Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 22 (1.6.1870)
- Date
- 1870-06-01
- Page
- Seite 187 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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— 187 eer Mii»rctzA»orLA»Gtstw«d«»,»tzie-sie churchsehen un», wenn paffrüb,--4b ersetzen larffrtt wird. Aus Persien anlangcnde Briefe klagen über die zahllosen Verfolgungen, denen die Israeliten dieses Landes ' ausgesetzt find. Zu salmas übt man alle möglichen Bedrückungen gegen sie, le^t ihnen außerordentliche steuern auf, inacht eingebildete schulden gegen sie geltend, quält in ihrer Abiveienheit grauen und Binder: bei dem Lode eines Israeliten eignen sich angebliche Verwandten, die das Iudenthum avgeschworen haben, das Erbe zu rc. Zu Hamadan besteht ein Bau, der für das Grabmal des Mordochai und der Esther gilt, bei den Juden in hoher Verehrung sieht und ihr Eigcnthum in. Der um gebende Grund und Boden wurde von den Perseim des Ortes, die sich desselben bemächtigten, nach und nach in Besitz genommen. Man drobt sogar, die beiden kleinen Gebäude, die als Grabmal dienen, »iederzureifien. Diese Lhatsachen wurden Hrn. Heinrich Iuld tu Wien Durch einen Herrn mitgctheilt, der das iiand -bereiste und dem die Gemeinde Hamadan einen Brief, den Plan der (Kräder und eine Evpie einiger Inschriften mitgegebc» hat. Die Alliance wird sich beim persischen Gesandten in Paris beklage« und ihn bitten, seiner Regierung von den Verfolgungen und Bedrückungen ckenittniß zu geben. Ein Israelitc aus Gnrardmer übersendet der Alliance einen geschriebeium Katechismus vom katholischen Pfarrer dieser Stadt, worin sich mehrere übelwollende Beschuldigungen gegen die Israeliten befinden. - Die Alliance hält die Tyatsachen nicht für geliörig lest gestellt, vor Allem aber nicht für wichtig genug, um;n! irgend einem schritte Veranlassung zu geben. Man bewilligt ans dem Ueberreste der maroceo tunesischen Sammlung eine llntentützung von .nU) I, für die Gemeinde Ianina l!ürtei). welche durch eine KeuerSbruust, die einen großen Tbeil der sta^r oerzeurte. - schrecklich gelitten hat. Bitten um llntersiütznng I von der 'Gemeinde \ Sienno (Rußland) zum Bau einer Jnnagoge 2 mebrerer Armen von sasii: 3. der H.H. Pincherle und Laz-arus Ltrachna "zu Paris werden abgewic'e». da die Alliance für diese verschiedenen Zwecke keine Ionds besitzt und kein Wohlthätigkeits-Vercin ifi. Man bewilligt Hrn. Nimm Bebar einen Vorschuß auf sei« Gehalt vis heute und auf seine Reisekosten nach Aleppo. Der Ausschuß wird in ganz kurzem eine eigene Sitzung anberauinen, um sich über die VenvenSung der für die russischen Israeliten gesammelten Gelder zu ve sprechen und beschließt. das Hilfscomitb in Memel einstweilen telegraphisch. zu ermächtigen, eine summe von 5000 Kr. an' die Alliance zu trassircn. Hr. Erlanger berichtet über ein schreiben des Hrn. Netter bezüglich seiner Reise nach Palästina. Hr. Netter wurde vom staatsratb i« Konstantinopel empfangen und hat demselben den Plan d«,Ackerbanschute auseinandergesetzt. Die Regierung der Pforte und der Statthalter von svrien versprachen ibrg Mitwirkung: sie sind gerne geneigt, gegen eine ^tachsttzminc den nöthigen Grund und Boden abzurrcten. Hr. Retter bedarf der Hilfe des Hrn. Boulard fih die Auswahl desselben und bittet, die Alliance möge diesen jnngcn Ackervanknndi.zen ih» unverzüglich nach Palästina nachieniX'». uwzu Ser Seiu iral Ausschuß ictorf die nöthigen Reisekosten vvnbilli.zt. sitziing vom 2i> sept. IH'>0. i 9<>rAfefnb<T: j»r. <*Brrra66iiur dlider. 37 neue Milglieder sind aiigemeldet und ausgenom'iicil. Bücher, von deu Verfassern geichcnst: t. Maoz Hrtalmud v. Isaak Margatis an-" Kowno..? Zweiter Jahresbericht über die hebräische Knaben- Unterrichts: Anstalt des I)e P. t>ke»stadt in Breslau 2 Er. Hr. Erömirur zeigt an. das; er die ihm von mehreren Mitglieder» des Ausschusses augesonueue Mission einer Reise nach Deutschland und leibst nach Rußland an- »ebinen wolle, um'dort die bestmöglichste Verwendung des Ertrags der nir die russisch.» Israelilen vcranstattete» saminliing;» studiren. Iran Wittwc Adolph!rüves aus Paris lendet unter Vermilttung des Hrn Oberrabbiiiers Isidor ei« Gescheut von 5>u> Ir. Hr. Roieiiield 'chiägt dem Eomilö vor. leine Lheilnalnue für die Trauer und den schmerz des Hrn. Narziß Veven. des ehrenwerlhen schrilt'nhrers der Alliance, der durch den Verlust 'einer Iran w bark getrosten, worden, östenklich zu bezeugen. Iran lkeven war der Alliance sehr ergeben und nahm an den, Iortschreikeu und der Entivicklnng c-er «s»e»eilschan den lebhaftesten Antbeil. Die Worte des Hrn. Rosen'eld weiden mit dem innigsten Mitaelübl anfgenominen imd auf den Vorschlag des Hrn. sainl Paul beschließt der Eentral Ausschuß. Herrn Veve» morgen in einen Besuch zu machen, u« ihn zu versichern, daß alle Mitglieder des ^Ausschusses 'einen schmerz tkeilen »nd nin ihm 'ür »eine Hingebung an die Zwecke der Alliance»;» danken. Hr. Derenbr'iirg. dr'r in der letzten Sitzung beauftragt werden war. über die ^age der Israeliten in Westruszland Erkundigungen eiuzriziebeii. weilt eine» Brief mit. den er iwn-Hrn. Dr. 'c'azanis. Präsidenten des Berliner Ausschusses empfangen bat. Hr. \‘ayn„* glaubt, daß ein liHtt der iiraolitifchqn 'Bevölkerung dieser Prvvinzen zuviel Auhäugllchkeit gni Boden besitze, nin denselben verlassen zu wolle», »ud auch anderwärts unbrauchbar «iuuril«) wäre. 'Rur Jünglinge werde» diese , Pwvtnzen verlassen wollen, rttzd könne«. »Ni sich ciiliveder im Innern Rnizland'? niedersiilassen oder, nach Amerika.