mit Hervorbebung der vormals deutschen Länder Elsaß und Lothringen, sowie von Burgund und Picardie. 71/? Sgr. oder 24 kr. S. _ JllustnrttS Bolksblatt: Buch der Wrlt für 1871, Wo chenuummer3 bis 8. — ES war wie eine Ahnung als das neue „Buch der Welt" den immertreuen Arndt und sein Mahnwort „das ^ganze Deutschland soll cS fein , zur Devise nahm. So braucht es Angesichts der großen Völkergeschicke, die sich vollziehen, seine Fahne nicht zu wechseln, um die Sympathien des Publikums zu gewinnen, sondern die zuvorzewählte hoch zu halten im Dienste deS einigen freien Vaterlandes. Dem blutigen Kampfe mit Frankreich, seinen Ursachen und Folgen, ist jetzt Aller Jntereffe zugewendet, und schon finden wir die neueste Zeit in Texten und Bildern deS Buches abgespiegelt. Ein „Schauins-Land" von Jacob Venedey; — Aus dem Schulbuche Louis Bonapartes von Gustav Rasch; ^WW die Panzerfregatte »König Wilhelm" im Kieler Hafen; — der erste Gefangene beiden preußischen Vorposten; — auf Deck deS „ Friedrich Karl"; — ein gefangener Weißenburger Bürger, der auf einen Bayer geschossen; — Speisung gefangener französischer Offiziere und Turcos auf dem Bahnhof in Stuttgart — ferner an PortraitS von Moltke, König von Preußen, Kronprinz von Preußen, Prinz Friedrich Karl von Preußen, von Roon, Herwarth von Bittenfeld u. s. w. führen unö mitten in die TageSgeschichte und beleuchten die großen Fragen und Scenen, welche jedes Gemüth im Wachen und Träumen beherrschen. Man abonnirt auf das „ Buch der Welt" bei allen Buchhandlungen und Postämtern, wöchentlich erscheint eine Nummer von 4FoEobogen mit Original-Holzschnitten; das Quartal kostet nur 20 Sgr. — 1 fl. 12 kr. S.; in Heften k 5 Sgr. — 18 kr. S. Verantwortliche Redaktion und Verlag von Joseph Klingen st ein, Lehrer zu Jngeleim. Für den Buchhandel in Commission bei Oskar Leiner in Leipzig. — I. Gottleben's Buchdruckerei in Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.