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Der israelitische Lehrer · 1870-02-23 · 8 (23.2.1870) · p. Seite 64

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
8 (23.2.1870)
Date
1870-02-23
Page
Seite 64 (sequence 8)
Language
German
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V** — 64 — Hurst. Za, beim Fürsten, und nur bei ihm, fanden > die armen Juden, die für täS andere Publikum der! Stadl der Gegensiand nicbt gerade gl-mpflicher Behandlung trarrn,' Schutz und Schirm in Noch und Bedrückung. Die jüdische Gemeinde der kleinen Stadt war i nie sehr zahlreich gewesen; aber sie lebte seit kielen Iahren im Ganz« n ungestört und sriedlich bei allen Kämpfen,! die ihre Glaubensgenossen in anderen Gegenden fübj lep mußten. - Debl scll in längst entschwundener ' Zeit eine größere und reich ereJudengemeinde hier gelebt baden; diese aber zu einer Zeit allgemeiner Ver'vl- , gung reijagt, ja ganz auSpercttet worden sein, Co l erzählte mindestens das Memmerbuch, das der Vorbeter! im Zahre rweimal mit trauriger Melodie und unter > Thränen rerlcS. Ater ein Ürabne des jetzt lebenden Fin'sten scll sich später rou seiner Reise eine , jüdische Fov-ilie — einen jungen Mann mit einer : bildschönen Frau mitaebracht haben, — wie man aus , fremden tonten ein Gewächs mitbringt, daS man in j heimaibliche Erde verflcnzen will. Zu dieser Familie,! die in scsi iniime Bez'kbungen zu jenem Fürsten trat, so daß die ge'chwätz-ige Fama, die ja edlen Gesinungen stets-in unedles Motiv unterschieben muß, um für; das ibr ur.begrein'che einsIbr zusagende Deutung zu finden, von unerlaubten Beziehungen des Fürsten zu | der schönen Jüdin sprach, — zu dieser Familie, sogen > wir, kam später neck eine zweite, auö welchen zwei t Familien' feit die gante Gemeinde zu der Zeit, von der - wir sprachen, abftammle. , Frau Bella -stammte wohl nicht selbst von Bier,! aber ihr Gatte war ein Kind der hiesigen Gemeinde I gewesen. S'e wpbnte mit ihrem Galten zusammen j eine Weile hier in glücklicher Ehe, der ein Sohn > und eine Tochter — Sara — entstammte; dannswar ihr - Gatte ibr nach ihrer heimalblicken größeren Stadt gefolgt, um dort ein größeres Geschäft zu gründen; j aber schon nach -wenigen Jahren war Bella zurückgekebn ohne Gatten und Sohn, allein mit ihrer Tochter. Ein fürchterliches Schicksal barte sie des Gatten ' und ihres SöbuckknS beraubt und ne konnte den Drt; nicht m«hr bewohnen, der ihr so überaus Schmerz- : -licheS gebracht, während die Heimatb ihres Gatten l ihr süße und webmülbige -Erinnerringen an glücklich verlebte Jahre zurückries« So verlebte sie hier bis-! her ruhige Wittwenjabre, wenn auch in ungebrochenem I Schmerze.; Das Schickfa^-daS' sie betrofien, war gerade um des Geheimnisses Willen, das es umgab, schmerzvoll j genua, um ihr Herz stets wach zu erhalten. i - . - (Fortsfolgt.) i Verantwortliche Redaction und Verlag von Jo' Für den Buchhandel in Commission bei LSlar Lein er i Mitte: Alle Diejenigen, welche ihre Beiträge zur Alliance sowohl als Mitglieder als auch Sammlungen in der Schule durch unsere Vermittlung nach Paris befördernwollen, bitten wir um schleunigste Einsendung, da wir unsere definitive Abrechnung dorthin ehestens gelangen laffen müsien. D-ber-Ingelheim den lf>. Februar 18ri0. Red? d. JSr. Lehr. 1 Ktingenstein. Anzeigen. Altena in Wkstphalrn wird die JSraelitiscke Lebrcr und Eansor-Stelle mit 'einem jährlichen Salairvon300Thalern am 1. Sept. dieses Jahres vacant. Reflectantcn wollen sich unter Beibringung ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstand melden. Ferdinand Feidelberg. Inserat. Cin tkrdeutcnder isr. Weinproduzcnt in Ober-Ingelheim erbietet sich hiermit, von den berühmten Jngelheimer Rothweinen die kleinsten Partien im Fast oder in Flaschen zu Engros- Preisen obzugeben. Tie verehrliche Erpedition dieses Blattes wird die Güte haben, Aufträge Unter Chiffre I. R. uns zur Effectuirung zu übermitteln. «pH Rlingenstein, Lchrrr »u Ingelhenn. i Lriprig- — 3 GottSleben'r Buchdruck«««, in Wainj.

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