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Der israelitische Lehrer · 1870-05-04 · 18 (4.5.1870) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
18 (4.5.1870)
Date
1870-05-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er IslüMjuelie Lrlirer Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Jüdenthums und insbesondere des israelitischen Lehrer st andes. Organ für den Verein „Achawa." M 18. . Den 4 Mai 1870. -10. Jahrgang. Wöchentlich I Nummer Vierteljährlicher Abonnementsvrei« 40 kr. 11 >/2 Sgr. Anzeigen zu I Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. ZUM ^entateuchüöersetzen. Lübbecke, 20. April. Dringliche Ursachen hielten : mich bis jetzt ab, die Bemerkungen des geehrten Hrn. L. F. zu Würzburg in Nr. 11 d. Bl. gegen die von mir rrferirte Proposition in Nr. 6, den ersten Unterricht im Uebersetzen des Pentateuchs betrefiend, zu beleuchten. Herr L. F. hält das Unternehmen an sich für nutzbringend und erwünscht; den Umfang und di« Wahl des fraglichen Materials hingegen für überflüssig und unzweckmäßig. Seine Gründe sind: »Zweck des Unternehmens fei, dem Schfller ein Buch in die Hand zu geben, durch welches er sich (selbstständig?) auf die Lektionen vorbereite, wozu er doch wohl erst nach zweijädrigem Unterricht im Uebersetzen befähigt würde;! inzwischen feien aber die ersten Kapitel des Penta- 1 teuchs, deren Bearbeitung dem Unternehmen selbstverständlich (?) zum Grunde liegen, bereit» vorgenommen." — Bei diesen Voraussetzungen wäre allerdings das projektirte Schriftchen unzweckmäßig und überflüssig. Doch nichtvon all dem ist von mir behauptet worden. Gleichwohl zehr ich mich veranlaßt, mich einer schärfern Begründung und einer größer» Deutlichkeit zu befleißigen. Zweck der für Anfänger bestimmten Schrift, die etwa 2 Jahre ausreichen soll, ist hauptsächlich der: den Schüler in den Stand zu setzen, die nach derselben unter Anleitung de» Lehrerdurchgenommene Lektion nachzuüben und'hierdurch ihn zu befähigen, daß er mindestens nach Verlauf dieser Aeit sich durch andere Lehrmittel — einen deutschen Pentateuch oder ein Vokabularium — selbstständig auf die Lektionen vorbereite. (Vgl. den Passus: „Nachdem der Schüler den hebräischen Text mit richtig grammatischer Betonung (deshalb das Zeichen,) dann zur kongruenten Uebertragung vermittelst der angedeuteten Ueberfetzung angeleitet u. f. ».") Nehmen nsir an, daß das Kind, welches mit dem zurückgeleg-, ten 6. Jabre die Schule betritt, nack 1 oder l>/y Jahren Hebräisch- und Deutsch-Lesen erlernt hat, so ist eS in einem Alter von 7 bis 8 Jahren wohl im Stande, das nach dem angedeuteten Verfabren Durchgenommene mit Hülfe des Büchleins sich einzuprägen. Sind inzwischen nicht alle Schüler dev Anfängrrklasse so weit im Lesen gebracht, so ist es doch anzunehmen, daß mindestens Einer derselben befähigt worden, die Nachübung mit seinen Genossen vorzunehmen, während der Lehrer sich mit einer andern Klasse beschäftigt. Auch mancher Vater würde ,sicb ein Vergnügen daraus macken, in derselben Weise zu Hause den Fortschritt seines Kindes im Hebräischen zu fördern, und so würde hierdurch noch ganz besouderS das leider immer mehr sinkende Interesse für diesen Unter- : richt gehoben. ' DaS eS ferner nicht meine Absickt war, gerade die ersten, für den Anfangsunterricht theilweife ungeeigneten Kapital zu wählen, geht daraus hervor, daß ich am Schlüsse des Artikels unsere Herrn College» um Angabe der auszuwählenden Stücke gebeten habe. Vorläufig schlage ick zu diesem Zwecke vox : 1. B. M. 11, 26 — 32; 12, 1-9; 13, 1 — 13; 22,'1-12; 28, 10-22; 29, 1—20; 37, 1-36; 40, 1 — 23; '42, 1 - 38; 43, 1-34; 44. 1 —_34; 45, 1-28; 47, 28-31; 48, 1 -22; 50, 15-26; -im Ganzen etwa 300 Verse. Außerdem könnten aus dem Gebetritual eingestreut werden: w.-ide» nx; der Anfang des Tisch- und des Nachtgebets; ddzu Mt»« u. dgl. DaS Schriftchen (in zwei gesonderten Theilen, jede» etwa l1/» Bogen stark) würde zu 21/^ bi» 3 Sgr. geliefert werden können. Fernere Belehrungen und Entgegnungen dankbar entgegen nehmend, — Prov. 25,12 — bitte ich noch besonders tie Herrn Cöllegen, durch diese Blätter oder privatim mir mitzutheilen, ob die Ueberfetzung einiger der letzten Kapitel in jüdisch-deutschen Lettern gewünscht wird. H. Le es er.

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