Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 28 (13.7.1870)
- Date
- 1870-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Icr Jarapütisfhc Ifhrcr. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums ' und insbefonderedes israelitischen Lehrer st ander. Organ für den Verein „Achaiva.' M 28. Den 13. Juli 1870. 10. Jahrgang. Wöchentlich I Rümmer Vierteljährlicher AbonnementspreiS 40 kr. — ll'/2 Egr. Anzeigen zu l Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Ach awa-Oinnahmf>n Juni, 1870. SpendenzurBertheilung: Herr Jachiel unz in Frankfurt a/M. am Todestage feiner seligen rau, 10 Siwan, 10 fl. Spenden: Gesammelt von Herrn Bachmann in Messelhausen 6 fl. 15 kr., I. Kl. zur Confirmalion seines einzigen Sohnes am 1. Tage Schebuoth 3 fl. 30 kr., Herr Julius M. Kulp in Frankfurt a/M. 7 fl., Herr N. Süökind und S. Neumann, Frankfurt a/M Gottespfennig 2 fl., durch die Stadtpost mit dem Motto: ^Vertrauen auf Gott" 2 fl., Gesammelt bei der Hechzeitsfeier des Herrn Salom. Feisenberger mit mit Frln. Bella Stein in Frankfurt a/M. am 29. Juni 1870, 74 fl. 9 kr. Ehrenmitgliederbeiträge: Herr Marcus Ben. Goldschmidt Frankfurt a/M. Mit g l ied erb eiträ g e: Herrn: Blach in Reichensachsen, Bachmann in Messelhausen, Klingenstein in Ober-Ingelheim, Bodenheimer in Emmendingen, Goldberg in Braunschweig, S. Ellmann in Thüngen, S. Eohnhofs in Neustadt, Samuel Birk in Wachenbuchen (Nachzahlung 1 fl. 45 kr.) A. Lublin in Fürfeld, I. Gottschall in Virnheim, B. Jsacsohn in Güsten, Hosch in Neisse, Weintraub in Neisse, L. Bergmann in Roth. Oppenheimer in HerleShausen, A Fuchs in Loebschütz, Herrmann Frank in Gunzenhausen, R. I. Leermeester in Rheinbach, Jac. Stern in Stomdorf, Rothschild in Mannheim, A. Grünthal in Bebra, M. Münzesheimer in Neidenstein, (Nachzahl. 1 fl. 45 kr.) A. Rosenbusch in Hemsbach, (Nachzahl. 1 fl. 45) Dr. M. Stern in Berlin, Simon Brandeis in Pfeddersheim. Frankfurt a/M. 1. Juli 1870. Leopold Dann, Rechner. XIX. Allgemeine deutsche (Lehrerversammlurrg in Wien am 8., 9. und 19. Juni 1870. - '11112 EN '2 N22 {Ol d'N2 X1? Schreitet die Menschheit vorwärts? Sind unsere Profeten Träumer gewesen, da sie ein Reich des Friedens schauten und verkündeten, in welchem die Herrschaft des Geistes die Macht des Schwertes entbehrlich ünd verächtlich machen wird? Den Zweifler hätte ick in diese nahezu 5000köpfige Versammlung führen mögen; ich hätte seine Anwesenheit gewünscht in den Momenten, cka alle diese ernsten Gesichter sich verklärten, ihre Begeisterung in hellem, donnerndem Jubel- und Beifallsruf ausbrach, sobald von Streben nach Freiheit, Recht und Licht, von Verbrüderung der Menschen, von der Herrschaft des Geistes gesprochen wurde. Es war ihnen also aus dem Herzen geredet. Und sie Alle, die da mitjubelten, sie sind Sendboten dieser Ideen an daö Heranwachsende Menschengeschlecht. Nun — schreitet die Menschheit vorwärts? Aber nicht nur die unmittelbaren Theilnehmer am Feste vernahmen die Worte, die im männlichen Freimuthe mit Geist und Herz gesprochen purden; eS machten sich auch alle bedeutenderen Journale Oesterreichs zur Aufgabe, , ihren Lesern ausführlichen Bericht zu erstatten. Schon in der Vorversammlung gab sich der Geist des einmüthigen Zusammenwirkens kund, so daß sich in kaum 17a Stunden die Verhandlungsgegenstände für alle drei Tage feststellrn und die Wahl des Bureaux vornehmen liehen. Was viele gefürchtet, daß nämlich eine solche Theilnehmermenge schwer disciplinirbar sein, eine richtige Leitung der Debatten, ein Abstimmen in einer würdigen und zweckentsprechenden Weise kaum zu Stande kommen werde, ist unbegründet gewesen, was wohl zunächst der richttgen Auswahl der Themata und dann der taktvollen Leitung von Seiten des Präsidenten zuzuschreiben.