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Der israelitische Lehrer · 1870-06-29 · 26 (29.6.1870) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
26 (29.6.1870)
Date
1870-06-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I er Asr»Miselie Jelirer. Wockiensckrist für die allgemeinen Angelegenheiten des JudcnthumS und i n s b v) o n t> c r e des israelitischen e h r e r st a n d e e. Organ für. den Verein „Achawa." M 26 Den so. Juni 1870. . ' 10. Jahrgang. Löchrntlich I 8tuv:n>»r Pierteljährlichrr Adcr.nln.cnisrreiL 40 lr^^—! I •,-> Sgr. Anzeigen zu I Cgr. die Prtitzeile. Bestcllungen nehmen alle Postännei i n■> i’. u l andlungm an. Mit der nächsten Aummcr beginn! ein neins Quartal unse'cr Zeitschrift und bitten wir die Abonnements zur Post gefälligst ungesäumt aufgcben zu wollen, damit in der Zusendung keine ilntcrbrcchung ein'rete. J)ie rveiöliche Krziel-ung im Jndcnlhum. > Koma» is Don Vr. Adler in Elmshorn. (Fortsetzung.^ 11.?in Anderes näre eS und eine fclde Eizikbung trfirfcf frgar gerecklsirligt sein, wenn diese Wisienichasten, — ttci n die Musik und die srimdcn Sprachen als Beins dienen sollten, wenn sie nur getrieben würden, dcmit die znküiistige Fron ihren tlnterhalk, ihr Brod babnrck finden, sollte. Aber baS^ Gros deS Jutenthnm-s' erzieht ja seine Töchter nickt für einen Lebentbeiuf, vielmehr ist jeder töchterhabende Pater desirebt, je «her, desto lieber seine — fegen wir «s nur ununiwriibcn hnaus — seine „Waare an den Mann zu bringen.". Es sind dah>r nur Widerwärt'gteilci', die wir von der Errrnplion t eier Erriehnng zu erwarten haben, „Heerlinge und keine Tauben"; den» in d>n ielrcirslen Fällen berechiigrn die PerhLltinsse der Eltern sowohl, als auch die des zukünftigen Gelten, den Anferdernngtn eines mit kbengenonnlen jdenntiiisien au»- geftatteten Mädchens, zn entsprechen. Dadurch wird aber des Sckeinwesen bcsördcr', wel unsere Töchter, die ur.S als Zierpflanzen von den künstlichen Treibhäusern — Institut« genannt — abgegeben werten, die materielle Seite des Lebens gar n'cht kennen und den Schein für das Wesen, die Schale für die Frucht halten. Die entlassenen Jungfrauen dieser Treibhäuser suchen dann, um als echte Salcndamin sich geriren können, durch Romai e ihr Wisien zu bereichern, auö welchen eine Jede sich ihren Ritter herausliest, ohne dabei zn bedenke,!, bah das Gelesene eben nur ein die leerer» R'chtigleiten in demselben weiden vielmehr die Astebeokiir ihres Traumlebens, und sie sehen gewöhnlich einen p'uint «l’honueur darein, ininicr daS lsteueste ein; belletristischen Horizonte Erschienene, gelesen z» habe». — Jedoch, Gottlob “jotr lllbr« so »n Israel, welches f'on aus manchem Labyrinth den rechten Pfad gesunde!,,^ bat auch Hier die Ueberzeugung gewönnedag die Früchte dieser Jrrgätten den Lebensbaum Israel» nicht schmücken und daß gerade in solchen Gärten der Lebe, obaum nickt in der Mille gepflanzt wird, von welckim die zukünftige Etenerclicn ihr .iY.il und Segen zu «rn arten und zu empfange» haben. Wohl sehen auch cie besser Gesinnten die Bestimmung des WeibeK in der Ehe, sie erziehen sie jedoch nicht auSschließli^ für die Ehe, weil die Erziehung sür die Ehe en ■ r.i diese ist, da doch rinerseits der Charakter deS : Inrukeen Gemahls sich knickt srnber bestimmen lä^l und also Riemand die sxcciclle Aufgabe, welche die coi c>ere Gestaltung der Ehe dem Wfjhe stellen wird, aiKiijul ci im Stande -st, und andrerseits würden alle nuvcrhkirathcten MädckeN ihre Lebensaufgabe verfehlt haben und nutzlos aut der großen, weiten Erde ihr Lebe» fristen. Sie richten ihr Hauptaugenmerk daher cnf d ir Häuslichkeit und erziehen ihre Töchter a ch für die H ä u s l i ch k e i t. Man mißverstehe sie jetr-ch nicht und glaube, daß die Erziehung für die Häuslichkeit bloü im Kochen, Reinigen und Putze» bestehe, vielmehr umfaßt die Häuslichkeit etwas Höheres als die bloße „Haushaltungskost", sie ist daS Farit der ganzen weiblichen Bildung. — — — schleiermachjr (auS SchleiermacherS Nachlasse von George 1b62) hat das Verhältnis! zwischen Mann Krib'ddiu Verhältnisse zwischen HouS und

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