Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 16 (20.4.1870)
- Date
- 1870-04-20
- Page
- Seite 126 (sequence 6)
- Language
- German
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126 — .Der Aberglaube, ist ein verabscheuungswürdigeS Ding. Zum Unglück sehen wir beinahe bei allen; christlichen Völkern des Orients die extravagante Idee! auftauchen, daß die Israeliten Christenblu: genießen, ■ um dadurch den Segen des Himmels zu erlangen oder um ihrer traditionellen Rache gegen Christen ' Genüge zu thun. Teßhalb eben sicht man auch oft! Anklagen und Eonflicte ausbrecbrn, durch welche die ' sociale Harmonie unter den Einwohnern desselben Landes, ja sogar ein und desselben Vaterlandes gestört wird.. So verbreitete man auch vor Kurzem erft das . Gerücht von der Entführung kleiner Christeukinter, um Anlaß zu Terkächtigungen zu finden. Wir unserseits verabscheuen derartige lügenhafte Ideen, wir betrachten dieselben-als Aberglauben beschränlier und glaubensschwacher Menschen und mißbilligen denselben officiell. Wir glauben, daß jeder srcmme Christ von seinen israelitischen Mitbürgern günstigerdenken sollte. Weder die mosaischen Eeseye, noch die gegenwärtige sociale Entwicklung der Juden, noch auch die nalür- : liche Soostmürhderselben reLrienigen so lügenhafte Zumulhungen. Seid eingedenk der . Schönheit und erhatcnln Größe dee Cvangeliurre Christi, welches bei Strafe dcr Hölle selbst Beleidigungen vcrbietet j und Nächstenliebe und Humanitär auch gegen Feinde ' ancmxstehlt. . Es bestehlt euch, daß unsere reinen Seelen ihr Lickt auf rille unsere Handlungrn vor den Menschen hinstrahlen lcsjen, damit ne unsere Handlungen sehen, welche den Herrn im Himmel glcrisiciren. Gegeben in unserem Patriarchate am 1K Februar (4. März) lKtU.“ Bukarest Wie cigenthümlich stck die hiesigen Verhältnisse gestalten, beweist, daß die Juden sich von der englischen Missirnsgesellschair Taufscheine ver- ' schassen, um ungestört als Juden leien zu können. Die Behörden anlwdrteren aur die darüber seitens der verfolgenden Beamten laut' gewordenen Klagen, daß man kein Recht habe, tshristen zu verfolgen. — Man sieht also auch darai^ daß'religiöse Motive dcr Judenverfolgung nicht fehlen. j Aus Amerika. Hiestge Zeitungen berichten von einem geh.änglen Verbrecher, an welchem man nach Lösung des Strickes noch Lebenszeichen bemerkte. Tie j Aerzte erklärterr ihn dennoch für dodt und er wurde begraben. Junge, Mediciner aber gruben zu wissenschaftlichen Zwecken wieder auf und niachlenBelebungsversuche durch lleberleitung fremden Meiricbenblutö in eine geöffnete'Adler, welche vcllsränd'g gelangen. Der Gehängte lebt und hat sich dem gefürchreren zweiten Strang durch die.- Flucht entzogen. — Sind nun die biblischen Wunder und die Wiederbelebungen Elia s und Elischc's 4« unglaublich L (Hämagid.) Bericht dcr Alliance israelite universelle. < Altgrmeine« israelitische« ACianj) If. Semester it((9 Tor Herr Präsident erar.'.ft da-:- Wer'.. t Menno Temen nnd Her.-.::' An m-.r al'o ist jcn: lio Ro::>e. e:uige ftcanr.id >. Worte an Sie zu ruhten. Idaber werde nr.: Inia.B ipre'cho«. mir Ilmen Allen.'die Sic das :>oie «>-.ück. welches das Woklrbri» gewährt. in tiestm He. zon em vstildei: Und wie groß sind die Wehlruaie::. die Sie üben! Welch e:ii Feld ist Ihrer eeeluiütlugen Mitwwlnng geostnet! Ah' gewiß ist e-s c11: süßer «stenaß. iidd.c Abends, wei.n man iich N.chen'daft ableat von 'einem Lagewerle. stigen zu lönnen: :d habe einem Unglücke abgebolstm. tae des Äcilge'ul'ls würdig, war. T:e '.'ic.-J: ist voll lieblicher Träume Mir den. de: einen Unglücklich.n. getröstet har. Aber vor uii'ern Augei:. we.ck e:n :'::ge. ucucrer Horizei::! melde stteiie und ruhiiire'.le Au'g.ibe, die wir uns gestellt! Au» allen Piinltcu di.st-- Crdon rundes gibt es Juden: ii.inilt.n all.r 'Rat.rnen haben i>e eine Wolauing eder ^fuftud'tsstätle. Und ür-erall m.i: streckt die Allian'qo iure 'diiirzende Hand aus and 'nid;; alles südliche Unglück liiHlcn wir Icmuit lernen, nollen wir tiudori:. Inl weitester Ferne erbebt stck ein Ra' and golaii.il zu uns: wir. de wir Cure Brater >i::d. w:r leiden! 'estrl! erbebt stch die Alliance nnd die Halst loiiiiiil stra'ch.! als der '.'iVtinni tana. «B.-.still. > Ich aeilebe. m. H.H.. meine Freude ist gro»'. jeden Tag d:-. Iabl uuierer Biitglieder stch v.rmei'ren zu iebei: Wu haben uabozu lLi'-x» Uuler'dizistelil Sie nda'- :d [ au' LcXKU» bo"e ftir den Augenblick, wo ick Sie berlaistn weide i Bewegung>: verstehen wir uns, in. H.H. wo ick' als Prästd.eul Sie verlaust: denn als Mitglied der'Al. staue.- Isr. U. gehöre ick- Ilaien mit Herz und Seel, aii bis zur lerten Sruiiee mcines Lebens unl S:e oerlanei!, ivare mir unmöglich. (Langanliallenter.Bei'a'.l., Unstr Schalzuieister. der 'einer ist 'Gelächter». uck: stiiie Mühe und ieincu C'i'er verdvvvelr: die rückständigen Beiträge laufen ein. Und wir brauchen viel Beitret.nd-..' heute und immer: Leun dieses alte Bol! Iirael wird niemals untergeben: es ist allen 'Rationen vorangegangen und wird iie Alle überleben.' und gerade von ibm löi-.nen wir 'agei:: die timen werden die Letzten st::'.. «Lange Unterbrechung.» Und mit vielen Anstrengungen. unt-.: steten Leiden, airt-.-r großen lüestibrew and gehäi'ig-.ii B-.rtolgaiiaen str: .s ui verid'iedeii.:: Ländern seinen Lebens-