Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 52 (27.12.1869)
- Date
- 1869-12-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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er AsmelitiZelie Jelirer. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums und insbesondere des. israelitischen Lehrer st andes. Organ für den Verein „Alhawa." ° M 52. Den 27. December 1869. 9. Jahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer Vierteljährlicher Lbonnementsprci« 40 kr. — 111/2 Sgr. Anzeigen zu 1 Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Mit dieser Rümmer schließt das 4. Quartal unserer Zeitschrift und Kitten wir unsere geehrten Abonnenten die Bestellungen gefälligst alsbald zu erneuern. Der Herausgeber. Heber den jüdischen Geschichtsunterricht in den isr. Religionsschulen. Von vr. Hochstädter, Bezirksrabbiner in Bad-Ems. *) a) eine auszi tötend) für die bis 8 Lebensjahre b) eine ähnl gliche Mittheilung aus dem Penunterste Stufe (etwa vom 7. ) 1 cke Mittheilung aus den Büchern Der jüdische Geschichtsunterricht umfaßt a) die biblische Geschichte und b) die nachbiblische Geschichte. Während nun für jene seit dem Beginn unserS Jahrhunderts eine Menge von Handbüchern erschienen sind, wurde letztere bis in die neueste Zeit meistens vernachlässigt. Diese Vernachlässigung war um so gefährlicher, als hierdurch die Schulstigend glauben konnte, daß mit dem Abschlüsse der bibli'chen Geschichte, oder — insofern auch noch die Mackabäergeschichte, um des Chanucka-FesteS willen, hinzugefügt wurde — daß mit der Zerstörung des zweiten Tempels nicht nur der nationale, sondern auch der religiöse Beruf Israels für die übrige Menschheit sein Ende erlangt habe; eine Ansicht, welche die iSr. Kinder in den Volksschulen von den Lehrern anderer Konfessionen ohnehin oft g?nug zu hören bekommen. Um so nothwcndiger ist darum die nachbiblische Zeit als eine Religionsgeschichte desJudenthumS für die Jugend zu behandeln, da eine dießfällige Volksgeschichte leider zu viele und sich oft wiederholende traurige und blutige Ereignisse schildern müßte, welche daö schuldlose und zum Frohsinn geneigte Kinderherz all zu sehr betrüben, wenn nicht gar erbittern würde! WaS nun die äußerliche Behandlungsweise des jüdischen GeschichtSunterrichiS anlangt, so sind hierbei, wie bei jedem Lehrgegenstande für die Schuljugend, die verschiedenen Altersstufen derselben dergestalt zu berücksichtigen, daß *) Theilweise als Referat zur Synode in Leipzig vorgetragen. Tie Red. der P r o p h e t e n - to d) r i f t e n, sowie eine auSzügliche Zusammenstellung jfcer schönsten und für den (messtanifchen) Berus Israels wichtigsten Stellen aus den poetischen Schiliften der isr. Bibel — womöglich in metrischer Uebertragung für die mittlere Stufe (etwa vom 8.—11. Jahre; endlich c) eine mehr biographische Mittheilung aus der nach biblischen jüdischen Religion sge.- schichte bis auf lunsere Zeit für die oberste Stufe (etwa^vom 11.-1^. incl.) der iSr. Schuljugend hierzu in Anwendung komme. Es versteht sich von selbst, daß der anzuschlagende Ton dieser Erzählungen, wie es eine wahre Pädagogik erfordert, allenthalbpn kindlich und leicht verständlich sein muß; und ist dies besonders für die erwähnte unterste Stufe erforderlich, inveß bei der mittleren Stufe der ohnehin druck beizubehalten Wir sind übri volkSthümliche biblische Ausist. >ens nicht der Meinung, daß deßhalb die Geschichte >von der Schöpfung der Welt bis zum Tode Mosis' kür die mittlere Stufe in der genannten Weise abermals mitzutheilen .sei, da ja dieselbe Jugend, namentlich ldie Knaben den grössten Th eil der mosaischen Schriften nunmehr aus dem Urtexte übersetzen uno im Laufe oder vielmehr am Ende jeder Woche von Seiten des Lehrers eine pädagogisch behandelte Belehrun menden Sabbath über den Inhalt der am komn der Synagoge stattfindenden Thora-Dorlesuirg jedenfalls für beide Geschlechter gegeben werden soll es sich, ob in dem Hanhbuche für -tuse.nicht sogleich die morali- Dagegen fragt Lehrer der untern <