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Der israelitische Lehrer · 1870-09-21 · 38 (21.9.1870) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
38 (21.9.1870)
Date
1870-09-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums und insbefondere des israelitischen Lehrerstandes Organ für den'Verein „Achawa." 38. Den 21. September 1870. 10. Jahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer Bierteljährlicher AbonnementSpreiö 40 kr. — 111/2 Sgr. Anzeigen zü, I Sgr. die Petitzeil«. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Achawa. Wiederholte Aufforderung. Nach §. 11 des Statuts sollen die Beitrüge der Mitglieder bis zum 1. Juli des laufenden Rechnungsjahres entrichtet sein. Wir ersucheil diejenigen, welche mit der Entrichtung de« Beitrags und ihrer Nachzahlungen (§. 13) pro lb70 auch jetzt noch im Rückstände sind, ihrer Verpflichtung alsbald nachzukommen und die Gelder an unfern Rechner Herrn Leopold Dann in Frankfurt a. M. (Schnurgasie) 36 einsenden zu wollen. Frankfurt a. M., den 1. Sept. 1870 Die Verwaltung. nbm crn rieben und Krieden 'n isn pim1? ci^ip coir rutt^ p s .Wo öffnet sich dem Frieden, Wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort? Das Jahr . . ist im Sturm geschieden Und das neue öffnet sich mit Mord . . . Und das Band der Länder ist gehoben, Und die alten Fonnen stürzen ein ... . In des Herzens heilig stille Raume, Blüht du fliehen aus des Lebens Drang', Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, Und das Schöne blüht nur im Gesang... Schiller. Geneigter Leser, sei gegn'lßt! Die Sonne des Lebens und des Friedens möge Dir ausgehen zum kommenden neuen Jahre, Dir, Israel, unserem lheuercn Palertande, der Menschheit! Aus dem Tohu wabohu der Gegenwart wollen ivir uns flüchten mit unseren Empfindungen und Gefühlen, mit unserem Deuten und Wollen in eine sonnigere Zukunft, in eine Zeit, wo das Leben des Einzelmenschen wieder seinen vollen Werth erhält, ivo Frieden waltet — Frieden, Frieden, dem Fernen wie dem Nahen, spricht der Ewige, ich heile ihn. Das jüdische Neujahr ist das Neujahr des Herzens.' In kalter, winterlicher Jahreszeit feiern wir mit allen Menschen das weltliche Neujahr, in Jubel und Freuden, mit Rechnungsabschlüssen und neuen Entwürfen fürchte Zukunft. In der Zeit, wo die Blumen welken und die Blätter fallen, wo des Herbstes seltnere Sonnenblichc uns die Reife der Fnlchte anzcigt, kommt unser heiliger ruitrn r«~! Und wer einst im trauten Vaterhause sich beugte unter, segnender Vaterhand, wer seine Freude und seinen Schmer; ausjubeln und ausweinen konnte am trauten heiligen Mutterherzcn, wer eine Ställe oder ein Her^ sein eigen nennt, wem die güftge Vorsehung Gattin, Ninder, Brüder, Schwestern beschieden, dem ist dieser Neujahrsrag geheiligt und geweiht als das.Neujahr des Herzens; und gehoben vom Bewußtsein/ daß ein gütiger Vater waltet über 'Alle, ruft er mit Herz und Mund Allen ein Gott vertrauendes ro s nwi laron zu. oiSen L"n Leben und Frieden!

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