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Der israelitische Lehrer · 1870-01-05 · 1 (5.1.1870) · p. Seite 6

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
1 (5.1.1870)
Date
1870-01-05
Page
Seite 6 (sequence 12)
Language
German
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erften Vertrüge namentlich das hervorgehcben habe, was des Iudenibum aus andern Kreisen ftdb engeeignet hätte, und daß sein, zweiter Vertrag ven dem handeln 'olle, waS daS Iudenihnm der Welt gegeben habe. Diele Mittbeilungen, welche es andern Vö'kern gespendet, ständen so fest und durch als riebtig anerkat.t.te Urkunden bestätigt, da. daß kein Streit darüber se-.u kenne. Der Vertragende aab nun zuerst einen Üederblick über die religiösen Vorstellungen der allen Völker,^bei deren fick Diebter. und Denker bemühten, (stcit zu finden, und ihn.doch nicht fanden: er kennzeichnte den Fetischismus als die erste Stufe religiösen Lebens und religiöserAnschauung, die als Zerrbild nur aus dem (?rr!nde der Furcht steb« und mir dieser weck'ele und sieb verändere, ferner als zweite' Stufe den Dualismus, der sieb in-teu Gegensätzen tzLicht und Finsternis;!, die wohl auch ein versöhnendes Baud haben, a.us'priebt und hei lten Ekinesen, Persern, Indiern re. verkommt ÄuS diesen Anschauungen der Gegensätze ginaeu eine ganze Schaar Untergottheiten hervor, und das daraus entstehende Göttersvstem tritt am vcllendeiften auf bei den Grieben, Römern nnd alten. Germanen. In dem Polytheismus dieser Völker find aber die Anstrengungen nickt zu verkennen, welche die erleuchtetsten Geister machten, um einen Faden zu gewinnen, der aus dem xrlvtbeistischen Gewirre berausführez nnd namentlich sind es die griechischen Denker und Dichter, die' sich darin ausgezeichnet haben. Dr. Goidfchmikt stimmt-den Kirchenvätern nicht bet, die jene reineren, griechischen EctleSanschauungen als vcn Moses entlebnt,.oder als Nachäffereien binstellen welken; er betrachtet sie als ehrende Zeugnisse von dem Ringen der Menschheit nach Licht und Wahrheit. Ueberhanpl macht er darauf aufmerksam, dag er nicht gesonnen sei, durch Verkleinerung anderer Völker das Iukenthum zu verherrlichen; es sei schlimm, wenn man für sein Bild immer einen dunkeln Hintergrund brauche, damit es sich besser 'abhebe; die Wahrheit müsst', für und durck sich selbst sprechen und' zeu. en. Hierauf ging der Redner auf die Widersprüche ein, an denen der Hellenismus krankte und zeigte, wie die ganze Götterlehre ein Hineinziehen der Gottheit in die sichtbare Wels war,. fe daß also olle Götter eigentlich einen sinnlichen Ursprung hatten. Dbwokl einzelne Geister unter _ten Alten es bis zu einem Monotheismus brachten, fo fielen sie dock östers wieder in die Anschauungen.ihrer Zeit zurück, und daS Iudenthum kann feine Mofatschen GctteSanschauungen" ebenso wenig dem griechischen Monotheismus gleich stellen, wie das Ehrifienthum fick mit der indischen Dreieinigkeit aus eine Linie stellen werde. Ten wahren, lebendigen, das Itzeick der Sinnlichkeit und das Geisterreich gleich umfassenden, alleinigen unendlichen Gott bat die Welt von dem Iudenthume empfangen. 1 „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde! Gott sprach: es werde Licht, und es ward Licht!" DaS sind die Sätze, aus denen der Golletgedanke des Iudentbums ruht, der Lickt in die Welt gebracht bai. Das große Märtyrer thum, welches Israel ausgehalten. eS galt der ganzen Menschheit und geickab, um der Welt den GotteSgedanken zu retten. <>ii-e Zersplitterung dieses Gottesgedankens führt zur Zer'pütteruitg der Menschheit. trägt aber auch, entsittlichende Elemente in sich. Der einheitliche Eottesgedanke des IudenlhumS, welcher all Sin zur meittcl lick'en Freiheit führt, muß^endlick alle polier ustifchen Bestrebungen überwinden und das Dort Male.cki's: „Haben wir mcht alle einen Vater?" immer herrlicher sich offenbartn. Der nächste Vortrag *-jvird die Goiiesid.e des Iudep.ibuinS näher beleuchten. Anzeigen. Kn die israel. (LclZrer. Ilm ril!se:f'g> n Wün'chkn nuferer lieben Ecllegen zu begrg.nn, weiden wir nr d.e Felge im „Israel. Lehrer" an dieser Stelle eine , Lacanztnlistt. bringen, und dadurch untere stelle tickenden Erllegcn mit' allen vacaitten Lehrerftellen bekannt machen. Wir Hessen, auch in diesem. Vrrtaben rrn unseren Ec Legen unterstützt zu weiden.! Der Herausgeber. Vaeau;enliste israel. Lehrerftellen. 1. Beutben, Sberfchlesien, Lehrerstelle an der Talu udtl rra für den limeuid't im Hebräischen, und iltde', IahreSgehalt 250Thlr. Nebenverdienste durch Privatunterricht im Talmud. — Adr. Moses Gntimann. 2. Gröbzig in Ankalt, ReligionSlehrerftelle beim Talmudtborarerein z Hebräische Tüchtigkeit wird rer- > langt. Gekalt 260 Thlr., Eintritt zum 1. Februar erentuell 1. April. Adresse M. E. Lcewe. 's. Psurgstadl bei Darmsiatt, InstitutSlehrer, besonders für kaufmännisches Rechnen und Handelswifsensä cften. Sehr vcrtheilhafle Bedingungen. Eonseificn gleichgültig. Adr. Diieelor Or. „ rcl. 4. Gtrneheim (Gr. Hessen) ReligionSlehrer und ' Eautcrstelle (inel. Schäckteramt.) Gehalt inel. Nebeneiukünfte 560 fl. Eintritt alsbald. Adr. F. Spies. si. Nachstäiien in Nassau, ReligionSlehrer und Vrrketer. — Eintritt 12. April, Gehalt 260—300 fl. Adr. Vorstand Arontbal. 6. Hamburg, jüd. Mädchenschule, 26 Stunden wöchentlich, 360 Tblr. Gekalt. Eintritt, Lüstern. Adr. Ad. Heinricksen, Neuwall 60. Liegnitz, Eautcr und ReligionSlehrer. Musi-

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