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Der israelitische Lehrer · 1870-02-16 · 7 (16.2.1870) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
7 (16.2.1870)
Date
1870-02-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er Jsracötfeclrc Iekrer. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums und insbesondere des israelitischen L e h r e r st a n d e S. Organ für den Verein „Achawa." M 7. Den 16. Februar 1870. 10. Jahrgang. Wöchentlich 1 Stummer Vierteljährlicher Abonnementspreis 40 kr. — lVk' Egr. An,eigen ju 1 Sgr. die Petitzeile. Bestellung« nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. ' Ichawa A ü f i o r d e r u n ff. -• _\ Von der Verwaltung beauftragt, alle noch aus AchrwavereinSbüchern herstammenden Ausstände beizutreiben, bitte ich hiermit um gefl. ungesäumte Ginsendung sowohl der rückständigen Bücher wie Gelder. Gegen die Säumigen wird eingeschritten werden. Ober-Ingelheim, den'15. Februar 1870. Der Geschäftsführer Die Weltanschauung der modernen Zeit. (Schluß.) Wir kommen zu dem letzte,; Latze in'dem Abschnitte: Religion und Christenthum. Wie die Kircke die Offenbarung und ihre Wahrheiten nicht geschaffen oder erzeugt, sondern empfangen hat, so — in derselben Weise — hat sie dieselben auch auszubreiten, initzutheilen und auf gläubige Annahme zu dringen. l>. Nicht also, sagt die Lehre vom Menschen und den Gesetzen seiner Natur, sondern die christliche — ^wir sagen: jüdische — Wahrheit muß, wie jede andere, nach den Gesetzen menschlicher Entwicklung an den Menschen gebracht werden. Dabcr hat der Geistliche die ernstlichste Pflicht des Studiums der Pädagogik. Den Kindern Milch, den Gereiften feste Speise! Dieser Grundsatz enthält zwar Wahrheit, aber er reicht nicht aus. sticht bloö vom Inhalt, sondern von der Form der Mittheilung, Anregung und Erweckung hängt daS Verständnis und die Theilnahme des Lernendeit ab. Die abstrakten dogmatischen Lehrsätze eignen sich gar nicht zur Grundlegung des religiösen Lebens, mit einem Worte: der Verkündiger des Cbriüenthums, wie jeder Neligion und jedes'Lehrfaches, muß pädagogischen Anjprderungen entsprechen. c. Wir haben zu diesem Satze unsverseils nicht« hinzuzufügen. Auch wir wünschen und verlangen, daß der N.ittrricht in der N.'ligion sich nach den in den Naturgesetzen begründeten Gesetzen der Pädagogik richte. Der Unterschied ist blos, daß es den Anschein hat, als könne die christliche Lehre einen pädagogischen Religionsunterricht nicht ertragen, weil die Lebren des ChristenthumS, wi: ne von Vielen aufgefaßt und von den kirchlichen und staatlichen Behörden' in unabänderlicher Norm zur Lehre vorgeschrieben werden, eine vernunftgemäße h j. pädggegiscke Auffassung perhorresciren, währen» wir unS nur über Unkenntniß der Pädagogik zu beklagen haben. und während eö weder einem jüdischen Privat?» noch einer Behörde, weder einem. Nabbiner noch sonst irgend" einem jüdischen Gelehrten je eingefallen ist, zu behaupten, es könnte dir Nelizion durch irgend welche

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