Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 22 (1.6.1870)
- Date
- 1870-06-01
- Page
- Seite 186 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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— 186 — i 3. Iuetitntionee sd fandsmenta linguat heferai- «me von Jikdaue JGütn. Cchröder. Granmiatiea della lfngua hebraira de] prof. J5. D. Luzzatto 7. uud kfcte X.'icfcniinv Anlrittsr'cdc een Hin. Älfreb Cmv Siabbm« zu ünnebilk. 9uue Ausicküffc. bohlt sich gcbildck -u Brussa (Klcinaskn). Hauau und Häm.archc. Tcr Aussetust in Eura;ao iL-cstindreuwurde bcllstäulig wieder gtwähtt; er sendet die ipauisck>e Uebersctzwng unseres Aunufcszur- Gründung der Ackerbauschuk ui Jaffa. Ter Herr Tberrabbrn^r zu <äelu:ar und lei Ausschuß zu Metz senden-Exemplare eines Eirculars, das e drucken und mit dem Armine der Alliance zu Lünen der russischen Israeliten vertbeikir lassen. Ter Herr Cäint'übrer berichtet über eine bem Hrn. csterreichsscherr Gesandten in Paris der Alliance Scmachlc Millbeilung. Herr v. Benot, berixrichl, die nbrichen und rumänischen Juden zu schützen, Er wird eine nabe bevorstehende Gelegenbeil ergreiien. r-n> zu Gunsten der Elfteren die Gleichbeit rar dem Gesetze zu fordern, und wird" sich den übrigen Regierungen auschließen, unr der rumänischen Regierung strenge Verhaltungen zu machen. Testerreid» bat in Aumänieu viele' israelitische Unterlbäncir. denen es seinen Schutz schuldig ist, wird , aber im Interesse der Gerechtigkeit und Menschlichkeit diest-n Schutz auch den übrigen Israeliten gewähren. Briete aus' Leien, Pestb und Belgrad lassen baffen, daß die Hage der Israeliden Serbiens und Rumänien s bald eine be-nere werden' würde. Herr Ritter Ioiepb een Wertbeim in Wien bat bei der öfterrcickisch n Regierung Schritte getban und nur Woblwellerr für ^ie Israelite'ü beider Handel gesunden. Herr ne» WcNdeim wurde untcrstüut durch Herrn Bernbard Lev»,' Tirekter der' 'israelitischen Schule zu Belgrad, welchen das dortige Cemitö zu diesem Zwecke abgeerdnet batte und der im Stande war, über die Hage der lerbischen Israeliten genaueste und schätzbarste Auslunst zu geben. Herr Isaak Lrkrion, Präsident des Ausschusses zu Bagdad, theilt mit, daß, Dank der Vermittlung der Alliance, die Verfolgungen gegen die I roe- . liten in Irak (Mesopotamien) aufgrhört hodrii. Der s neue Stattdalter, S^. Excellenz Midhah-Pascha, scheint 1 entschlcsskn, die Israeliten gegen den Fanatismus der Bevölkerung zu schützen. Er hat den Karmakan von j Karadah, der den Mord eines jungen Israeliten ungestraft gelösten, odgesctzt und einen Bürger verbannt, j der sich durch seinen Judenhaß bemerklickr gemacht, i — Tie Cckule zu Bagdad, meldet Hr. Lurrrn, lie- I fert unter der geschickren Leitung des Herrn Marx treffliche Resultate. Hr. Adolph Courtoi», franzdfifcher Bice-Eonsnb . zu Adrianepel, sendet einen Bericht über die dortige i Schule rin; er kann den Eifer und die Hingebung ' deSDircklorS, Herrn Felix Bloch, nicht genug loben;, die Zöglinge machen große Fortschritte. Herr Felix Bloch beklagt sich, daß unser letzter hebräischer Jahresbericht seiner Schule keiner Erwähnung gethan; diese Auslastung habe in Adrianoprl einen schlimmen Eindruck gemacht..— Der Eentrvlj Ausschuß bedauert die Auslassung, die ein Bersehew! des UeberietzerS ist. das im französischen Bericht nicht gemacht wurde. Die auf die Adrianopeler Schule be-> i zügliche Stelle soll im hebräischen Jahresbericht vom . 1. September 1b 69 abgedruckt werden, k Tie Israeliten zu Bocau beklagen sich über neue vom Präserirn ihres Bezirks angeordnete Austreibungen. Drei Familien wurden am 12. August vertrieben; Greise, Frauen, Kinder warru genöthigt, in! freier Lust die Nächte zu verbringrn und eilige sind! krank geurrden. — Dieser Zwischenfall steht in Berj bindung mit den ollgemeimn, in Rumänien neuer» i dinaö angerrdneten Indenvertreibungen, denen inan auch! avgemeine Maßregeln entgegensetzen muß. Da Fürst! Karl von Rumänien binnen Kurzem noch Paris kommt, so wird der Eenl'al-AuSschuß Schritte brr ihm thun, und ihn bittin, die Lage der Israeliten in seinem Lande zu ändern. Hr, Eck wob, Kaufmann zu Barcellcrra, gibt der! Alliance Kcnntniß von der dermaligen Loge der j Israeliten in Spanien. Er sürätet, es sei für sie : immer r.rch gefährlich, sich in diesem Lande niederzu-! lassen, wo der Fanatismus nock sehr heftig ist. Er > wünscht vorerst, daß die Alliance bei dem eben in j Vichy anwesenden General Prim Schritte thue, um das ausdrückliche Versprechen des Schutzes von ihm! zu erlangen; sodann glaubt er, die Alliance solle in den spanischen Zeitungen Artikel veröfsentlicheu lassen, welche geeignet wären, die Bevölkerung über die israelitische Religion und Moral aufzuklären und die Voreingenommenheit und Vorurtheile g'gcn unsere Glaubensgenossen zu bekämpfen. — Der Ausschuß hält Cckritte bei General Prim für unzeitgemäß, besonders da man ihm keine bestimmte Thatsache zu bezeichnen habe, aber er nimmt die Idee des Herrn Schwöb auf, durch die Presse richtigere Ansichten über das Iudenthum zu verbreiten Hr. Picciotto in London hat dem Schriftsührcr des Ausschusses dieselbe Meinung geäußert und in einem Artikel deö J ewis h Chronicle auseinander gesetzt. Die Berabfassurrg. einer Reihe von Artikeln, denen die Geschichte der Judcn in Spanien zur Grundlage dienen soll, wird Hrn. Pr. Kayserling. Rabbiner zu Endingen-Lengenau, der sich schon seit langer Zeit mit dieser Geschichte beschäftigt, anvertraut werden. Diese Artikel sollen