Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 10 (9.3.1870)
- Date
- 1870-03-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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er Ismelltlseke Jelirer. 'Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenlhums und insbesondere des israelitischen Lehrer st andes Organ für de» Verein „Achawa.'- Jt° 10._■ _ D-» 9. Mai, 187«. 10. Sahrgang. Wöchmtlich 1 Nummer Vierteljährlicher Lbonnementspreis 40 kr. — 11Sgr. Anzeigen zu 1 Sgr< die Petitzeil«. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. - Achawa. Feb r u ar Einnahmen 1 S 7 0. Spenden: Von Frau Lenmel Arnstein in Fürth bei Bei heirathur g ihrer. Tochter mit Herrn Chnnarn 2:'» fl., Herrn Professor Moritz Oppenheim in Frankfurt bei Verheirathung seines Sohnes Guido Ir) fl.. Herrn Z. L. Beer Frankfurt a. M. tei seiner Verlobung mit Frln. Bertha Beer, 1 Ducaten 5 fl. 38 kr., Durch Herrn S. Ortlieb in Heidelberg: Von Herrn Prof. O. 1 fl. 45 kr., Prof. M. 54 kr. Liebhold 1 st., A. H. Wolf 1 fl., A. Kuhn 1 fl., S. Eahn 30 kr. B. Rothschild 30 kr. — 6 fl. 39 kr. Von Herrn M. Calin in Ofsenbach am Todestage seiner Frau Mathilde gcb. Geiger 10 fl., Herrn Dann und Bonnefeld, Frankfurt a M. GotteSpfenig 2 fl., Herrn Dr. Werner in Durpebrach bei Genesung seiner Frau 1 fl. 45 kr., Am Begräbnisttage der sei. Frau Zuliane j Hirfcl'hcrn in Franlsnrt a. M. ron deren Söl nen 10 fl., , Von RegineFriedmannin Main; am Todeslaseihrco! sel. Vaters 10 fl., von R. N. durch Rahb. Dr. Aler. j Stein in Worms 7 fl., ro» S.U.; in Frankfurt a. M. am 19. Februar 20 fl., Herrn Z. I. Speyer Frankfurt a. M. bei Gelegenheit der Verehelichung feiner Tochter Johanna 10 fl., Herrn Elie Ezechiels aus Rotterdam bei feiner Eonfirmation 15 fl. Ehrenmitgliederbeiträge; Herrn Lonis Ganz, Frankfurt a. M., Leopold Beer, Frankfurt a. M., Albert Kahn, Germersheim, Carl «Dreyfuß. in! GermerSheim, Prof. Dr. Weffely in Prag. j Mitgliederbeiträge und Nachzahlung, Herrn David Freitag in Ladenburg 7 fl. Frankfurt a. M. 1. März 1870. Leopold Tann. Rechner. Adlere Zukunft. Zn dem kurzen Zeiträume von kaum einem Zahr ist jo Manches von weittragender Bedeutuüg im Zudenthum — insbesondere innerhalb deS Heimchen JucenihumS — geschehen und angestrebt worden, so daß wir, wenn „Leben und Bewegung" durchgehends und auf allen Gebieten Gesundheit bedeuten würde, aus eine wahrhaft großartige Entwicklung innerhalb deS deutschen Zudenthums, auf normale Krastesttwickelung schließen nlüßten. Dem ist aber leider nicht so! Und wenn auch alle diese Ereignisse von hohers mächtiger Bedeutung sein und werden können, st ist doch Vieles auch mit krankhaften oder durch künstliche elektrische Einwirkung hervorgerusenen Zuckungen zu vergleichen, die, in dieser Weise gefördert/ durchaus nicht segensvoll wirken können. Wir nennen als solche bedeutsame! Ereignisse unter anderen die Synode, den Gemeindetag, die Berliner Versammlung zu Gunsten der westrussischen Zuden und den dadurch erweiterten Anschluß an die Alliance, die Vorbereitungen zur Gründung einer jüdischtheologischen Fakultät, oder, wie man sich auSdrnckt, einer „Hochschule für die Wissenschaft des Zndenlbuiiis" und endlich die badischen, resp. Karlsruher Vorgänge. Wenn wir alle diese Vorkommnisse in ein Bild lusammensassen, werden wir dann einen klaren Blick in unsere Zukunft gewinne»? Werden wir derselben mit einiger Ruhe und Befriedigung entgegensehen? Die Synode braucht und in dieser Zeitschrift weiter ' nicht mehr zu beschäftigen. Was uns die erste faktisch weiter gebracht, läßt sich kaum bestimmen. ES ist zweifellos, daß nur ihre Nachfolgerinnen daS Heilsame einer solchen Institution zur Geltung bringen können,! Die erste Synode litt vor Allem an Unklarheit! Wir dürfen nicht vergessen, daß die Synode ein Werk der ssteform ist und bleiben ioll. Das war ihr Ursprung und ihr