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Der israelitische Lehrer · 1870-03-30 · 13 (30.3.1870) · p. Seite 104

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
13 (30.3.1870)
Date
1870-03-30
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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— 104 — seine geballte Haust, auf das Hau-, auf Jakob zurück, der^bei desim Wuth laut aufzulachen schien. — Waan jenem Abende im Zimmer meine- Da- 1er< vorgegangen war, erfuhr ich nur zum kleinsten Theil. Rabbi Pinechas hatte ein strafbares Verbältniß mit dem schönen Ehristenmädchen angeknüpft, und! versprochen, nch zu taufen »nd dasselbe zu ebelulen. > Jakob hatte dieS ausgekundschaflet und das Mädchen! zn meinem Vater gebracht, während er um dieselbe! Zeit auch Rabbi. Pinechas einlud, um den Bclewicht zu entlarven. Am andern Hage war Rabbi Pinechas aus der , Stadt entwichen. Die Gemeinde war in der hef-; tigstm Aufregung ob dieses entfeylichrn Ereignisses.! Nicht lange nachher hörie man, daß er lich in der > benachbarten Stadt hatte laufen lasten und in ein Kloster zetteten . wK.re. . Zch sah ihn erst vor einigen Wochen hierwieden. GS ist Pater Anicn.- Lassen Sie ^ich nun noch mit kurzen Worten meine- Schicksals gedenken., Zch gestand bald daraus meintt Mutter meine Neigung zu Jakob. Entsetzliche Scenrn kamen rok in meiner Eltern Haus; aber endlich willigte oiein Vaier doch ein, unter der Bedingung jedoch, -daß ich weg aus A-daß ich hierhrrzcge mir pieinem — Schnorrer, wie mein seliger Vater in .unbarmherziger Weise zu mir sagte. Wir zogen hierher und waren glücklich. Wir hatten zwei Kinder — ein Söbnchrn und eine Tochter. Als mein Vater starb, wünschte meine Mutter unsere Rückkehr. Auch zins trieb das unselige Geschick — wir zogen hin. ' Einige Wochen nach dem Einzuge daselbst mußte mein seliger Gatte zur Messe in die benachbarte Stadtt Ich weiß nicht, welches unselige Geschick mich..veranlaßt?, mein b jähriges Schnlein dem Galten mitzigeben, und ihn in der Stadt einer leichten Operation unterwerfen zu lasten — einem Auswüchse am Unterarme. Sie gingen son — und kamen nicht wiedep. Ich wartete Wecken lang — keine Spur, keine Nachricht. Ich reiste hin, ste waren verschollen. UntSweg« sollen sie hei einem Brand« in einem WirthShause umgekommen sein — ich konnte nicht einmal ttkunden. wo? und die Verzweiflung brachte mich aufS Krankenbett. Als ich gemaS, warmeine Mutter dem Tode nah?.! Nachdem ich meine KindeSpflicht erfüllt hatte, nachdem wir ste begraben und betrauert hatten, hielt eS mich nicht länger in A. Ich zog chterher — von cheinem Gatten, mir welchem ich hier Io glückliche . Tage verlebt, von meinem Sohne, der jetzt wohl 24 Jahre alt ist — habe ich bis heute nichts erfahren-kennen. Wer weiß, wo ste modern? ' (Forsts folgt.) Anzeigen. I n # r a 1. Ter hiesige Contor und Religionslehrer hat sich verankaßt gesehen, in Folge einer bk reitö mehrere Monate dauernden Erkrankung seine Stelle aufzugeben. Diese hierdurch erledigte Stelle soll sofort wieder besetzt werden. Fixer Gehalt: 800 fl« Nebeneinkünfte nicht unbedeutend. Musikalischgebildete Bewerber, die eine Tenorstimrne haben und zur Erlheilung des Religionsunterrichtes befähigt find, wollen sich < lsbald in portofreien Briefen melden bei dem Unterzeichneten. Wiesbaden, 6. März ld70. 8üullli»a, Rabbiner. I n s e r a t. (Zu Pesaeli ) Cin bedeutender isr. Weinproduzent in Ober-Ingelheim erbietet fleh hiermit, von - den berühmten Ingelheimer Nothweinen die kleinsten Partien im oder in Flaschen zu Roxros- Preisen abzugeben. Tie verehrliche Expedition dieses Blatter wird die Güte haben, Aufträge unter Chiffre I. R. uns zur Effectuirung zu übermitteln. Auch weife Weine wrrdkn lill'g abgegeben. Hierzu Beilage, Prospekt, neue Clementarschulbücher von Klauwell. 8rr«üw,rtUchk Redaktion itab Lerla^von Joseph ftliattnftti«, Lchrrr zu Jiqeiheun. Zür dn, «uchhandel m L««w.istiM> bei OSlar Seiner i» Lnpp». — I «ottSlrbrn'i Buchdwarrri m Main».

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